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Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

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Gustav - Hahn.

1888); »Die Meteorologie ihrem neuesten Standpunkt gemäß dargestellt« (Münch. 1889); »Geographie für bayrische Mittelschulen« (mit Götz, Bamb. 1890); »Martin Behaim« (das. 1890); »Handbuch der mathematischen Geographie« (Stuttg. 1890).

Gustav, 3) G. III., König von Schweden. Vgl. Nils Åkeson, Gustaf III förhållande till franska revolutionen (Lund 1887).

4) G. IV. Adolf, König von Schweden. Vgl. Brißman, Sveriges inre styrelse under Gustaf IV Adolfs förmyndarregering (Lund 1888).

Gutschmid, Alfred, Freiherr von, Geschichtsforscher. Seine sehr wertvollen »Kleinen Schriften« gab F. Rühl heraus (Leipz. 1889-90, Bd. 1 u. 2).

Guyot (spr. ghijo), Yves, franz. Politiker, geb. 6. Sept. 1843 zu Dinan, wurde Journalist in Paris und Redakteur des »Bien Public« und verteidigte unter dem Kaiserreich radikale und freihändlerische Anschauungen. In der Zeit der Republik war er Mitarbeiter an der »Lanterne« und vertrat als Mitglied des Pariser Gemeinderats (bis 1884) sehr weitgehende Forderungen in Bezug auf kommunale Selbständigkeit und soziale Reformen. 1885 in Paris zum Deputierten gewählt, schloß er sich der äußersten Linken in der Kammer an und wurde im Februar 1889 im Ministerium Tirard Minister der öffentlichen Arbeiten; dies Portefeuille behielt er auch 1890 im Ministerium Freycinet. Er schrieb außer zahlreichen kleinern Schriften und einigen Romanen: »Études sur les doctrines sociales du christianisme« (2. Aufl. 1881); »Études de physiologie sociale« (1882-85, 3 Bde.); »La Morale« (1883); »Lettres sur la politique coloniale« (1885); »La science économique« (2. Aufl. 1887); »L'impôt sur le revenue« (1887) u. a.

Gymnasialverein, s. höhere Lehranstalten.

Gymnasium, s. höhere Lehranstalten.

H.

Habelmann, Paul, Kupferstecher, starb 20. März 1890 in Berlin.

Haberlandt, Gottlieb, Botaniker, Sohn des Agrikulturchemikers Friedrich H., geb. 28. Nov. 1854 zu Ungarisch-Altenburg, studierte in Wien und Tübingen Botanik, habilitierte sich 1878 als Privatdozent an der Universität Wien, wurde 1880 suppl. Professor der Botanik an der technischen Hochschule zu Graz, 1884 außerordentlicher und 1888 ordentlicher Professor an der dortigen Universität und Direktor des botanischen Gartens. H. gehört zu den hervorragendsten Vertretern der Schwendenerschen Richtung und hat auch die Physiologie und Biologie der Pflanzen durch viele Arbeiten gefördert. Er schrieb: »Die Schutzeinrichtungen in der Entwickelung der Keimpflanze« (Wien 1877); »Entwickelungsgeschichte des mechanischen Gewebesystems der Pflanzen« (Leipz. 1879); »Vergleichende Anatomie des assimilatorischen Gewebesystems der Pflanzen« (in Pringsheims »Jahrbüchern für wissenschaftliche Botanik«, Bd. 13, 1881); »Die physiologischen Leistungen der Pflanzengewebe« (in Schenks »Handbuch der Botanik«, Bd. 1, Bresl. 1882); »Physiologische Pflanzenanatomie« (Leipz. 1884); »Beiträge zur Anatomie und Physiologie der Laubmoose« (in Pringsheims Jahrbüchern, Bd. 17, 1886); »Über die Beziehungen zwischen Funktion und Lage des Zellkerns bei den Pflanzen« (Jena 1887); »Das reizleitende Gewebesystem der Sinnpflanze« (Leipz. 1890).

Habietinek, Karl, österreich. Staatsmann, geb. 2, März 1830 zu Prag als Sohn eines Schullehrers, studierte daselbst und wurde 1855 Doktor der Rechte, war dann Präfekt am Theresianum in Wien, später Advokat und Professor des Zivilprozesses und des Handelsrechts an der Prager, 1868 an der Wiener Universität. 1871 fungierte er als Justizminister im Kabinett Hohenwart, 1879 wurde er von Graf Taaffe in das Herrenhaus berufen, 1881 zum Vizepräsidenten des Reichsgerichts und später zum Senatspräsidenten des obersten Gerichtshofs ernannt.

Hadik, Andreas, Reichsgraf H. von Futak, österreich. Feldmarschall. Ihm zu Ehren erhielt 1888 das österreich. Husarenregiment Nr. 3 seinen Namen.

Hadrianus, Publius Älius, röm. Kaiser. Vgl. Plew, Quellenuntersuchungen zur Geschichte des Kaisers H. (Straßb. 1890).

Hafeninspektion, s. Revisionssysteme.

Hagenbeck, Karl, Tierhändler. Seine Lebensgeschichte schrieb H. Leutemann (Leipz. 1887).

Hahn. Um bei Badeeinrichtungen die Temperatur des Wassers beliebig regulieren zu können, wendet man sogen. Mischhähne an, welche in beliebig zu regelndem Verhältnis von der Wasserleitung kaltes und vom Badeofen her warmes Wasser aufnehmen, mischen und zur Wanne oder Brause leiten. Ein Mischhahn von A. Frenger in Charlottenburg (Fig. 1 u. 2) hat ein Gehäuse A, an welches sich vier radial angeordnete Rohrleitungen a, b, c, d und der achsial angeordnete Rücklauf x (Fig. 1) zum Badeofen anschließen. Der von dem Gehäuse umschlossene Kegel B ist hohl und hat in seinem als Mischkammer dienenden Vorderteil B_{1} die Aus- u. Einströmungsöffnungen e, f, g, h, i, k, l, m, n, während seine hintere Abteilung B_{2}, welche mit dem Seitenkanal q der Kaltwasserzuleitung in Verbindung steht, zwei Öffnungen hat, von denen nur eine (o) in Fig. 1 sichtbar ist. Wenn der Hahnhebel C lotrecht über dem Worte »zu« einer Skala steht, so ist die Wasserleitung und die Öffnung zur Brause abgeschlossen, und es bleiben nur die Schlitze e und k frei, welche dadurch, daß durch sie Wasser nach der Badewanne austritt, anzeigen, daß das Wasser im

^[Abb.: Frengers Mischhahn. Fig. 1 Längsschnitt. Fig. 2 Querschnitt.]