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Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

Schlagworte auf dieser Seite: Durham's; Durhamshire; Düringsfeld; Durio; Durionen; Duris von Samos; Durität; Durius; Dürkheim

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Durham's - Dürkheim.

zen Albert im Horticultural Garden (1863) und auf der Insel Guernsey, des Lords Palmerston in der Guild Hall und die sitzenden Figuren Harveys, Newtons, Miltons und Benthams über dem Portikus der Londoner Universität. Er starb 27. Okt. 1877.

Durham's (spr. dörräms), Dorf im nordamerikan. Staat Nordcarolina, 33 km nordwestlich von Raleigh, mit 2041 Einw. Hier ergab sich der Konföderiertengeneral J. E. ^[Joseph Eggleston] Johnson ^[richtig: Johnston] 25. April 1865.

Durhamshire (spr. dorrämschir), Grafschaft im nördlichen England, im Bergbaudistrikt, an der Nordsee, zwischen den Grafschaften Northumberland im O. und Cumberland, Westmoreland und York im W. und S., umfaßt mit einigen Enklaven in York und an der schottischen Grenze 2642 qkm (48 QM.). Das Land ist im äußersten Westen durch Zweige der Penninischen Kette gebirgig (höchste Punkte: Kilhope Law 669 m, Collier Law 514 m); die Mitte und der Osten sind wellig; am untern Tees und an der Küste findet sich eine große Strecke Flachland. An der Küste stehen hohe, weiße Kalkfelsen mit imposanter Aussicht auf das Meer. Hauptflüsse sind: Tees (auf der Grenze gegen York), Wear (in der Mitte) und der Tyne mit dem Derwent (im N.). Die Bevölkerung zählte 1881: 867,258 Seelen. Ackerbau und Viehzucht beschäftigen 16,233 Menschen. Etwa 28 Proz. der Oberfläche sind angebaut, 37 Proz. bestehen aus Weiden (welche im W. geschätzte langwollige Schafe nähren) und 3 Proz. aus Wald. An Vieh zählte man 1884: 16,825 Ackerpferde, 64,427 Stück Rindvieh, 186,019 Schafe und 13,018 Schweine. Den Hauptreichtum des Landes bildet sein berühmtes Steinkohlenfeld, das sich im O. und NO. bis nach Northumberland hinein erstreckt und jährlich 30 Mill. Ton. liefert. Außer Kohlen gewinnt man noch Eisen, silberhaltiges Blei, Bausteine und Schiefer. Die Bergwerke und Steinbrüche beschäftigten 1881: 72,079 Menschen, die Eisenhütten 17,557. Nächstdem sind der Bau von Dampf- und andern Maschinen (11,211 Arbeiter), von Schiffen (10,039 Arb.), die Glasfabrikation (2884 Arb.), die Herstellung von Chemikalien (2752 Arb.) von Wichtigkeit, und andre Industriezweige, wie Woll- und Leinweberei, Töpferei, Seildreherei, Nägel- und Ankerschmiederei, treten verhältnismäßig in den Hintergrund. Die Grafschaft ist eine sogen. County Palatine, in welcher der Bischof in früherer Zeit die bürgerliche und peinliche Gerichtsbarkeit hatte und wie ein Landesherr schaltete. Durham ist Hauptstadt.

