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Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

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Wertheimer - Wikner
uus Südftautrelch <, daj. 1878), Durch Nordafrika und Spanien^ (2. Ausg., das. 1888) hervorgingen, fanden mit Recht Teilnahme und Beifall.
Werthrimer, Joseph, Ritter von, jüd. Philanthrop, geb. 15). März 1800 zn Wien, widmete sich dem >taufmannsstand, unternahm 1824 - 28 Reisen in Deutschland, Frankreich, Italien und England, beobachtete hier die I>.tdM8-8clls)oi6 (Kleinkinderschu: len), für welche er dann durch Schrift und That Pro paganda in Österreich machte, bis er 1866 die erste Kinderbewahranstalt in Wien erstehen sah. Als Vorstand der Wiener israelitischen Gemeinde (1835-67), zuletzt als Präsident derselben, machte er sich in hervorragender Weise für die Emanzipation seiner Glaubensgenossen verdient und entwickelte daneben eine erfolgreiche Thätigkeit durch Begründung gemeinnütziger Anstalten (Verein zur Befö'rderung des Handwerks unter den Israeliten, israelitische Kinderbewahranstalt 2c.). Durch Verleihung des Ordens der Eisernen Krone in den Adelstand erhoben, starb er 16. März 1887 in Wien. W. gab 185)4 - 64 das Jahrbuch für Israeliten« heraus und schrieb: »Die Juden in Österreich (Leipz. 1842); »Die Stellung der Juden in Österreich (Wien1853j; »Die Emanzipation unsrer Glaubensgenossen« (das. 1882); »Indiiche Lehre und jüdisches Leben« (2. Aufl., das. 1883) u. a.
^Weftcott, Brooke Foß, engl. Theolog, geb. 12. Jan. 1825 bei Birmingham, studierte in Cambridge und wurde 1849Fellow vom Triiuly College daselbst.
Seit 1869 Kanonikus an der Kathedrale von Peterborough, seit 1870 Professor der Theologie an der Universität Cambridge, seit 1883 Kanonikus an der Westminsterabtei, hat er sich besonders um Revision oes autorisierten Textes der englischen Bidel verdient gemacht. Nnter seinen zahlreichen Schriften sind zu nennen: >Nl6m<3nt8 ot <3<^^6i liarmon)« (1851); Iligwry ot tlls Galion ot tds ^e^v ^68tnmem (1855, 6.Aufl. 1889); »Olmi-aedsli Lti^» of^^(^"8l)6l mirg^leg« (1859); »1nt,r<xlncU0u to tlie srml^ ot llie ^l)8p6l8« (1860, 7.Aufl.1888); »11i6 Zidw and tlis ^inltell (1864); 1li6 0<)8i»6i of tke i'L^m'lectis M< 1866); »Ni8wl^ 0ftl^Ln^1l8ll Lidi6'< (1869»; >»^li6 ^Iil-i8tiali lit's manitoiä anä 0H6« (1869); "1?Iio isli^i,M8 ofties ok tli6 uuiv6l8lN68« (1873); »^Ii6 ^pi8l1^8 ol8t. ^olin. (2. Aufl. 1886).
Weflphal, 3)Karl, Mediziner, starb27.Jan. 1890m einer Privatheilanstalt zu Konstanz.
^Wetherell,Elisabeth,Pseud.,s.Warner(Vd.17).
Metteranzeiger, f. Bergbau (Bd. 17, S. 115).
"Whyte-Melville (sps. üeit-meüwill., George John, engl. 3iovellist, geb. 1821 bei St. Andrews in der schottischen Grafschaft Fife als Sohn eines Majors, trat 1839 ins Heer, wurde 1816 Hauptmann in der Garde, nahm 1849 seine Entlassung, diente aber wäh rend des Krimkriegs wieder im türkischen Kontingent bis zum Friedensschluß 1856. Er starb 5. Dez. 1878 durch einen Sturz vom Pferd. Seine zahlreichen Romane, von denen der erste: Oa, ptaili Oi Fl»^ 6rant«, 1853 erschien, gehören, obschon sie nicht frei von Sensation sind, immerhin zu der bessern Untcrhalningslitteratur; einzelne, wie die historischen Romane »'1'1i6 <31k(1ial0t'3« (1863) und »ä^rcdLllou« (1871), dürfen einen dauernden Platz beanspruchen.
Außer einer Übersetzung von Horaz' Oden :c. (1850) veröffentlichte W. auch einen Band »Luu^s 3>u<1 V6!'3e8- (1872).
terin. starb 23. I^n. 1890 in Gries bei Bozen.
