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Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

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Levy - Lick
i^c^y, 3) Moritz Abraham, Orientalist, geb. 11. März 1«17 zu Altona von jüdischen Eltern/betrat die Laufbahn eines jüdischen Theologen und wirkte seit 1843 als erster Lehrer an der Religionsschule zu Bresmu, wo er 22. Febr. 1872 als Professor starb.
L. hatte schon frühzeitig das Phönikische zum Gegenstand seiner Studien gemacht, als deren Früchte seine- Phönikischen Studien« (Bresl. 1856-70, 4 .hefte) und das Phönikische Wörterbuchs (das. 1864) erschienen. Außerdem ward von ihm das ganze Gebiet der Epigraphik und Münzkunde angebaut, und seine Arbeiten über nabatäische, himjaritische und andre Inschriften, seine ^Geschichte der jüdischen Münzen« (Bresl. 1862) und ähnliche Arbeiten, zum Teil in der Zeitschrift der Deutschen Morgenlündischen Gesellschaft erschienen, zeugen von ebensoviel Einsicht wie gewissenhafter Forschung, üewal, Jules, franz. General, wurde im März
1888 zum Generalinspekteur einer der neuerrichteten Armeeinspektionen erwählt.
bewald, 2) Fanny, Schriftstellerin, starb 5. Aug.
1889 in Dresden.
Lewandowsli, Louis (Lazarus), Komponist auf dem Gebiet der synagogalen Musik, geb. 3. April 1823 zuWreschen, machte seine Studien in Berlin bei Marx und aufder königlichen Akademieunter Rungenhagen, Bach und Grell und wurde 1840 zum Chordirigenten der jüdischen Gemeinde Berlins ernannt, wo er Gelegenheit fand, sein reiches Talent der Bearbeitung der altjüdischen Sangweisen zuzuwenden und neben andern musikalischen Arbeiten seilt >Xo1 limiilli n't'tilll^< und >^oä^ ^v'^imi'clli« sowie 40 Psalmen ;u komponieren. Zum königlichen Musikdirektor ernannt, übernahm er 1866 die Leitung des Chors in der neuen Synagoge und hat sich hier um die Reform des Kultusgesanges verdient geinacht.
»Lewinsli, Eduard von, preusi. General, geb.
22. Febr. 1829 zu Münster in Westfalen als Sohn eines Oberstleutnants a. D., ward im Kadettellhaus zu Wahlstadt und zu Berlin erzogen, trat 1846 in Glogau als Fähnrich in das 6. Infanterieregiment, ward 1848 als Leutnant in die Gardeartilleriebrigade versetzt, 1860 Hauptmann, nahm als Chef der 1. Gardefestungskompanie 1864 am Kriege gegen Dänemark teil und erwarb sich vor Düppel den Orden i^mi' 1e inöiite, war 1866 Adjutant der Artillerie der ersten Armee in Böhmen, ward 1867 Major im Generalstab u. der 12. Division zugeteilt, war 1870 Generalstabsoffizier beim Oberkommando der erstell Armee, im Herbst bei den Schlachten uor Amiens und Rouen stellvertretender Oberquartiermeister derselben, im Januar 1871 Oberquartiermeister der Südarmee und dann der Okkupationsarmee; er erwarb sich im französischen Krieg das Eiserne Kreuz erster Klasse und den Orden iwur Ik ni«iit6 mit Eichenlaub. Im Herbst 1871 zum Chef des Generalstabs des 9. Armeekorps ernannt, ward er 1872 Oberstleutnant und Kommandeur des 24. Artillerieregiments in Schwerin, 1877 Oberst und Kommandeur der 2. Artilleriebrigade in Stettin, 1880 Generalmajor, 1884 Inspekteur der 2. Feldartillerie-Inspektion, 1885 Generalleutnant, 1889 kommandierender General des 6 Armeekorps in Breslau und 1890 General der Artillerie.
^ewis, 3) John Frederick, engl. Maler, geb.
