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Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

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Schwechten - Schweiß
Gilder unö Melms uno dellt Eskimo Eberbing, dem langjährigen Freund von Kapitän Hall, New Z)ork und» überwinterte an der Westküste der Hudsonbai bei Camp Daly, nördlich vom Chesterfield Inlet. Am l. April 1879 brach die Expedition mit 1^ Eskimo von der Hudsonbai auf, erreichte die Mündung des kroßen Fischflusses und untersuchte dann die West- und Südküste der King William-Insel bis zur Nordspitze, ohne aber die erhofften Schriftstücke Franklins, die längst von den Eskimo zerstört waren, aufzufinden. Am 4. März 1880 traf die Expedition wohlbehalten wieder bei Camp Daly ein und gelangte auf einem Walfischfänger nach New Mrk zurück. Im Sommer 1883 unternahm S. eine Forschungsexpedition nach Alaska, wobei er den Iukonflutz befuhr und aufnahm. 1886 unternahm er auf Kosten der H^evv Voi'k ^im68« eine zweite Expedition nach Alaska, diesmal nach dem Süden und den Mount Elias-Alpen, doch konnte S. den Gipfel des Mount Elias nicht erreichen. Indes vermaß er die Icybai und entdeckte den in dieselbe sich ergießenden Ionesfluh. Er schrieb: Import of u miliwi'.v rtnoutia^-5^11^6 in ^1k8k3,, mlläe in 1883-< (Washil^gt. 1885), »^Vion^ ^.lakk N'» (irekt, liivsr« (New Jork 188,),
v^mur^8 ill tlip ^.t-ctio re^ioii L« (1885), >>^li6 ^Ilil<1i'^n of tiis «01(1« (1886) und zahlreiche Berichte in geographischen Zeitschriften. Vgl. Klutschak, Als Eskimo unter den Eskimo (Wien 1881); W. tz. Gilder, 8^^v8tkii'8 ßk Äls'.ll (Lond. 1882).
^Schwechten,Franz,Architekt, geb. 12.Aug.1841 zu Köln, trat nach bestandenem Abiturientenexamen und erlangter Vorbildung im Zeichnen 1860 als Eleve bei dem damaligen Stadtbaumeister Raschdorff ein, bezog 1861 d^e Bauakademie zu Berlin, wo er besonders bei K. Bötticher, H. Spielberg und F. Adler studierte, und machte 1863 sein Examen als Bauführer. Nachdem er dann eine Zeitlang in den Ateliers von Stüler und M. Gropius gearbeitet, wurde er von 1865 bis 1867 von dem Landbaumeister Pflaume als Leiter mehrerer Bauausführungen beschäftigt. 1867 setzte er seine Studien an der Berliner Bauakademie fort, bestand 1869 die Baumeisterprüfung und studierte dann von Oktober 18»>9 bis Juni 1870 in Italien. Im Juni 1871 übernahm er die Leitung des Prozektionsbüreaus der Berlin-Anlialtischen Eiienbahngesellschaft, in welcher Stellung er bis Februar 1885! thätig war und eine R^ihe von Hochbauten, darunter sein erstes Hauptwerk, das durch große monumentale Wirkung ausgezeichnete Empfangsgebäude in Berlin, und die Bahnhofsgebäude in Dessau und Wittenberg, entworfen und ausgeführt hat. 1880 erhielt er den Auftrag, die Architektur der Fassaden und des Innern für den Neubau der Kriegsakademie in Berlin zu entwerfen, welche von ihm bis 1883 ausgeführt wurde. Von seinen übrigen architektonischen Schöpfungen sind hervorzuheben: die Kreisständehäuser in Wittenberg, Lennep, Berlin, Kolmar i. P., das Konzerthaus in Stettin, das Gymnasium zu Wittenberg, die Gratweilschen Bierhallen in Berlin, das Raiser- und Kriegerdenkmal in Lennep (mit Bildhauer Bärwald) und mehrere Geschäfts- und Wohnhäuser in Berlin. S. ist königlicher Baurat und Senator der königlichen Kunstakademie zu Berlin.
