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Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

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Flaubert - Floerke
Schwingflachs abliefert. Die Ergebnisse dieses neuen Systems stellen sich äußerst günstig, indem sich bei der Bearbeitung desselben gerösteten Flachses
ergab:
Hpchelftachs Hechclhrde Fasern
niit drr Hand bearbeitet 10,5> Pwz. 8,4 Proz. - 18.9 Proz.
- Maschine bearbeitet 17,0 - 5,o - - 22,u wobei letztere mit 1-1,5, Pferdekräfte Betriebskraft in 10 Stunden 140 - 160 k<? Flachs verarbeitet.
Flaubert, Gustave, franz. Romanschriftsteller.
Nach seinem Tod erschienen noch seine Vriefe an l George Sand (4. Nufl. 1889) nnd seine »(^oi-i'^pon<llins:6 >, die Zeit von 1830 bis 1854 umfassend (1887 u. 1889, 2 Bde.).
Fleche, La, <i^) 7977 (Gemeinde 9841) Einw.
Flegel, 2) Eduard Robert, Afrikareisender, wollte, nachdem seine erkrankten Begleiter Staudinger nnd Harlert hatten nach Deutschland zurückkehren müssen, von Wukari zu ^ande nach Iola aufbrechen, starb aber 11. Sept. 1886 in Braß an der Mündung des Niger. Flegels Vriefe wurden gesammelt von seinem Bruder Karl F. herausgegeben: Vom Niger bis Vinue. Briefe aus Afrika'- (Leipz. 1889).
Fleischer, I) Heinrich Leberecht, Orientalist, starb 10. Febr. 1888 in Leipzig. Seine Kleinern Schriften« erschienen in 3 Bänden (Leipz. 1888).
-Fleischpankreastllistiere, die von Leude eingeführten, zur künstlichen Ernährung dienenden Klystiere; s. Pankreati n (Bd. l 2).
Fleischpeptön, s. Peptone (Bd. 12). Flemalle (spr. -mall), zwei Gemeinden in der belg.
Provinz nnd Arrondissement Lüttich, an der Maas, der Belgischen Nordbahnlinie Lüttich-Namur nnd der Niederländischen Staatsbahnlinie Liers-F. gelegen, mit Steinbrüchen nnd Kohlengruben: F.-Grande mit (i8«8> 4250 Einw., F.-tzaute, 2 km oberhalb, mit 2734 Einw.
Flenu <spr. -niih), Gemeinde in der belg. Provinz ^ennegau, Arrondisseinent Mons, in der Landschaft Borinäge, an der Staatsbahnlinie Frameries-St.
Ghislain, mit großem Kohlenbergwerk und (1868) 4476 Einw.
Flers, (1886) 11,257 (Genieinde 14,013) Einw.
' Fleurance, (1886) 3602 Einw.
Wickel, Paul, Maler, geb. 8. April 1852 zu Berlin, bildete fich drei Jahre lang auf der Kunstschule in Weimar zum Landschaftsmaler aus, besonders unter Th. Hagen, und ging 1874 nach Düsseldorf, wo er einige Jahre selbständig arbeitete. 1876 nahm er seinen Wohnsitz in Berlin. Nachdem er schon früher Studienreisen durch Deutschland und Österreich geinacht, unternahm er 1877 eine Reise nach Italien.
Die auf Grund seiner dortigen Studien ausgeführten Bilder (Torbole bei Riva am Gardasee, Villa d'Este, Garten bei Neapel, Frühlingslandschaft bei Bordighera, Ansicht von Neapel vom'Capo di Monte, Garten von Montecarlo, Fontäne aus der Villa Borghese) zeichnen sich durch kräftige Sonnenlichtwirkungen bei breiter malerischer Behandlung aus, wobei F. ein Hauptgewicht auf die Darstellung der üppigen Vegetation des Südens legt. Seit dem Anfang der 80er Jahre wählte er die Gestade der Ostsee in der Nähe von Prerow znm Studienfeld und malte besonders das Innere von Buchenwäldern bei voller Sonnenbeleuchtung. Für einen solchen Buchenwald (Motiv bei Prerow) erhielt er 1886 die große goldene Medaille der Berliner Kunstausstellung. Von seinen übrigen Bildern sind zu nennen: Waldlandschaft von^Vilm, Strandlandschaft von Rügen, Ilsethal, mährische Dorflandschaft.
