Schnellsuche:
Info: Zur Zeit wird der Volltextindex aktualisiert. Sie erhalten daher bei Suchen nicht die volle Anzahl an Treffern. Die Aktualisierung dauert typischerweise wenige Minuten.

Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

Schlagworte auf dieser Seite: Dana; Dänemark

177

Dana - Dänemark.

suchen an der ostafrikanischen Küste die Häfen Sansibar, Dar es Salam und Mosambik. Die übrigen in Betracht kommenden Küstenplätze Ostafrikas werden durch zwei Zweiglinien mit je einem kleinern Dampfer bedient. Die nördliche Zweiglinie, alle 14 Tage ein Dampfer, geht von Sansibar nach Lamu über Bagamoyo, Saadani, Pangani, Tanga, Pemba und Mombassa; die südliche Zweiglinie mit vierwöchentlichen Fahrten geht von Sansibar über Kilwa, Lindi, Ibo, Quelimane und Chiloane, jedoch hat der Reichskanzler das Recht, jederzeit das Anlaufen von andern und noch weitern Häfen anzuordnen. Der Dienst auf der deutschen Ostafrikalinie hat 23. Juli 1890 begonnen.

Den Dampferbestand der Welt zeigt die folgende Tabelle, welche »Lloyd's Universal Register of British and foreign shipping« entnommen ist, aber nur solche Schiffe nachweist, welche mindestens 100 britische Registertonnen enthalten.

1887 1889

Schiffe Tonnengehalt Schiffe Tonnengehalt

Großbritannien: Vereinigtes Königr. 4979 6468936 5574 7774644

Kolonien 736 394579 829 461210

Zusammen: 5715 6863515 6403 8235854

Frankreich 481 731732 526 809598

Deutschland 601 659660 741 928911

Vereinigte Staaten von Nordamerika 398 505977 416 517394

Spanien 380 388074 389 414817

Italien 192 265513 212 300625

Niederlande 150 186044 162 217022

Schweden 429 160752 471 181781

Norwegen 297 159992 395 246669

Österreich-Ungarn 127 152478 130 151166

Rußland 227 145461 236 156070

Dänemark 191 133287 217 159072

Belgien 85 114335 77 106467

Japan 122 98383 165 138431

Griechenland 82 67885 92 83839

Brasilien 112 60882 121 67707

Türkei 85 59950 94 71607

China 29 39123 34 44558

Portugal 30 28469 43 44701

Chile 30 27961 29 30934

Argentinien 44 19026 56 21245

Hawai 14 10530 17 13838

Peru 6 6921 2 2188

Uruguay 13 5814 20 9111

Sansibar 6 4723 6 4723

Haïti 9 3515 8 3401

Mexiko 10 3399 16 7733

Costa Rica 3 2511 2 528

Siam 4 1453 3 644

Venezuela 5 1228 6 2635

Sarawak 4 1204 6 2269

Persien 1 838 1 838

Rumänien 3 529 3 529

Ecuador, Marokko und Ägypten 5 6989 9 8467

Insgesamt: 9890 10918153 11108 12985372

Die vorstehende Tabelle zeigt einen bedeutenden Aufschwung der Schiffsbauindustrie und des Schiffsbestandes der Welt. Im J. 1886 betrug der Zuwachs des Tonnengehalts aller Dampfer 240,602, im J. 1887: 386,310, im J. 1889 gar 1,433,271 Ton. An dem Dampferzuwachs ist in erster Linie Großbritannien beteiligt (489), dann Deutschland (101), Frankreich (36), die Vereinigten Staaten, Spanien, Italien, die Niederlande, Schweden und Norwegen; Österreich-Ungarn, welches nach wie vor die zehnte Stelle einnimmt, ist zurückgegangen. Im Dampferbestand wie im Tonnengehalt ist Deutschland an die zweite Stelle gerückt und hat Frankreich überflügelt. Die zum Dampferbau verwendeten Materialien waren:

Materialien 1887 1889

Schiffe Tonnengehalt Schiffe Tonnengehalt

Eisen 7833 8771919 7719 8495920

Stahl 1094 1746467 2343 4086555

Zusammensetzungen 128 39506 144 42750

Holz 835 360261 902 360147

Zusammen: 9890 10918153 11108 12985372

Man ersieht hieraus die fortschreitende Verwendung von Stahl gegenüber dem Eisen, was durch die Anzahl der Stahldampfer bestätigt wird. Sie betrug

^[Liste]

Jahr: 1885 1886 1887 1888 1889

Stück 633 770 1094 1522 2343.

Im J. 1889 sind 200 Dampfer infolge von Unglücksfällen, Dienstunbrauchbarkeit etc. verloren gegangen gegen 295 im J. 1888; leider hat sich die Statistik noch nicht mit der Feststellung der Ursachen beschäftigt. Der Verlust im J. 1889 verteilt sich auf die bedeutendern Verkehrsländer wie folgt:

^[Liste]

Großbritannien 129 Dampfer

Vereinigte Staaten von Nordamerika 33

Deutschland 17

Frankreich 8

Norwegen 5

Italien 5

Schweden 3

Zusammen: 200 Dampfer.

Dana, 3) Richard Henry, der jüngere, nordamerikan. Schriftsteller. Vgl. C. F. Adams, Life of Rich. Henry D. jun. (Boston 1890, 2 Bde.).

Dänemark. Die Volkszählung vom 1. Febr. 1890 ergab eine Bevölkerung für das eigentliche D. von 2,172,205 Seelen oder 56,69 pro Quadratkilometer. Außerdem hatten die Faröer 12,954 Einw., während keine neuen Resultate für Island, Grönland und die dänisch-westindischen Kolonien vorliegen. Die folgenden Daten betreffen nur das eigentliche D. Dieses hat 69 Städte, von welchen die Hauptstadt Kopenhagen mit 312,387 Einw. am volkreichsten ist; außerdem haben mehr als 10,000 Einw.: Aarhus (33,308), Odense (30,277), Aalborg (19,503), Horsens (17,290), Randers (16,617), Helsingör (11,082), Fredericia (10,044). Wenn man aber bei Kopenhagen die Nachbargemeinden mitrechnet, welche wohl administrativ gesondert, aber faktisch in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht als Teile der Hauptstadt zu betrachten sind, so steigt die Einwohnerzahl Kopenhagens auf 375,251. Unter dieser Voraussetzung beträgt die ganze städtische Bevölkerung Dänemarks 737,709, die Landbevölkerung 1,434,496 Seelen. Der jährliche Zuwachs der Bevölkerung machte im Zeitraum 1880-89 durchschnittlich 0,99 Proz. aus, dagegen in den Perioden 1840-60 und 1860-80: 1,11, resp. 1,02 Proz. jährlich. Dieser relative Rückgang hängt mit der Auswanderung zusammen. Der Überschuß der Gebornen betrug in den Jahren 1880-89 insgesamt 276,387 Köpfe, zur selben Zeit wanderten aber 73,221 Personen mehr aus als ein. Wie groß die absolute Auswanderung gewesen ist, läßt sich nicht angeben, schon die überseeische Auswanderung zählte aber 76,980 Auswanderer im Zeitraum 1880-89. Wenn also auch der jährliche Zuwachs geringer als früher war, so trifft dies doch allein die Landbevölkerung, während die städtische Bevölkerung in stetem Zuwachs begriffen war. Der jährliche Zuwachs in Kopenhagen