Düringsfeld, Ida von, Schriftstellerin, geb. 12. Nov. 1815 zu Militsch in Niederschlesien, wuchs in ländlicher Umgebung auf und kam 1835 auf ein Jahr nach Dresden, wo sie Musik- und Sprachstudien betrieb und mit Tiedge befreundet wurde. Nachdem sie schon seit 1832 Beiträge für die "Abendzeitung" geliefert, ließ sie zuerst unter dem Namen Thekla eine Sammlung "Gedichte" (Leipz. 1835) und einen Romanzencyklus: "Der Stern von Andalusien" (das. 1838), erscheinen und gab anonym einen Roman: "Schloß Goczyn" (Bresl. 1841, 2. Aufl. 1845), heraus, welchem die "Skizzen aus der vornehmen Welt" (das. 1842-46, 6 Bde.), "In der Heimat" (das. 1843), "Magdalene" (das. 1844) und "Graf Chala" (Berl. 1845) folgten. "Byrons Frauen" (Bresl. 1845) war das erste Buch, das den Familiennamen der Verfasserin trug. Nachdem sie sich 1845 mit Otto v. Reinsberg verheiratet, lebte sie teils auf den Gütern ihrer Mutter, teils auf Reisen (in Italien, Dalmatien, Belgien, Frankreich etc.) und an verschiedenen Orten Deutschlands. Sie starb 25. Okt. 1876 in Stuttgart; ihr überlebender Gatte folgte ihr tags darauf freiwillig in den Tod. Von ihren weitern Werken nennen wir zunächst die Romane: "Margarete von Valois und ihre Zeit" (Leipz. 1847, 3 Bde.); "Antonio Foscarini" (Stuttg. 1850, 4 Bde.); "Eine Pension am Genfersee, zwei Romane in Einem Hause" (Bresl. 1851, 2 Bde.); "Esther" (das. 1852, 2 Bde.); "Clotilde" (Berl. 1855); "Norbert Dujardin" (Bresl. 1861); "Hendrick" (Leipz. 1862); "Die Litteraten" (Wien 1863, 2 Bde.) u. a.; ferner die poetischen Werke: "Am Canal grande" (Dresd. 1848); "Für Dich" (Bresl. 1851; 2. Aufl., Leipz. 1865) und die Märchendichtung "Amimome" (Bresl. 1852). Von ihren Reiseskizzen verdienen besonders "Aus Italien" (Brem. 1851) und "Aus Dalmatien" (Prag 1857, 3 Bde.) Erwähnung. Als Früchte ihrer linguistischen Studien erschienen endlich: "Böhmische Rosen", tschechische Volkslieder (Bresl. 1851); "Lieder aus Toscana" (2. Aufl., Prag 1858); "Von der Schelde bis zur Maas", ein Gesamtbild des geistigen Lebens der Vlämen seit 1830 (Leipz. 1861, 3 Bde.), und "Das Sprichwort als Kosmopolit" (das. 1863, 3 Bde.). Außerdem schrieb sie für die Jugend: "Das Buch denkwürdiger Frauen" (2. Aufl., Leipz. 1871) und "Alphabet parlant en silhouettes" (Brüssel 1864) und gab gemeinsam mit ihrem Gatten das "Hochzeitbuch" (Leipz. 1871) und die "Sprichwörter der germanischen und romanischen Sprachen" (das. 1872-75, 2 Bde.) heraus. Nach ihrem Tod erschienen noch "Ethnographische Kuriositäten" (Leipz. 1878).

Durio L., Gattung aus der Familie der Sterkuliaceen, mit der einzigen Art D. zibethinus L. (indischer Zibetbaum), einem 20-28 m hohen Baum in Hinterindien und auf den Inseln des Indischen Ozeans, mit ganzen, länglichen, zugespitzten Blättern, die auf der Unterseite dicht mit kleinen Schüppchen besetzt sind und rötlich silbergrau erscheinen; die grünlichgelben Blüten stehen in kleinen Büscheln am Stamm oder an den größten Ästen. Die rundlichen oder ovalen Früchte (Durionen) sind kopfgroß und auf der harten, dicken Schale dicht mit pyramidalen Stacheln besetzt, gelbgrün und fünffächerig. Jedes Fach enthält 1-4 Samen in einem weißen, prachtvoll aussehenden Fruchtfleisch eingebettet. Der Baum wird kultiviert, und das Fruchtfleisch bildet zur Zeit der Fruchtreife einen Hauptbestandteil der Nahrung der Eingebornen. Es besitzt einen feinen, rahmartigen Geschmack und wird daher von manchen höher geschätzt als irgend ein andres Obst; aber es riecht penetrant nach verdorbenen Zwiebeln, ohne indes irgendwie schädlich zu sein. Der Europäer überwindet allmählich den Abscheu vor dem Geruch und erblickt dann in den Durionen eine der größten Delikatessen. Unreif ißt man die Früchte als Gemüse; das reife Fruchtfleisch wird auch mit Salz eingemacht, und die Samen werden wie Kastanien geröstet.

Durionen, s. Durio.

Duris von Samos, griech. Geschichtschreiber, Schüler des Theophrastos, war im 3. Jahrh. v. Chr. Tyrann seiner Vaterstadt und verfaßte eine Geschichte der griechisch-makedonischen Zeit von 370 bis 287, von der nur wenige Reste erhalten sind (hrsg. von Hullemann, Utrecht 1841), die aber von andern Historikern benutzt worden ist. Vgl. Eckertz, De Duride Samio (Bonn 1842).

Durität (lat.), Härte.

Durius, Fluß, s. Duero.

Dürkheim (D. an der Haardt), Stadt im bayr. Regierungsbezirk Pfalz, Bezirksamt Neustadt a. d. Haardt, 130 m ü. M., umgeben von ausgedehnten Rebengeländen und Obstbaumhainen, an der Isenach