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Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

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Sobral - Sojoten
^Sabral (früher Ianuana), Stadt in der Provinz Cearä (Brasilien), am linken Ufer des Aracaty undnaheder Mündung des Iaibara, hat Vranntweinl^rennerei, Zuckersiederei, Gerberei, Lichte;ieherei und <i888) 10,500 Einw. Eine 125 wn lange Eisenbahn verbindet es mit der Hafenstadt Eamossin.
Soda (Untersuchung). Die kalcinierte S. des Leblanc-Prozesses enthält stets Ätznatron, schwefelsaures Natron, Chlornatrium, Spuren von Kieselsäure, Thonerde, Eisen, meist auch von Schwefelnatrium u. schwefligsaurem Natron, dann in Wasser unlösliche Substanzen, wie kohlensauren Kalk, Sand :c.
Ammoniaksoda ist stets frei von Ätznatron, sie enthält eher kleine Mengen von Bicarbonat, Spuren von unlöslichen Substanzen und Eisen, als wesentlichste Verunreinigung Kochsalz. Zur Bestimmung des unlöslichen Rückstandes löst man S. in Wasser, filtriert, wäscht den Rückstand aus, trocknetund glüht.
Selbst ordinäre S. sollte nicht über 1,5 Proz. davon enthalten, hochgradige S. viel weniger. An Ätznatron enthält gute kalcinierte S. höchstens 1 Proz.
Man lost die S. in Wasser, setzt Chlorbaryum im Überschuß zu und titriert ohne zu filtrieren mit Oxalsäure, welche den kohlensauren Baryt nicht sogleich angreift; als Indikator benutzt man Phenolphthalein.
Man kann auch nach Zusatz von Chlorbaryum mit l,eißemWasserauf^00ccmauffüllen,im verschlossenen Kolben absetzen, aber nicht erkalten lassen und 100 c^m der klaren Lösung zum Titrieren herausnehmen.
Schwefelnatrium findet sich in guter S. meist unter <>,0i Pro Z. Man bestimmt es durch Titrieren von etwa5 ^S. mit Silberlösung. Zur Bestimmung von schwef sollte zum Lagern desselben ein verschließbarer, durch einen hohen Schornstein ventilierbarer Raum benutzt werden. Die größten Schwierigkeiten bereitet die Kondensation der Salzsäure, deren Dämpfe die Um.-gebung in höchstem Grad belästigen und die Vegc. tation zerstören. Die englische ^.IKM net. mit Zusatz von 1874 fordert, daß 1 (^>m der durch den Schornstein entweichenden Gase nicht mehr als0,454 ^^ Chlor Wasserstoff enthalte; thatsächlich aber enthalten die! Gase nur etwa die Hälfte dieser Säuremenge. In! Deutschland existiert eine derartige Bestimm^ttsi nicht, die Fabriken sind hier kleiner und liegen im allgemeinen sehr zerstreut. Bei der Darstellung der Rohsoda kommt hygienisch das Pulverisieren de^ Kalks, der Kohle und der kalcinierten S. in Betracht, und es ist notwendig, die üblichen Schutzmaßregeln anzuwenden. Die Arbeit am Ofen geschieht meist in luftigen, zugigen Räumen und führt oft Rheuma^ tismus und Erkältungen herbei. Die Sodarückständo wurden früher für die Umgebung sehr lästig, werden jetzt aber meist verarbeitet, um den in ihnen enthaltenen Schwefel zu gewinnen. Hierbei ist das Auftreten von Schwefelwasserstoff nicht immer zu vermeiden, und die Arbeiter leiden infolgedessen häusig an Augenentzündungen. Sie müssen in diesem Fall der fernern Einwirkung des Gases entzogen werden.
