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Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

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Ludwig - Luftschiffahrt
24) L. VI., König von Frankreich. Vgl. noch Luchaire, I^eoderetieg bigtoli^ueZ et äipiomNti siu?8 8ur 1k8 pl6mi6I-68 2.I1I1663 ä6 Ia vie äe I.0N18
1e (-1-08« (Par. 1886); Derselbe, 1.01118 VI, 16 6l08; anv.al68 ä6 83. vie et äe 8011 lessne (das. 1889); Suger, Vie äe I^oui8 1e 6i'08 (hrsg. von Molinier,
das/1887).
30) L. XII., König von Frankreich. Vgl. noch Maulde-La Claviere, Hi8t0ire äe 1^01118 XII (Par. 1890).
.'53) L. XIV., König von Frankreich. Zur Litteratur: (5omte de Eosnac, Souvenir« äu i^tziie äe I.0M8 XIV (Par. 1874-81, 8 Bde.); Hieiiwir^ <luH13.IM18 ä6^0Ul0li68 8ur lere^neciel.onis XIV« (hrsg. von Cosnac und Pontal, das. 1882-89, Bd. 1 - 9).
34) L. XV., König v 0 n Frankreich. Vgl. noch das vom preußenfeindlichen Parteistandpunkt verfaßte Werk des Herzogs von Broglie, ^i-eäeric II <^t I.0M8 XV 1742-44' (Par. 1884, 2Bde.); Vaudal, I.. XV et N1i8al,etk äe Ilu^ie (das. 1882).
37) L. Philipp, König von Frankreich. Vgl. noch Gazeau de Vautibault, 1^68 Orleans au triduu Hl äe 1'bi8t0ir6, Bd. 7 (Par. 1889); Villeneuve, (Üdg.r1e8 X et I^ouis XIX en exil. Mmoireä W6<lit8 (das. 1889).
43) L., Graf von Nassau-Dillenburg. Vgl.
Blök, Oorre^oiiäentie vun eu detrett'eiiäe I^oäe^vijk vg.n Xli88liu (Utrecht 1887).
51) L. I., Philipp Maria Ferdinando :c., König von Portugal, Herzog zu Sachsen, starb ^9. Okt. 1889 in Cascaes bei Lissabon an den Folgen einer Typhuserkrankung, welche 1861 in der königlichen Familie ausgebrochen, und an der seine Brüder, König Pedro V. und die Prinzen Johann und Ferdinand, gestorben waren; der einzige außer L. noch überlebende Bruder August, Herzog von Coimbra, erlag im September 1889 den Nachwirkungen der schrecklichen Krankheit. Ihn: folgte sein ältester Sohn, Karl I. (s. Karl 76, Bd. 17).
5 2) L. Friedrich Christian, Prinzu 0 n Preu ßen, gewöhnlich Louis Ferdinand lo. h. Ferdinand:, Sohn des Prinzen Ferdinand) genannt. Ihm zu Ehren erhielt 1889 das 2. magdeburgische Infanterieregiment Nr. 27 den Namen Infanterieregiment ^rinz Louis Ferdinand von Preußen.
*Ludwig, 5) Maximilian, Schauspieler, geb. 1. Jan. 1847 zu Breslau, war zum Kaufmann bestimmt; aber unwiderstehliche Neigung führte ihn trotz des Widerspruchs seiner Familie zur Bühne. Nachdem er 1864, in Brandenburg debütiert hatte, erhielt er Engagements in Neu-Ruppin, Görlitz, Breslau, dann an den Hoftheatern zu Braunschweig, Dresden und St.
Petersburg, 1872 am Berliner Hoftheater und fand hier mit seinen vier Debütrollen: Carlos, Ferdinand, Romeo und Bruno (»Mutter und Sohn«) eine warme Aufnahme. Zu den besten Rollen Ludwigs, der seit 1874 lebenslänglich in Berlin engagiert ist, gehören now: Egmont/ Fiesco, Tasso, Hamlet und die Qelden der Wildenbruchschen Dramen. ^^ Seine Gattin ist die frühere Schauspielerin Anna Zipser (geb. 20. Aug. 1850 zu Berlin), die mit ihm in St. Petersburg engagiert war.
Lueger Mr. lu-cger), Karl, österreich.Politiker, geb.
