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Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

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O'Farill - Okayama
zum Geheimen Oberbergrat. 184? ging er als Berghauptmann und Direktor des schlesischen Oberbergamtes nach Brieg und 1855 als Berghauptmann nach Dortmund. 1864 ward er pensioniert, lebte seitdem auf dem Familiengut Grevenburg und starb daselbst 1. Febr. 1865. Wegen seiner Verdienste um die An läge d^'s zu einem Bad benutzten artesischen Brunnens zu Neusalzwerk bei Nehme wurde dasselbe »Königliches Vad O.< benannt. Er schrieb: »Versuch einer geognostischen Beschreibung von Oberschlesien< (Wen l822); mit v Dechen und La Röcke: ^Geognostische Umrisse der Rheinländer zwischen Basel und Mainz <das. 1825, 2 Bde.); mit v. Dechen: »Über Schienenwege in England« (Berl. 1829).
^O'Fanll, Dom Gonzalo, span. General, geb.
'29. Jan. 1754 zu Havana aus einer daselbst ansässigen irischen Familie, erhielt seine Bildung in Frankreich, trat in spanische Kriegsdienste und nahm an den Belagerungen von Mahon und Gibraltar rühmlichen Anteil. 1798 und 1794 focht er gegen die Franzosen in den westlichen Pyrenäen und drang in dem Feldzug von 1795 bis Perpignan vor. Nach dem Baseler Frieden übertrug ihm Karl I V. die Grenzberichtigung in den Pyrenäen und ernannte ihn 1798 zum Gesandten in Berlin. Unter Ferdinand VII. ward O. 1808 Generaldirektor der Artillerie und Kriegsminister und blieb, als der König nach Banonne ging, a5s Mitglied der unter dem Infanten Don Antonio eingesetzten obersten Regierungsjunta zurück. Unter Joseph Bonaparte übernahm 'er wieder das Kriegsministerium und ward dafür nach Ferdinands Rückkehr als Hochverräter zum Tod verurteilt. So mußte er nach 50jährigen treuen Diensten, während seine Güter konfisziert wnrden, in Paris ein Asyl suchen, wo er 19. Juli 1831 starb. Wichtig für die Geschichte der spanischen Revolution ist die von ihm und seinem Freund Azanza herausgegebene »Uemoliasodi'fi Ic>81i6oli03 huo ju«riüc!gii 8u L0u«iuod9,l,0iiti0aäft«ä^ mar?o 1808 lm^ta upiii »814« (Par. 1815).
Offener Biß, eine Zahnstellung, bei welcher sich beim Versuch zu beißen die Schneidezähne des Ober- und Unterkiefers (teilweise o. V.j oder auch die Backenzähne beider Kiefer, bisweilen bis auf die Weisheitszähne (total o. V.), nicht berühren. Der teilweise offene Biß beruht aus ungleicher Größe der tiefer und hiermit der Zahnbögen. Die Backenzähne treffen nicht in normaler Weise aufeinander, d. h. die Kauhöcker treffen nicht in die entsprechenden Kaugruben, sondern auf die Kauhöcker der gegenüberstehenden Backenzähne, und dadurch erhöht" sich der! Biß in der Gegend der Backenzähne um Millimeter.! Diese Mißbildung hat Sauer geheilt durch Anwen-! düng von Maschinen, welche den zu kleinen oder zu großen Kieferbogen entsprechend regulieren. Sind außerdem die Zähne des Oberkiefers nicht hinreichend weit hervorgebrochen, so kann man sie mittels einer besondern Vorrichtung durch Zug weiter hervorzutreten veranlassen. Den total offenen Biß erklärt Sauer durch Hervortreten der Gelenkköpfe des Unterkiefers aus ihrer Gelenkgrube und Fixierung derselben in dieser Lage durch Form- und Lageveränderung des Zwischengeleukknorpels, und er benutzt zur Heilung einen Apparat, welcher eine Dehnung der Gelenkbänder nach abwärts und vorn bewirkt.
Offiziere. Über Ausbildung der Reserve- und Landwehroffiziere s. Freiwillige (Bd. 17).
