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Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

Schlagworte auf dieser Seite: Mac Keesport; Mackeldey; Mackenzie

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Mac Keesport - Mackenzie.

veröffentlichte schon 1834 einen Band Gedichte, die ihm die Bekanntschaft von John Black, dem Herausgeber des "Morning Chronicle", und die Mitarbeiterschaft an diesem Blatt verschafften. Während dieser neun Jahre dauernden Thätigkeit schrieb er: "A history of London" (1838); "The Thames and its tributaries" (1840, 2 Bde.); einen zweiten Band Gedichte: "The hope of the world, and other poems" (1840), und den Roman "Longbeard" (2. Aufl. 1850), der ein Sitten- und Charakterbild aus einer frühen Epoche der englischen Geschichte entrollt. In dieselbe Zeit fallen seine "Memoirs of extraordinary popular delusions" (1841, 3 Bde., u. öfter) und "The Salamandrine, or love and immortality", eine Erzählung in Versen (1842, neue Aufl. 1856). Von 1844 bis 1847 war M. Herausgeber des "Glasgow Argus" und publizierte die durch zarte Lyrik ausgezeichneten "Legends of the isles" (1845, 2. Aufl. 1857); ferner: "The scenery and poetry of the English lakes" (1846, 2. Aufl. 1852) und die besonders beliebt gewordenen Gedichte: "Voices from the crowd" (1846, 5. Aufl. 1857) nebst den "Voices from the mountains" (1847, 2. Aufl. 1857). Von seinen spätern poetischen Werken, die den frühern an Wert nicht immer gleichkommen, sind zu nennen: "Town lyrics" (1848); "Egeria, or the spirit of nature" (1850); die Gedichtsammlung "Under green leaves" (1857); die Dichtungen "A man's heart" (1860) u. a. Eine Sammlung derselben veröffentlichte er 1876. Von Prosaschriften fällt sein Werk "The Mormons" (4. Aufl. 1856) in diese Zeit. 1857-58 hielt M. acht Monate lang vielbesuchte Vorlesungen in allen großen Städten der Vereinigten Staaten von Nordamerika und veröffentlichte das Ergebnis seiner Beobachtungen 1860 in dem Werk "Life and liberty in America". In demselben Jahr gründete er die "London Review". Weniger günstig gestaltete sich sein Aufenthalt in Amerika, als er dort während des Bürgerkriegs die den Nordstaaten ungünstige "Times" vertrat. Weitere Veröffentlichungen von ihm sind: "The gouty philosopher by John Wagstaffe" (1862); "Studies from the antique, and sketches from nature" (1864, 2. Aufl. 1867); "Under the blue sky", eine Sammlung von Journalartikeln (1871); "Lost beauties of the English language" (1874) und das biographisch wie als Quelle für die Zeitgeschichte bedeutende Werk "Forty years recollections, 1830-70" (1876, 2 Bde.). Aus seinen keltischen Studien erwuchsen die Schriften: "The Gaelic etymology of the languages of Western Europe" (1878) und (in französischer Sprache) "Les recréations gauloises et origines celtiques de la langue française". Seine jüngsten Veröffentlichungen sind: der Roman "Luck and what came of it" (1881, 3 Bde.); "Poetry and humour of the Scottish language" (1882); "The founders of the American republic" (1885) und "Glossary of obscure words and phrases in the writings of Shakespeare" (1887). Außerdem hat M. poetische Sammelwerke herausgegeben, wie: "The book of Scottish songs" (neue Ausg. 1866), "The Cavalier songs and ballads of England from 1642 to 1684" (1864) u. a. M. wohnt seit den letzten Jahren in Fern Dell bei Dorking (Grafschaft Surrey). An den öffentlichen Angelegenheiten hat er sich immer im Sinn des Liberalismus beteiligt.

Mac Keesport, s. Mc Keesport.