14. Juli 1805 zu London als Sohn des Kupferstechers F r e d e r i ck E h rist ian L. (1779-1856), malte zuerst Tierbilder, bereiste dann Deutschland und Italien und wandte sich nach seiner Rückkehr (1828) hauptsächlich dem Aquarell zu. Seit einer Reise nach Spa- Lick.
nien (1835) malte er vorzugsweise Genrebilder. Sodann begab er sich nach Paris und nach Rom, wo eins seiner besten Bilder, der Ostertag in Rom, entstand. 1840 ging er nach Griechenland und Kon. stantinopel, dann nach Ägypten, wo er zehn Jahre verweilte. Seine Hauptwerke, der Harem (Aquarell), die verdächtige Münze und Straße in Kairo, zeigen ein glänzendes Kolorit und genaues Detailstudium.
Seine Aquarelle verbinden Sicherheit der Behandlung, Schönheit der Farben uud treue Auffassung.
L. war Mitglied der Londoner Kunstakademie und starb 15. Aug. 1876 in London.
^4) Edmonia, amerikan. Bildhauerin, geb. 1843 im Staat New Wrt' als Tochter eines Indianers und einer Negerin, mit denen sie bis zu ihrem zwölften Jahr in den Wäldern lebte, bis beim Anblick einer Statue Franklins ihr künstlerisches Talent erwachte und sie sich ohne Anweisung in der Bildhauerkunst versuchte. Bereits 1865 trat sie in Boston mit einer Büste des Colonel Shaw auf, die großes Aussehen erregte. Nachdem sie im folgenden Jahr die Statue einer freigelassenen Sklavin ausgestellt hatte, ließ sie sich 1867 in Rom nieder. Von ihren hier ausgeführten Werken sind eine sterbende Kleopatra (1876 > in realistischer Behandlung, zwei kleine Gruppen nach ^ongfellows Hil^vl Uwi« und eine Madonna mit dem Kind hervorzuheben. ,, .
Lezoux, d^6) 2460 Einw.
Liancourt, (i^«) 4271 Einw.
Liberale da Veröuu, ital. Maler, geb. 1451 zu Verona, war bis zu seinem 30. Lebensjahr Miniaturmaler und hat als solcher eine große Zahl von Ehorbüchern für den Dom und andre Kirchen in Stena illustriert, die sich teils in der Bibliothek des Doms zu Siena, teils in der Kathedrale zu Chiusi befinden.
Die feinen Malereien sind durch eilt glänzendes Kolorit ausgezeichnet. Dann ging er nach Verona zurück, wo er außer einigen Freskell (Bestattung Christi in der Kirche Saut' Anastasia) eine Reihe von Altartafeln in Öl ausführte. Beglaubigt sind ein toter Christus in der Galerie Torr'igiani in Florenz, eine thronende Madonna zwischen Heiligen von 1489 uud ein heil. Sebastian im Berliner Museum, eilt heil.
Sebastian in der Brera zu Mailand uud eine Anbetung der Könige im Dom zu Verona.
Libri - Earucci della Sommäia (m. knnttsch », Guillaume Brutus Icile Timole'on, Graf, Mathematiker, geb. 2. Jan. 1803 zu Florenz, studierte, in Pisa, ward daselbst Professor der Mathematik und Physik, ging 1830 als politischer Flüchtling nach Frankreich, wo er zum Professor der Analnsis an der Sorbonlle, Oberiuspektordes öffentlichen Unterrichts.
Oberaufseher der Staatsbibliotheken, Redakteur des ^0uiiia1cl66^^vHitt^< x'. ernannt ward. 1847 bedeutender Entwendungen an wertvollen Büchern und Handschriften aus den Bibliotheken angeklagt, entfloh L. nach London, ward abwesend zu zehnjähriger Gefängnisstrafe verurteilt und starb 28. Sept. 1869 bei Fiesole. Sein .Hauptwerk ist: »Hi8wir6 <1e^
8N6I1008 Mktllönmtl'ciueä 6U It^Ü6 <16M18 1^ I'ENÄI^' 8!^nc6 tl68 lettie« ^U8(1U^ 1k tin du XVII. 816(^6«
(Par. 1838-41, 4 Bde.).
Lichtenan, Flecken im bayr. Regierungsbezirk Mittelfranken, Bezirksamt Ansbach, an der Fränkischen Rezat, hat eine evangelische und eine kath. Kirche, eine landwirtschaftliche Fortbildungsschule, ein Zuchthaus für Männer und u««^> 1227 Einw.
Lichtcnffeig, tt»^) 1529 Einw.
"Lick, James, der Gründer der Sternwarte auf dem Mount Hamilton in Kalifornien, geb. 1796