Schweden. Der Staatsminister Baron Vildt, der das Ministerium nur vorläufig übernommen hatte, trat im Oktober 18 9 zurück, und an seiner Stelle übernahm Baron Akerhielm die Leitung des Ministeriums. Emen Sy/'iemnechsel bedeutete diese Ände rung nicht; auch das neue Ministerium war gemäßigt schutzzöllnerisch. Die Wirkung der erhöhten Zölle zeigte sich in der erheblichen Vermehrung der Staatseinnahmen; dieselben betrugen 1889:63 310,426Kro^ nen gegen 58,69 l,150 Kronen im 1.1888. Dennoch lehnte der Reichstag 1890 eine Vermehrung der Aus^ gaben für Vermehrung der Wehrkraft Schwedens ab.
Schwef lbatterien, s. k^^wa (Bd. 17).
^Schweelbrrgbad, Bad, zur Gemeinde Rüschegg im schweizer. Kanton Bern, Bezirk Schwarzenburg, gehörig, 1394 m ü. M., mit Schwefelquelle und
Kurhaus.
Schwefelsäure enthält als Verunreinigungen Stick stoffuerbindungen lsalpetrige Säure, zuweilen Salpetersäure). Diese erkennt man durch die Bildung einer braunen Schicht um einen in die Säure ge worfenen Kristall von Eisenvitriol, die kleinsten Spuren durch eine Lösung von Diphenylamin in S., welche sich bei Gegenwart von Stickstoffsäuren pracht' voll blau färbt. Die Menge der salpetrigen Säure bestimmt man durch Titrieren mit üoermangansau rem Kali bei 30-40". Die Gesamtmenge der Stick stoffverdindungen, also einschließlich etwa vorhandener Salpetersäure, ermittelt man mit Langes Nitrometer, in welchem die Säure mit Quecksilver geschüttelt und das entbundene Stickstoffgas in einer graduierten Röhre gemessen wird. Schweflige Säure wird in der S. am besten durch den Geruch nachge wiesen, da die sonstigen Nachwelsungsmethoden hier im Stiche lassen. Eine quantitative Bestimmung kann durch Titrieren mit Jodlösung vorgenommen wer den. Chlor und Salzsäure kommen sehr selten vor, können übrigens durch Silbernitrat leicht nachgewie sen und bestimmt werden. Selen färbt die S. meist rötlich, ist es als selenige Säure zugegen, so fällt man es durch schweflige Säure. Fixe Bestandteile findet man durch Verdampfen der S. in einer Platinschale.
Blei scheidet sich beim Verdünnen der S. mit Wasser als Sulfat ab und wird durch Schwefelwasserstoss schwarz gefällt. Zur quantitativen Bestimmung des Bleies mischt man die verdünnte Säure mit min bestens dem gleichen Volumen Alkohol und filtriert dann das Sulfat ab. Zur Nachweijung von Eisen kocht man eine Probe S. mit emem Tropfen Salpetersäure, läßt erkalten und fügt Rhodankalium hinzu. Rote Färbung zeigt Eisen an. Zur quantitativen Bestimmung reduziert man das Eisenoxyd durch Zink und titriert mit übermangansaurem Kali.
Arsen erkennt man nach dem Verdünnen, Absitzen und Filtrieren (zur Abscheidung des Bleies) durch Einleiten von Schwefelwasserstoff. Der gelbe Niederschlag von Schwefelarsen wird nach dem Aus waschen mit Königswasser oxydiert, worauf man die Ar^enjäure als arsensaure Ammoniakmagnesia fällt, um das Arsen quantitativ zu bestimmen. Man kann auch die S. verdünnen, mit Zink versetzen und das entweichende Gas auf mit verdünnter Silbernitratlösung befeuchtetes Filtrierpapier wirken lassen. Bei Gegenwart von Arien färbt sich das Papier schwarz.
"Schmeicheln, Dorf im preuß. Regierungsbezirk Minden, Kreis Herford, hat eme Privatirrenanstalt und (I8<>) 686 Einw.
Schweiß. Die Absonderung von S. kann krankhaft vermehrt sein (s. Hyperhidro j i s, Bd. 17). Auch inder Retonvaleszen;oollschlverenfieberhaften Krankheiten sind reichliche Schweiße eine oft beobachtete Er scheinung. Bekannt sind die kritischen Schweiße, welche die Besserung eines Krankheitszustandes mit sehr raschem Fieöeraofall, so insbesondere bei Wechselfieber und Lungenentzündung, ankündigen. Ein