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Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

Schlagworte auf dieser Seite: Großburgk; Großdeutsch; Grosse

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Großburgk - Grosse.

schiedenen Teile der "Histoire de la révolution d'Angleterre" von Guizot (s. d.); Gardiner, History of England from the accession of James I. (fünf verschiedene Werke, bis jetzt bis 1649 reichend, Lond. 1863-87, 13 Bde.; die beste englische Arbeit über die Geschichte der Revolution); Dahlmann, Geschichte der englischen Revolution (6. Aufl., Berl. 1864); Macpherson, History of Great Britain from the restoration of Charles II. to the accession of the house of Hanover (1775, 2 Bde.); Burnet, History of my own time (1723, letzte Ausg. 1883); Macaulay, History of England from the accession of James II. (neueste Ausg. 1875, 5 Bde.; mehrfach deutsch); Smollet, History of England from the revolution to the death of George II. (1793, 8 Bde.); Klopp, Der Fall des Hauses Stuart und die Succession des Hauses Hannover in G. (Wien 1875-1886, Bd. 1-13), und zur Kritik dieses Werkes: Meinardus, Die Succession des Hauses Hannover in England (Oldenb. 1878); Schaumann, Geschichte der Erwerbung der Krone Großbritanniens von seiten des Hauses Hannover (Hannov. 1878); Lord Mahon, History of England from the peace of Utrecht (5. Aufl. 1858, 7 Bde.; deutsch, Braunschw. 1855, 8 Bde.); Wright, England under the house of Hanover (3. Aufl. 1849, 2 Bde.); Rémusat, L'Angleterre au XVIII. siècle (Par. 1856, 2 Bde.); Lecky, History of England in the eighteenth century (1878-82, 4 Bde.; deutsch, Leipz. 1879-83); Massey, History of England during the reign of George III. (2. Aufl. 1866, 4 Bde.); Phillimore, History of England during the reign of George III. (1863); R. Pauli, Geschichte Englands seit den Friedensschlüssen von 1814 und 1815 (Leipz. 1864-1875, Bd. 1-3); Spencer-Walpole, History of England from the conclusion of the great war in 1815 (2. Aufl. 1880-86, 5 Bde.); Molesworth; History of England from the year 1830 (neue Ausg. 1882, 3 Bde.); Michelsen, England since the accession of Queen Victoria (1854); Mac Carthy, History of our own times, from the accession of Queen Victoria to the Berlin Congress (neue Ausg. 1882, 4 Bde.); Derselbe, England under Gladstone (2. Aufl. 1885); Clayden, England under Lord Beaconsfield (1880).

[Verfassungsgeschichte etc.] Für die Geschichte der englischen Verfassung und einiger wichtigen sozialen Verhältnisse sind noch hervorzuheben: Hallam, Constitutional history of England (1827; 6. Aufl. 1875, 3 Bde.); Phillips, Englische Reichs- und Rechtsgeschichte (Berl. 1828, 2 Bde.); May, Constitutional history of England since the accession of George III, (3. Aufl. 1871, 3 Bde.; deutsch von Oppenheim, Leipz. 1862-64, 2 Bde.); Fischel, Die Verfassung Englands (2. Aufl., Berl. 1864); Gneist, Englische Verfassungsgeschichte (das. 1882); Stubbs, Constitutional history of England (neue Ausg. 1880, 3 Bde.); Freeman, The growth of the English constitution (4. Aufl. 1884); Bisset, History of the struggle for parliamentary government in England (1877, 2 Bde.); Taswell-Langmead, English constitutional history (3. Aufl. 1886); Büdinger, Englische Verfassungsgeschichte (Wien 1880); Amos, Fifty years of the English constitution, 1830-80 (1880); Somers-Vine, English municipal institutions, their growth and development 1835-79 (1879); Todd, Parliamentary government in the British colonies (1880); Earl Grey, Parliamentary government, considered with reference to reform (1867); Newman, English Institution and their most necessary reforms (1865); Cox, History of the Reform Bills of 1866 and 1867 (1868); Bright, Chapters of early English Church history (1878); Dixon, History of the Church of England (1878-80, 3 Bde.); Perry, History of the Church of England from the death of Elizabeth (1862-65, 3 Bde.); Abbey und Overton. The English Church in the eightteenth century (1878, 2 Bde.); Stoughton, Religion in England under Queen Anne and the Georges (1878, 2 Bde.); Pattison, Rise and progress of religious life in England (1864); Althaus, Soziale Bilder aus England (Hamb. 1863, 2 Bde.); Vocke, Geschichte der Steuern des britischen Reichs (Leipz. 1866); Ochenkowski, Englands wirtschaftliche Entwickelung im Ausgang des Mittelalters (Jena 1879); Levi, History of British commerce (2. Aufl. 1880); Dodwell, History of taxation and taxes in England (1884); Schaible, Geschichte der Deutschen in England (Straßb. 1885).

