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Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

Schlagworte auf dieser Seite: Pottstown; Pottsville; Pottwal

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Pottstown - Pottwal.

meinen Stauungserscheinungen das Ende herbeiführen. Nur sehr leichte Grade von Schiefheit können durch Muskelzug bei fehlerhafter Körperhaltung, einseitiger dauernder Belastung, z. B. beim Tragen von Kindern auf Einem Arm, ausgebildet werden. Die seitliche Verkrümmung der Wirbel heißt Skoliosis (Fig. 1), die Einwärtskrümmung Lordosis (Senkrücken), der seitliche und hintere Buckel Kypho-Skoliosis (Fig. 2). Vgl. Aronheim, Zur Pathologie und Therapie der Pottschen Kyphose (in Kunzes "Lehrbuch der prakt. Medizin" (3. Aufl., Leipz. 1877); Derselbe, Die Skoliose in ihrer rationellen Beurteilung und Behandlung (Berl. 1873); Bühring, Die seitliche Rückgratsverkrümmung (das. 1851); Eulenburg, Mitteilungen aus der Orthopädie (das. 1860); Löwenstein, Rückgratsverkrümmung und Heilgymnastik (Wien 1869); Schildbach, Die Skoliose (Leipz. 1872); Lorenz, Pathologie und Therapie der seitlichen Rückgratsverkrümmungen (Wien 1886).

^[Abb.: Fig. 1. Kyphosis der Wirbelsäule im Brust- und Lendenteil. a Durch Verkürzung der Wirbelsäule erreichen die Rippen den Darmbeinkanal.]

^[Abb.: Fig. 2. Kypho-Skoliosis. b Kyphosis mit Abweichung nach rechts.]

Pottstown (spr. -taun), Stadt im nordamerikan. Staat Pennsylvanien, in schöner Lage am Schuylkill, 30 km oberhalb Reading, mit vielen Fabriken, lebhaftem Handel und (1880) 5305 Einw.

Pottsville (spr. -will), Stadt im nordamerikan. Staat Pennsylvanien, in wilder Gebirgsgegend am Schuylkill, hat eine Kathedrale, Rathaus, Gefängnis, ergiebige Kohlen- und Eisengruben, Gießereien, Schmieden und (1880) 13,253 Einw. P. wurde 1825 gegründet.

Pottwal (Potwal, Pottfisch, Catodon Gray, Physeter L.), Säugetiergattung aus der Ordnung der Wale (Cetacea) und der Familie der Zahnwale (Catodontida) mit der einzigen Art C. macrocephalus L. (Kaschelot, Walratwalfisch, s. Tafel "Wale"). Das Tier ist noch wenig bekannt, und es ist noch unsicher, wie weit sich die hierher gehörigen Bewohner der nördlichen und südlichen Meere voneinander unterscheiden. Der P. wird 20-30 m lang, bei einem Körperumfang von 12 m; das Weibchen soll nur halb so groß werden. Der große, mehr hohe als breite, vorn hoch aufgetriebene und gerade abgestutzte Kopf geht ohne merkliche Abgrenzung in den Rumpf über; letzterer ist zu zwei Dritteilen der Länge sehr dick, von da bis zum Schwanz sich verdünnend. Die hier befindliche schwielige Fettflosse erscheint nach hinten wie abgeschnitten und geht nach vorn zu allmählich in den Rücken über. Gleich hinter dem weit zurückliegenden Auge stehen kurze, dicke Brustflossen. Die Schwanzflosse ist tief eingeschnitten und zweilappig. Das Spritzloch bildet eine S-förmig gebogene Spalte und liegt am Schnauzenrand, das kleine Auge weit nach rückwärts und unter diesem das Ohr. Das Weibchen hat in der Nabelgegend zwei Zitzen. Das Maul ist sehr groß, indem sich die Kiefer beinahe bis zum Auge öffnen. Der Unterkiefer ist beträchtlich