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Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

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Orzechowski - Osman Digna
,'j'!ti(N6 N0VÄ6« (das. 1740-51,12 Bde.) fortsetzte.
Sein Reisewerk über Sizilien: »8ieula«, gab der jüngere Burmann heraus (Amsterd. 1764). Seine lateinischen Dichtungen erschienen unter dem Namen
gemeinen Wahlen von 1874 unterlag er und zog sich seitdem vom politischen Leben zurück. Seine Redegewandtheit, der geistreiche, oft sarkastische Witz, mit dem er seine Reden würzte, machten O. lange Zeit zu
seines Bruders: .?6tii 6'(). iuli8(x>U8u1ti yo^mata > ! einem der, wenn auch nicht einflußreichsten, so doch / Amsterd. 1740). gefürchtetsten Mitglieder des Hauses der Gemeinen.
*Orzechowsti (lat. Oiioiiovius), Stanislaw, ^Oscherftrauch, f. Oa.inti-s>pi8 (Bd. 17).
,'influßreicher poln. Schriftsteller und Agitator, geb., *Oser, Friedrich, Dichter, geb. 29. Febr. 1820 ^515 zu Przemysl, studierte in Wittenberg, wo er die, zu Basel, studierte daselbst und in Berlin Theologie, Gunst Luthers gewann, verbrachte dann etliche Jahre ! wurde 1843 Pfarrvikar in Diegten (Baselland), 1845 in Italien, namentlich in Rom, und wurde nach sei-! Pfarrer in Waldenourg am Hauenstein, 1867Prediger Rückkehr Kanonikus in seiner Vaterstadt. Ob-! ger an der Strafanstalt Zu Basel und !885 Pfarrer jchon von der Unerschütterlichkeit der katholischen ! zu Benken in Baselland. Er veröffentlichte: ^Kreuz-Kirche überzeugt, trat er doch gegen verschiedene, und Trostlieder« (2. Aufl., Wiesb. 1865); »Lieder-Mßbräuche derselben energisch auf, insbesondere ^^ buch« (Basel 1875); Leben und Streben«, Reimqegen den Cölibat des Klerus, und verheiratete sich ^^ sprüche (Brem. 1877); »Geistliche Triolette« (Bern
1882); »Weihnachtskantate« (Regensburg 1884);
er als Ketzer exkommuniziert wurde. Gleichwohl ünn! »Schweizerische Kunst«, ein Album (Basel 1884); es zwischen ihm und den katholischen Bischöfen wie-! > Neue Lieder« (das. 1885); ^Bruder Adolphus, ein der zur Versöhnung, und O. ward nun bald ihr Rat- Klosteridyll« (das. 1886); »Iugendgeschichten«, in geber und ein Vorkämpfer des Katholizismus gegen Versen (das. 1888); »In bangen Stunden. Lieder die Protestanten. Er starb 1566. O. war als Pole- aus der Stille« (Baden-Baden 1890). Viele seiner miker und Pamphletist ein Talent ersten Ranges. Lieder wurden in Musik gesetzt.
In allen seinen Schriften (Broschüren, Briefe, Dialoge :c. in polnischer und lateinischer Sprache), von denen mehrere, z. B. die »^.pooa^psitj«, zahlreiche Auflagen erlebten, wird nur der eine Gedanke der absoluten Notwendigkeit durchgeführt, die schranken/<)f6 politische Freiheit der Szlachta auf der vollen Unterwerfung des Geistes unter die Autorität der Kirche zu begründen, was schließlich zum Untergang Polens führte. O. schrieb auch »^.imaieu ?olsmw6« (bis 1552), die wiederholt, zuletzt von Dzialynski (Pos. 185^), herausgegeben wurden. Sein Leben schrieb L. Kubala (poln., Lemb. 1860).
^OSborn, Sherard, brit. Rear-Admiral, geb.
^6. April 1822, diente bereits 184! im Kriege gegen Ehina, machte dann mehrere ausgedehnte Seefahrten niit, befehligte bei Austins Eismeerexpedition 18')0 bis 1851 das Dampfboot Pioneer und machte auf demselben Schiff 18.^2-54 Belchers arktische Expedition mit. Von dessen Winterlager im Northumber O'Shaughnessy lspr. o-ichauessi), Arthur, engl.