"Widenmann, Wilhelm von, Forstmann, geb. 18. Okt. 17v8 zu Kalw, besuchte die Iägerschule in Stutt gart, studierte 1k^0 unter Hunoe^hagen ^orstwissenscha?t zu Tübingen, wurde daselbst 18^2 Privatdozent der Forstwissenschaft, verwaltete 1823-27 und dann, 1825 zum Professor ernannt, seit 1836 das Revier Bebenhausen und starb 14. Juli 1844. Er schrieb: SystemderForstwissenschaft<(Tübing.1824);»Zweck
und Begriff der Forstwirtschaft (das. 1826); »Ge'chichtliche Einleitung in die Forstwissenschaft« (das.
1837). Er.übersetzte auch das Werk von Marecru öe Jonnes: »Über den Einfluß, welchen die Ausrottung der Wälder auf die physischen Verhältnisse der Län der äußert- (1828) und gab heraus: »litterarische Berichte für Forstmänner« (1832) und »Forstliche Blätter für Württemberg« (1828-42).
"Wieie, 2) Mar, Bildhauer, geb. 1. Aug. 1846 zu Danzig, studierte seit 1864 auf der Kunstakademie zu Berlin und bildete sich dann in den Ateliers von I.
Franz, A. Wolfs und N. Siemering weiter. Nachdem er den deutsch-französischen Krieg mitgemacht, wo er in der Schlacht bei Gravelotte schwer verwundet wurde, begründete er 1872 ein Atelier in Berlin und unternahm I874eineStudienreise nach Italien. Er machte sich zuerst durch zierliche Statuetten (Page und Edelfrä'ulein), Porträtfiguren (Felomarschä'lle Herwarth v. Bittenfeld, Manteuffel und Steinmetz), Arbeiten für die Kunstindustrie (Tafelaufsätze) und dekorative Schöpfungen (Fontänengruppen) bekannt, zeigte aber auch leine Begabung für die monumentale Plastik in dem Schtnkeloentmal für Neuruppin (1883), in den Htolossalbüsten des Prinzen Heinrich von Preußen und des Generals de la Motte-Fouque für die Feld' Herren halle des Berliner Zeughauses und in den Eckgruppen für den Hauptbahnhof in Frankfurt a. M.
(1888). Nachdem er 1883-84 als Lehrer am Kunstgewerbemuseum zu Berlin thätig gewesen, wurde er 1884 als Professor an die königliche Zeichenakademie zu Hanau berufen, zu deren Direktor er 1886 ernannt wurde. In der Konkurrenz um ein Denkmal der Brüder Grimm daselbst erhielt er den ersten Preis, aber nicht die Ausführung. Dagegen wurde ihm die Ausführung des Kaiser Wilhelm-Henkmals für Oppeln auf Grund der Konkurrenz übertragen.
W., der auch zahlreiche Porträtbüsten geschaffen hat, besitzt die kleine goldene Medaille der Berliner Kunst«
ausstellung.
*Wicsingrr, Johann Tobias August, protest.
Theolog, geb. 7. Aug. 1818 zu Artelshofen in MW telfranken, studierte in Erlangen und Berlin, wurde 1841 Repetent, später Privatdozent der Theologie zu Erlangen, Pfarrer 1848in Untermagerbein bei Nördlingen, 1859 zu Baireuth und folgte 1860 einem Rus als ordentlicher Professor der Theologie und Univer^ sitätsprediger nach Göttingen, woselbst er 1865 Konsistorialrat wurde. Im Olshausenschen Kommentar zum Neuen Testament verfaßte er die Erklärung zu dem Philipper- und den Pastoralbriefen (Kö'nigsb.
1850), zum Brief Jacobus' (das. 1854), zum ersten Petrusbrief (das. 1856), zum zweiten Petrusbrief und Brief Judä (das. 186^).
*Witncr, Karl Pontus, schwed. Philosoph, geb.
19. Mai 1837 zu Ryr (Dalsland), studierte seit 1v56 in Upsala, ward 1863 Dozent der Philosophie, 1873 Lektor an der Kathedralschule zu Upsala und wurde 1884 zum Proiessor der Philosophie nach Christiania berufen. Er schrieb: »I_Iiui6ldö^nin^I.s oin kiiliet ocd ncknsssiliä<> (1863); -Xuitur oek KI080H« (1869);
»llml6I80klIMFN.r g.l!Fä,6ll<i6 (Isu WiN6rig.Ii8tj8k5
v6l I(1i<ä8k3<<lnillF6U« (1870);»0i)j,83.t«6l' i rs!i^iö8c^ ämiieu^ (1871); »1ie1lFi08a m6<litHt.i(mol ook Kile ärux« (1873-75, 3 Bde.) u. a. > ^^ ^M^Z^