'Ohler, Gustav Friedrich", alttestamentlicher Theolog, geb 10. Juni 1812 Zu Eb'ingen, wirkte 1834 bis 1837 als Lehrer an der Baseler Missionsanstalt, 1837-40 als Repetent am Tübinger Stift, seit 1840
als Professor am theologischen Seminar in Schönthal und wurde 1845 als ordentlicher Professor der Theologie nach Breslau, 1852 aber nach Tübingen berufen, wo er Zugleich Ephorus des theologischen Seminars wurde und 19.Febr. 1872starb. Erschrieb: »Prolegomena zur Theologie des Alten Testaments < (Stuttg. 1845); »V6l6N8 1^8tain6iM 86M611U3. ä6 i't'du^ P03s m0lt6inflituri8«(das. 1846); »Die Grundzüge der alttestamentlichen Weisheit« (Tübing. 1854); >über das Verhälmis der alttestamentlichen Prophetie zur heidnischen Mantik« (das. 1861); »Gesammelte Seminarreden« (das. 1872); »Theologie des Alten Testaments« (2. Aufl., Stuttg. 1882) und »Lehrbuch der Symbolik« (hrsg. von Joh. Delitsch, Tübing.
1876). Vgl. Knappt Gust. Friedr. Ö., ein Lebensbild (Tübing. 1876).
"Ohlmüller, Joseph Daniel, Architekt, geb.
10. Jan. 1791 zu Bamberg, besuchte das technische Institut und das Lyceum seiner Vaterstadt und widmete sich dann zu München der Baukunst. 1815 ging er nach Italien, ward 1820 Inspektor des Baues der Glyptothek zu München, später Zivilbauinspektor und 1835Regierungs-undVaurat.(5rstarb22. April 1839 in München. O. baute 1831-39 die gotische Mariahilfkirche in der Münchener Vorstadt Au, 1832 das Nationaldenkmal zu Oberwittclsbach, seit 1833 die Theresienkirche zu Hallbergmoos in italienischem Stil, 1834 die gotische Ottokapelle in Kiefersfelden und vollendete seit 1837 nach Quaglios Tooe die mittelalterliche Burg zu Hohenschwangau. Außerdem sind nach seinen Plänen das Badehaus in Steben, das Salinenamtsgebäude zu Reichenhall und eine Mengr andrer öffentlicher Gebäude in Bayern errichtet. Eim-Sammlung von Grabdenkmälern in griechischem Stil gab er seit 1824 heraus (neue Ausg. 1839).
*Ohmacht, Landolin, Bildhauer, geb. 6. Nov.
1760 zu Dunningen bei Rottweil in Württemberg, erlernte das Schr'einerhandwerk, kam dann Zu dem Bildhauer Melchior in Frankenthal, arbeitete später in Mannheim und Basel und ging 1790 nach Italien.
Nach zwei Jahren zurückgekehrt, war er in Lübeck, Mainz, Frankfurt a. M. ?c. beschäftigt. Seit 1801 in Straßburg ansässig, starb er daselbst 31. Mär> 1834. In allen semen Werken spricht sich ein tüchtiges Studium der Natur und Antike aus. Die her vorragendsten derselben sind: das Monument des Bürgermeisters Nodde in der Domkirche zu Lübeck, Klopstocks Büste in Marmor, das Monument des Generals Desaix auf der Rheininsel bei Stratzburg, Hans .Holbeins und Erwin v. Steinbachs Marmorbüsten, die Monumente Oberlins und Kochs in der Thomaskirche zu Straßburg, Christus zwischen zwei allegorischen weiblichen Figuren in der pro testantischen Pfarrkirche zu Karlsruhe, die kolossale Statue Adolfs von Rassau im Dom zu Speier, die Statuedes Generals Kleberim Münster zu Strahburg.
Ohra, Dorf im Regierungsbezirk Danzig, gehört seit 1887 zum Kreis Danziger Höhe.
*Oita (früher Funai), Hauptstadt der japan.
Provinz Vungo, auf der Insel Kmsiu an der Süd küste einer Bai des innern Meers, hat jetzt nur 700<> Einw ,, war früher eine viel bedeutendere Stadt und Residenz des mächtigen Daimio Owotomo, welcher, nachdem die Portugiesen hier 1543 freundliche Ausnähme gesunden hatten, zuerstzum Christentum über trat und 1585 eine Gesandtschaft nach Rom, Portugal und Spanien abordnete.
'^Otayama, Hauptort eines Ken in der japan.
Provinz Bizen, im südwestlichen Teil der Insel Nip pon, nahe der Mündung des Asahi-Gawa in die tiefe