Gelehrter uno Dichter, geb. 14. März 1846 aus alt' irischer Familie zu London, wo er als Beamter in der naturwissenschaftlichen Abteilung des Britischen Museums 31. Jan. 1881 starb. In seinen Dichtungen s»^ii6l»io c)t'^v0M6ii«, 1871; »1?k6 In^-8 ot'^rgnos«, 1872; »Ziu Litt auct moonli^lit«, 1874, und aus seinem Nachlaß: »8011^8 ot' 3. ^0rk6i'«, 1881) zeigte er sich als einer der begabtesten neuern Poeten Eng lands. Außer Beiträgen Zum »Athenäum« und dem »^.muial xoolo^icni Neoorcl« schrieb er auch die eng liichen Litteraturberichte für die französische Monatsschrift >I^6 I^ivie«. Mit seiner Gattin Eleanor, einer Tochter des Dichters W. Marston, gab er»^oMiiä< (1875) heraus.
-Oshima, Insel, s. Amaml-Oshima (Bd. 17>.
»Osman Digna (vom arab. äikn, der Bart, also nicht Digma), Feldherr des Mahdi, geb. 1836 zu Rouen als Sohn französischer ältern, hieß eigentlich
lanosund fuhr er mit Richards zu Schlitten nördlich George Nisbet und wanderte 1849 mit seinen Eltern
von Cornwallis nach W. und nach Entdeckung der nach Alexandria aus, wo sein Vater bald darauf
und seine Mutter einen mohammedanischen
jic?llcr/zur Melvilleinsel Auf der Rückreise zum Win- Kaufmann O. heiratete. Dieser ließ den jungen
terlager untersuchte er noch die Ostküste von Corn- Nisbet im mohammedanischen Glauben erziehen und
wallis. O. machte darauf den Krimkrieg und seit '' ^^-r^...^ ^^ .<_-... t.^..^.^ ...^ .._ ...^ 5<.
1857 den neuen Feldzug gegen Ehina mit, wobei er 1858 den Jantsekiang bis Hankau hinauffuhr, war 1865-66 Direktor der Great Indian Peninsular.
Eisenbahn und 1867-73 in England Direktor der I'Ole^rapk^ouöti aetion ancMNiM6inii(^ (^om Mu^.
Er wirkte sehr eifrig für neue arktische Forschungs
die Kriegsschule in Kairo besuchen und nannte ihn O. Der ältere O. siedelte dann nach Suakin über und betrieb als Kaufherr und Sklavenhändler ein sehr einträgliches Geschäft, das er bei seinem Tod 1865 seinem Stiefsohn hinterließ. Dieser wurde einer der einflußreichsten Männer in Suakin und schloft sich 1882 der Erhebung Arabi Paschas, seines alten
reisen, wurde 1873 Rear-Admiral und starb 1875. j Freundes und Studiengenossen, an, worauf er von
Außer seinen Berichten in Zeitschriften schrieb er: Oi Lcovsrv ot tks N. W. ?H^9.A6 b^ II. ZI. 8Iii^) suvesti^awr, tüapt. li. 2I<^ <_'1ul6« (Lond. 1856).
^Oöborne c»'pr, ösborn), Ralph Bern al, engl. Politiker, geb. 1811, Sohn von Ralph Bernal, nahm I84!i nach seiner Heirat mit einer Tochter des Baronets Sir Thomas O. den Namen O. an. Er begann seine Laufbahn in der Armee, verließ dieselbe aber bald, um 1841 ins Unterhaus einzutreten, dem er seitdem als eins der bemerkenswertesten Mitglieder der fortgeschrittenern liberalen Partei angehörte.
Ein Amt bekleidete O. nur von i852 bis 18 »8, während welcher Zeit er Sekretär der Admiralität war; seitdem hielt er sich von allen auf eine offizielle Stellung zu nehmenden Rücksichten frei. Bei den all den Scheichs nn östlichen Sudan zum Führer gewählt wurde. Im Dienste des Mahdi betä'mpfte el die englisch-ägyptischen Truppen und verlor in einer Schlacht den Unken Arm. 1887 rückte er von neuem gegen Suakin vor und setzte sich bei Tokar, dann bei Handub fest, von wo er im Herbst 1888 sogar einen Angriff auf Suakin versuchte und es beschoß Auch suchte er die Engländer einzuschüchtern und zur Räumung Suakins zu bewegen, indem er ihnen dic falsche Mitteilung zugehen ließ, Stanley und Emin Pascha seien mit ihren Leuten in die Gewalt des Mahdi gefallen. General Grenfell rückte ihm mit den englisch-ägyptischen Truppen, die er von Ägypten herbeigeführt hatte, entgegen und brachte ihm 20. Dez. eine blutige Niederlag? bei.