Das Ammoniaksodaverfahren ist in hygienischer Hin sicht viel günstiger zu beurteilen als der Leblanc-Prozeß. Es kommen fast nur die Abwässer in Betracht, welche Chlorcalcium enthalten. Bei der Ableitung derselben in die Flüsse ist die Grenze zu beachten, welche nicht überschritten werden darf, ohne dil'
ligsaurem Natron säuert man mit Essigsäure an, setzt! Fische, technische oder ökonomische Zwecke, Zu denen Stärkelösung zu und titriert schnell mit Jodlösung ^^ das Flußwasserbenutztwerdensoll, zubeeinträchtigen. bis zur Bläuung. Gut kalcinierte S. enthält nicht! ^^ Sodcnthal, Kurort, zum Dorf Soden im bannüber 0,i Proz. oxydierbare Schwefelverbindungen., schen Regierungsbezirk Unterfranken, Bezirksamt Schwefelsaures Natron wird in der mit Salzsäure Obernburg, gehörig, hat zwei Solquellen, die zum übersättigten Sodalösung durch Chlorbaryum be- Trinken und Baden Verwendung finden, stimmt, ebenso EHIornatrium in der mit Salpeter- i *Sodomsäpfel, ^^ ^jotzi-opig (Bd. 17). säure übersättigten Lösung mit Silbernitrat. Zur! *Sofiist, Bezirksstadt im russisch - sibir. Küsten-Bestimmung des Eisens löst man 5 ^^ S. in eisen-! gebiet, am rechten Ufer des Amur und am Fuß des
freier Schwefelsäure, reduziert das Eisenoxyd durch Erwärmen mit reinem Zink und titriert die Lösung mit übermangansaurem Kali. Spuren von Eisen erkennt man mit Rhodankalium in der Lösung von S. in Schwefelsäure nach Zusatz eines Tropfens Salpetersäure. Die besten Qualitäten S. enthalten so
für einen erloschenen Vulkan gehaltenen Dschaj, mit (1552) 1377 Einw.
-Sohm, Rudolf, Rechtslehrer, geb. 29. Okt.
1841 zu Rostock, studierte daselbst, in Berlin, Heidelberg und München, habilitierte sich 1866 in Göttingen, ward 1870 zum außerordentlichen Professor daselbst
! Nit wie gar kein Eisen. Kristallsoda gibt durch ihr ! und noch in demselben Jahr zum ordentlichen Pro^ Äußeres hinreichende Garantie ihrer Reinheit; man '' fessor in Freiburg ernannt, 1872 nach Straßburg prüft sie :vie die kalcinierte, ebenso Ätznatron, bei! und von da 1887 als Professor für deutsches Recht
welchem kohlensaures Natron als Verunreinigung gilt. Man stipuliert oft ein Maximum desselben l1,5-" Proz.). Man bestimmt die Kohlensäure durch Austreiben derselben und Auffangen in gewogenen Natronkalkröhren. Zur Bestimmung des Gehalts der S. an kohlensaurem Natron (mit Ätznatron.
Schwefelnatrium, kieselsaurem Natron und Natriumaluminat) titriert man mit Schwefelsäure oder Salziäure und benutzt als Indikator Methylorange (auf
an die Universität Leipzig berufen. Unter seinen Schriften sind besonders zu nennen: »Die Lehre von 8ud-Innung« sRostock1864); »Der Prozeß derl^6x8a1i(n< (Weim. 1867, auch in das Französische übersetzt); »Fränkische Reichs- und Gerichtsverfassung« (Bd. 1, das. 1871); »Das Verhältnis von Staat und Kirche aus dem Begriff von Staat und Kirche entwickelt (Tübing. 1873); »Das Recht der Eheschließung« (Weim. 1875); »Trauung und Verlobung, eine Ent ivelches weder Kohlensäure noch Schwefelwasserstoff l gegnung auf Friedbergs, Verlobung und Trauung^ störend wirken). ! (das. 1876); »Institutionen des römischen Rechts^
Hygienisches. Bei der Darstellung des Sulfats > (Leipz. 1883, 4. Aufl. 1889); »Kirchengeschichte im
aus Kochsalz und Schwefelsäure werden die Arbeiter und die Umgebung durch saure Dämpfe belästigt.
Die betreffenden Gebäude müssen deshalb hoch und luftig sein, und über den Arbeitsthüren müssen Gassänge angebracht werden, welche die Gase in einen saugenden Schornstein führen. Zum Abkühlen des fertigen Sulfats ist ein mit dem Feuerkanal in Verdmd'uni? stehender Oe Mter erforderlich, und ebenso
Grundriß« (5. Aufl. 1890); »Die obligatorische Zivilehe und ihre Aufhebung; ein Gutachten« (Weim.
1880). Endlich ist seine Bearbeitung der »I.6X Ni> pnarik« in den »H1omiw6ntlr (?6i'lliHMÄ6 lu Ltorica« (Hannov. 1883) hervorzuheben.
^Sojotcn, zu den Samojeden gehöriger, jetzt vollständig tatarisierter Volksstamm zwischen dem Sajanischen Gebirge und dem Altai und Changai und