23. Okt. 1844 zu Wien, studierte daselbst die Rechte und ward Konzipient, 1874 Advokat daselbst. Seit 1875 Mitglied des Wiener Gemeinderats, spielte er als Demokrat, gegenwärtig als Antisemit eine Rolle und bekämpfte die herrschende Verfassungspartei. Als Vertreter der antyem Mjchen Bewegung wurde er im
fünften Wiener Bezirk 1885 auch in das Abgeordnetenhaus gewählt, wo er sich der deutschnationalen Vereinigung anschloß.
*Luftbrem<e, Vorrichtung zum Mäßigen der Geschwindigkeit fallender Körper (z. B. Steuerungsventile) oder überhaupt solcher Maschinenteile und Mechanismen, welche eine Massenbeschleunigung erleiden (z. B. Regulatoren). Die gewöhnliche Form der L. ist die eines Cylinders mit in ihm beweglichem, dicht anschließendem Kolben. Die Cylinderenden si.'?5 durch einen mittels eines Hahns regulierbaren Kanal verbunden. Der Kolben treibt bei seiner Bewegung stets die eingeschlossene Luft vor sich her und preßt sie durch den Kanal in den hinter ihm befindlichen Raum, wobei der beim Durchgang der Luft durch den Kanal entstehende Widerstand, der um so größer ist, je weniger der Regulierhahn geöffnet ist, hemmend auf den Kolben wirkt.
Luftschiffahrt (meteorologische Beobachtungen). Bei der Erforschung des physikalischen Zw sammenhanges der in der Atmosphäre auftretenden Erscheinungen hat es sich gezeigt, daß die Kenntnis von den Verhältnissen der Temperatur, der Feuchtigkeit und der Bewegung in den obern Luftschichten zur Lösung vieler Probleme nicht entbehrt werden kann. Wenn auch zu diesem Zweck eine Reihe von Beobachtungsstationen auf hohen, isoliert liegenden Berggipfeln eingerichtet sind, von denen hier nur die auf "dem Säntis in der Schweiz in einer Höhe von 2514 in, auf dem Wendelstein in Bayern in einer Höhe von 1700 111 und auf dem Sonnblick auf den Tauern, ca. 3000 m hoch, genannt werden sollen, so können derartige Höhenstationen allein das erforderliche Material nicht liefern, weil die auf ihnen angestellten Beobachtungen zu sehr durch die Oberfläche des Gebirges und die davon abhängigen Luftströmungen beeinflußt werden. Deshalb können die auf Höhenstationen erhaltenen Resultate nicht ohne weiteres als für dieselben Höllen in der freien Atmosphäre gültig angesehen werden. Um von den stören^ den Einflüssen der Umgebung unabhängig zu sein,. hat man auf einer größern Zahl von Ballonfahrten meteorologische Beobachtungen in der freien Atmosphäre angestellt, welche in Verbindung mit den Beobachtungen auf den Höhenstationen mit der Zeit das Material zur Kenntnis von den Eigenschaften der höhern Luftschichten und den meteorologischen Vorgängen in ihnen liefern werden. Wenn auch die Beobachtungen auf den Höhenstationen vor den Ballonbeobachtungen den Vorzug haben, daß sie längere Zeit hintereinander angestellt und durch Registrierapparate regelmäßig verzeichnet werden können, so sind doch die letztern wegen ihrer Unabhängigkeit von! den störenden Einflüssen der Umgebung in Bezug auf die Kenntnis der Vorgänge in den obern Luftschichten nicht zu umgehen. Dazu kommt noch, daß die Höhenstationen wegen der Schwierigkeit, mit welcher ihre Einrichtung und die Anstellung der Beobachtungen verbunden ist, über eine gewisse Höhenlage nicht herausgehen können; die höchste, welche wegen dieser Schwierigkeiten wieder aufgegeben werden mußte, war die auf dem Pike's Peak in Nordamerika in einer Höhe von 4313 m, während die Ballonfahrten bis zu einer bedeutend größern Höhe ausgeführt werden
können.
Die ersten Versuche, Ballonfahrten zu wissenschaftlichen Zwecken zu verwerten, reichen bis in den Anfang dieses Jahrhunderts zurück. Nachdem Gay-Lussac und Biot 1804 den Anfang gemacht und dabei eine Höhe von 21,000 Fuß erreicht hatten, lvur-