Fliegensckwamm, j. Berserkerwut (Bd. 17).
^Flirtation (engl., franz.), Liebelei, Koketterie.
Floqurt, 2) Elsarles Thomas, franz. Politiker, ward auch 1886 und 1887 wieder zum Präsidenten der Deputiertenkammer gewählt. Nachdem er dem russischen Botschafter vorgestellt worden war und Einladungen ausgetauscht, also seinen Ruf: > Vive la ^oiossne, Hi0N8ieut'!'-, den er 1867 an den Zaren richtete, gesühnt hatte, war F. auch als Minister möglich und wurde daher 3. April 1888 nach dem Rücktritt Tirards wegen der Annahme des Antw M auf Verfassungsrevision mit der Bildung eines neuen Ministeriums beauftragt, welches die Verfassungsrevision in sein Programm aufnahm, aber den Zeitpunkt derselben zu bestimmen sich vorbehielt. Boulanger bekämpfte er entschieden und wurde nach einer scharfen Abfertigung desselben 12. Juli von ihm so beleidigt, duft er den General forderte und ihn nn Duell 13. Juli mit dein Degen nicht unerheblich verwundete. In: Oktober legte er den Entwurf einer Verfassungsrevision den Kammern vor. Als dieser 13. Febr. 1889 in der Deputiertenkammer zum erstenmal beraten werden sollte, brachte der radikale Gras Douville-Maillefeu einen Vertagungsantrag aus unbestimmte Zeit ein, der unerwarteterweise angenommen wurde. Darauf nahm F., der gehofft hatte, die Regierung während der großen Centenarausstellung zu vertreten, seine Entlassung. Nach den Neuwahlen der Kammer wurde er im November 1889 wieder zu deren Präsidenten erwählt.
Florac, d850) 1830 Einw.
Florensac, <i886) 3553 Einw.
Florimo, Francesco, verdienter ital. Musikforscher, geb. 1. Jan. 1800 zu San Giorgio Morgato bei Reggio, war 1817 Schüler der königlichen Musikschule in Neapel, wo Furno, Elia, Zingarelli und Tritta seine Lehrer waren, und wirkte seit 1826 als Bibliothekar desselben Instituts, dessen Bibliothek durch seine Bemühungen zu einer der bedeutendsten Italiens umgewandelt wurde. Er starb 18. Dez. 1888 in Neapel. Florimos Hauptwerk ist der ^6nn.» gwi'ieo 8n11k 30U0la inn8ick1n äi ^poli« (1869-1871,2 Bde.); außerdem schrieb er: »^icc.^räo^Vao-N6r 6ä i W.^ii6i'i8ti« (1876), »^ra,8pc»i'w llei!^ cönön lii Kkliini a (^tkiii^«, »Zeilim, inem^rik 6 löttei'ft (Flor. 1885). Als Komponist ist er mit Kirchen- und Orchesterwerken, Kantaten und einigen Heften Lieder im neapolitanischen Dialekt aufgetreten. Seine Gesangschule (»Nkwäo äi oauw«) ist am Konservatorium zu Neapel eingeführt.
^Floerte, Gustav, Novellist und Kunstschriftsteller, geb. 4. Aug. 1846 zu Rostock, vertauschte die in Jena begonnenen Rechtsstudien mit dem Studium der Kunstgeschichte, dem er in Berlin und München oblag. Der Studienzeit folgte eine mehrjährige Reisc! nach Italien und die Teilnahme am deutsch-franzö! fischen Krieg 1870/71. Von 1873 bis 1879 lebte er alsi Professor der Kunstgeschichte an der Kunstschule in Weimar, gab aber diese Stellung auf, um vorerst einen lungern Aufenthalt in Italien, namentlich in Florenz, zu nehmen, wonach er sich in Zürich und neuerdings wieder in München niederließ. Er schrieb außer zahlreichen kunstgeschichtlichen Abhandlungen:> >2ie vier Parochialkirchen Rostocks« (Rost. 1871);! »Von unsern Truppen im Felde < (1871); »Schwarze Bilder aus Rom und der Campagna« (zu Bildern^ von Fritz Schulze, Leipz. 1884); »Das Märchen von den sieben Raben« (zu M. v. Schwinds Bildern, Weim. 1874); »Die Insel der Sirenen«, cavresische Dorfgeschichten (Verl. 1879). , ,,, ^^