Mackeldey, Ferdinand, ausgezeichneter Lehrer des römischen Rechts, geb. 5. Nov. 1784 zu Braunschweig, studierte in Helmstädt, ward 1808 außerordentlicher Professor der Rechte daselbst, 1811 ordentlicher Professor und Beisitzer des Spruchkollegiums an der Universität Marburg, endlich 1819 erster Professor der Rechte an der neugegründeten Universität Bonn. Er starb 20. Okt. 1834. Bekannt und viel gebraucht ist sein "Lehrbuch der Institutionen des heutigen römischen Rechts" (Gießen 1814, 3. Aufl. 1820) sowie sein "Lehrbuch des heutigen römischen Rechts" (14. Aufl. von Fritz, Wien 1862, 2 Bde.), welches in verschiedene Sprachen übersetzt ward (ital. von Ricci, Mail. 1866).

Mackenzie (spr. mäckénnsi), Fluß im brit. Nordamerika, entspringt als Athabasca im Felsengebirge, nimmt nach seinem Austritt aus dem Athabascasee den Namen Sklavenfluß (Slave River) an, durchfließt den Großen Sklavensee und nimmt schließlich den Namen M. an, unter welchem er auch in das Nördliche Eismeer mündet. Der Fluß hat eine Gesamtlänge von 3060 km und entwässert ein 1,517,000 qkm (27,750 QM.) großes Becken. Die wichtigsten Nebenflüsse sind der Peace River und der Liard oder Mountain River, die beide vom Felsengebirge kommen. Lachse steigen den M. nicht aufwärts.

Mackenzie (spr. mäckénnsi), 1) Henry, engl. Schriftsteller, geboren im August 1745 zu Edinburg, studierte die Rechte, wendete sich aber der schönen Litteratur zu und erhielt, da er in seinen mit Witz und Humor geschriebenen Zeitschriften: "The Miror" ^[richtig: "The Mirror"] (seit 1779) und "The Lounger" sowie durch Flugschriften einige Maßregeln des Gouvernements unterstützte, 1804 die Stelle eines Generalsteuerkontrolleurs in Schottland. Er starb 14. Jan. 1831. Seine bessern Leistungen sind die kleinern Erzählungen in jenen Zeitschriften, besonders die Novelle "The man of feeling" (1771), die mit dem kurz vorher erschienenen "Vicar" Goldsmiths verglichen werden darf und später ein Gegenstück in dem "Man of the world" erhielt. Seine gesammelten Werke erschienen Edinburg 1808 in 8 Bänden. Sein Leben beschrieb Walter Scott in den "Lives of the novellists".

2) George Henry, berühmter engl. Schachspieler, geb. 24. März 1837 zu Aberdeen, machte sich zuerst bekannt durch seinen Sieg im Handicapturnier des Londoner Kongresses 1862 und begab sich dann (1863) nach Amerika, wo er in verschiedenen Turnieren die ersten Preise gewann. Bei dem großen Pariser Wettkampf 1878 erstritt er den vierten Preis; 1880 blieb er Hauptsieger auf dem fünften amerikanischen Kongreß.

3) Morell, Mediziner, geb. 7. Juli 1837 zu Leytonstone (Essex), studierte am London Hospital Medical College, in Paris, Wien und Pest, wo er Czermak näher trat, gründete 1863 ein Hospital für Halskrankheiten und erhielt in demselben Jahr einen Preis vom Royal College of Surgeons für eine Arbeit über Kehlkopfkrankheiten. Bald darauf wurde er Assistenzarzt am London Hospital, dann Arzt und Dozent für Kehlkopfkrankheiten. Er gewann als erfahrener Diagnostiker und geschickter Operateur einen großen Ruf und publizierte viele Arbeiten über seine Spezialität und als Hauptwerk: "Diseases of the throat and nose" (Lond. 1880-84, 2 Bde.; deutsch von Semon, Berl. 1880-84, 2 Bde.). Außerdem schrieb er: "On the pathology and treatment of the diseases of the larynx" (Lond. 1863); "The use of the laryngoscope" (3. Aufl., das. 1871); "Diphtheria" (das. 1879); "Hayfever" (das. 1884); "The hygiene of the vocal organs" (das. 1886; deutsch von Michael, Hamb. 1887).

4) Alexander Campbell, Komponist, geb. 22. Aug. 1847 zu Edinburg, erhielt seine musikalische Ausbildung in Sondershausen und wurde bereits