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Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

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Costi - Côte d'Or.

Mummie" (1863), "Gli intolleranti" (1865), "Le compensazioni" (1874), "Plebe dorata" (1876) u. a. Er veröffentlichte überdies: "Confessioni di un autore drammatico" (1873) und zeigte den beißenden Witz, der ihn kennzeichnet, auch in seiner Sammlung humoristischer Artikel: "Figurine della scena" (1878).

Costi (ital.), im Handelsstil s. v. w. dort, an dem Ort, wo sich der befindet, an den man schreibt; daher costige Briefe, costige Waren, Wechsel und Waren von dem Ort, nach dem geschrieben wird.

Costie, Abkömmling einer Fustie und eines Weißen.

Coston-Signale, rote, grüne und weiße Signallichter, welche in verschiedenen Farbenkombinationen bestimmte Zahlen bedeuten und auf Kriegsschiffen Verwendung finden.

Costus L. (Kostwurz), Gattung aus der Familie der Zingiberaceen, tropische krautartige Gewächse der Alten und Neuen Welt, mit fleischig-knolliger Wurzel, großen, einfachen Blättern, in Ähren stehenden Blüten und dreifächeriger Kapsel. Am bekanntesten ist C. speciosus Sm., in Ostindien, 1,5-2 m hoch, mit schönen rötlichweißen, großen, oft wie mit einem rostfarbigen Reif bestreuten Blüten. Gewöhnlich leitet man von dieser Pflanze die bei den Alten als Magenmittel gebräuchliche Radix Costi arabici s. Costi amari ab, welche schärfer und bitterer schmeckt als Ingwer. Von C. nepalensis Rosc., in Nepal, ist die Wurzel als magen- und nervenstärkendes Mittel im Gebrauch. Von der brasilischen C. cylindricus Jacq. und der westindischen C. niveopurpureus Jacq. benutzt man die Früchte zum Schwarzfärben und zu Tinte. Einige C.-Arten werden in unsern Warmhäusern kultiviert.

Cota, Rodrigo, mit dem Beinamen el Tio ("der ältere"), span. Dichter des 15. Jahrh., zu Toledo geboren, gilt ziemlich allgemein für den Verfasser der berühmten satirischen Ekloge "Las copias de Mingo Revulgo" (etwa um 1472 geschrieben) und des "Dialogo entre el Amor y un viejo", die beide wegen ihres lebendigen Dialogs zu den ältesten dramatischen Versuchen in Spanien zu rechnen sind. Dagegen wird er nach neuern Ansichten mit Unrecht für den Verfasser des ersten Aktes der berühmten "Celestina" gehalten, welche vielmehr ganz von Fernando de Rojas (s. d.) herzurühren scheint. Die "Copias" und der "Dialogo" sind seit dem 15. Jahrh. häufig, gewöhnlich mit den "Copias" von J. ^[Jorge] Manrique (s. d.) zusammen, gedruckt (am besten Madr. 1779 u. 1799).

Côté (franz.), die Seite; c. droit, die rechte, c. gauche, die linke Seite; auch Parteibezeichnung in der Volksvertretung.

Côte, La (spr. koht), die zum schweizer. Kanton Waadt gehörigen, 20 km langen Gestade des Genfer Sees von der Promenthouse bis zur Aubonne, mit dem Städtchen Rolle. Die sonnigen Uferhöhen sind mit Rebenanlagen bepflanzt, welche den feurigen La Côte (s. Bordeauxweine) liefern.

Coteau des Prairies (spr. kottó däh prärih), Tafelland in den nordamerikan. Staaten Dakota, Minnesota und Iowa, auf der Wasserscheide zwischen Missouri und Mississippi, 320 km lang, bis 80 km breit, 520 m ü. M., 120-300 m über der es umgebenden Prärie gelegen. Es besteht aus eozoischen Bildungen, ist von zahlreichen Seen bedeckt und eignet sich nur wenig für den Ackerbau.