Großburgk, Dorf in der sächs. Kreishauptmannschaft Dresden, Amtshauptmannschaft Dresden-Altstadt, am Windberg, hat ein Rittergut, ein Schloß, Steinkohlengruben und (1885) 1475 evang. Einwohner.

Großdeutsch hieß die Partei in Deutschland, welche im Gegensatz zur kleindeutschen (s. d.) die Einigung des Vaterlandes auf streng föderalistischer Grundlage mit Einschluß beider Großmächte, Österreichs und Preußens, das sogen. Siebzigmillionenreich, erstrebte. Schon im Frankfurter Parlament war dieser Gegensatz hervorgetreten, namentlich im Frühjahr 1849, als die Beratung der Reichsverfassung zum Abschluß gebracht und die Frage der Kaiserwahl entschieden wurde. Doch bestanden die Großdeutschen aus zu verschiedenartigen Elementen, als daß sie sich zu einer geschlossenen Partei hätten organisieren und ein positives politisches Ziel verfolgen können. Nach dem Sieg Österreichs und der Mittelstaaten über Preußen und die kleindeutsche Partei machte sich die großdeutsche Agitation bei der Frage der Aufnahme Österreichs in den Zollverein bemerkbar. Erst als nach dem italienischen Krieg 1859 der Nationalverein sich bildete und die Einigung Deutschlands mit preußicher ^[richtig: preußischer] Spitze und Ausschluß Österreichs erstrebte, versammelten sich die Großdeutschen, 500 an der Zahl, in Frankfurt a. M. und gründeten daselbst 22. Okt. 1862 den Deutschen Reformverein, der aus aristokratischen, klerikalen und demokratischen Elementen, vorzugsweise aus Süddeutschland, bestand. Er trat nicht mit selbständigen politischen Projekten auf, sondern unterstützte die Aktion Österreichs und der Mittelstaaten: so erklärte er sich 28. Okt. 1863 für die Reformakte des Fürstenkongresses und 6. Dez., wie der Nationalverein, für das Erbrecht des Herzogs von Augustenburg und die Selbständigkeit der Elbherzogtümer. Die Niederlage des Bundestags und der Mittelstaaten in der schleswig-holsteinischen Sache und der Frage des französischen Handelsvertrags 1864 und 1865 erschütterte bereits den Einfluß der Großdeutschen, die Entscheidung von 1866 vernichtete ihn, und seitdem existieren Großdeutsche nur noch, insofern manche, namentlich Ultramontane und Süddeutsche, die Ausschließung Österreichs als ein Verbrechen oder wenigstens als ein Übel bedauern und die Wiedervereinigung desselben mit dem Deutschen Reich noch nicht aufgegeben haben.

Grosse, 1) Julius, Dichter, geb. 25. April 1828 zu Erfurt, studierte zuerst 1849-52 in Halle die Rechte und debütierte als Dichter mit einem Drama: "Cola Rienzi" (Leipz. 1851), ging 1852 nach Mün-^[folgende Seite]