Coteau du Missouri (spr. kotto du missuhri), Tafelland in Nordamerika, erstreckt sich vom Territorium Dakota aus 1150 km weit in nordwestlicher Richtung bis ins Nordwestgebiet von Kanada hinein und bildet auf einer weiten Strecke die Wasserscheide zwischen dem Missouri und dem Becken der Hudsonbai. Seine Breite wechselt zwischen 30 und 180 km, seine durchschnittliche Höhe ist 600 m ü. M. oder 150 m über dem umgebenden Lande. Dürr und flußlos, eignet es sich nicht für den Ackerbau; doch treten an seinem Rand, namentlich in Kanada, begünstigtere Gebiete auf, wo, wie in den Cypreß Hills (1160 m) und den Thunder-breeding Hills, schöner Wald und saftige Gräser den Boden bedecken.

Côte d'Or (spr. koht dor), niederer, von SSW. nach NNO. streichender Gebirgsrücken im franz. Departement gleichen Namens, 400-600 m hoch, durch die Einsenkung des Canal du Centre vom Gebirge von Charolais getrennt und wie dieses die Wasserscheide zwischen Mittelmeer und Ozean bildend. Der C. schließt sich im N. das Plateau von Langres an. Die östlichen Gehänge des aus Jurakalk bestehenden Gebirges bringen die berühmten Burgunderweine hervor.

Das hiernach benannte Departement des östlichen Frankreich grenzt nördlich an die Departements Aube und Obermarne, östlich an Obersaône und Jura, südlich an Saône-et-Loire, westlich an Nièvre und Yonne, ist aus den ehemaligen burgundischen Landschaften Auxais, Auxonnais, Beaunais, Dijonais, Lonais, La Montagne und Nuilon gebildet und umfaßt 8761 qkm (159 QM.). Es zerfällt in drei nach Bodenbeschaffenheit, Klima und Produkten wesentlich verschiedene Abteilungen: das granitische Hochland des Morvan mit seinen jurassischen Fortsetzungen gegen das Plateau von Langres hin, beide rauh, kalt, reich an fließenden und stehenden Gewässern, Getreide- und Waldland, dann die 400-600 m hohe Jurakalkgebirgskette der C. und des Mont Tasselot, warm, sonnig, trocken, von den edelsten Reben bekleidet, die ihnen den Namen Goldhügel verliehen haben, und schließlich östlich davon die etwa 200 m hohe Ebene von Burgund zu beiden Seiten der Saône, vorzugsweise Getreideland. Die Hochebene gehört ganz zum Gebiet der Seine; Seine, Serein, Armançon entspringen dort. Das Bergland und die Ebene gehören zum Saônegebiet; Tille und Ouche entspringen und fließen hier; im Thal der letztern auswärts geht der Kanal von Burgund zum Armançon und zur Seine. Darin prägt sich am deutlichsten die Stellung des Landes als Passageland zwischen dem Mittelmeer und dem Kanal La Manche aus. Die Bevölkerung zählte 1881: 382,819 Seelen (seit 1841 Abnahme um 10,000 Einw.). Das Weinland, der Hauptreichtum des Departements, zerfällt in drei Regionen: die Côte de Beaune, von Santenay bis Comblanchien (mit den Gewächsen von Chassagne, Clos Tavannes, Goutte d'Or, Santenot, Volnay, Pomard etc.); die Côte de Nuits, die beim Dorf Prémaux beginnt (mit den Sorten von Perrières, Forêts, St.-Georges, Cras, Clos Vougeot, Chambolle, Clos du Tart, Chambertin, Clos St.-Jacques etc.), und die minder reiche und edle Côte de Dijon, aus einzelnen Parzellen bestehend (mit den Gewächsen von Crébillon, Perrière, Marsannay etc.). Das Weinland umfaßt 31,000 Hektar und ergibt 6-800,000 hl jährliches Produkt; außerdem kommen 461,000 Hektar auf Ackerland, 63,560 Hektar auf Wiesen, 201,000 Hektar auf Wald und Busch, 35,250 Hektar auf Heideflächen. Die wichtigsten Produkte des Ackerlandes sind: Weizen, Hafer und Gerste, Kartoffeln, Hülsenfrüchte und Gemüse, Rüben, Hopfen, Hanf und Ölfrüchte. Auch der Obstbau ist sehr verbreitet. An Mineralien werden ausgebeutet: Eisen und Steinkohlen (im N.), Marmor, lithographische Steine, Töpferthon, Granit etc. Auch mehrere eisen-?[folgende Seite]

^[Artikel, die unter C vermißt werden, sind unter K oder Z nachzuschlagen.]