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Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

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Kehrbach - Keim
Kavallerieinspekteure in Verlitt, Offiziere des Kriegsministeriums und des Generalstabes angehören; Zweck: Beratung von Fragen, die Organisation, Bewaffnung, Ausrüstung, Verwendung :c. der Kavallerie betreffend.
Kehrbach, Karl, Pädagog und Schriftsteller, geb.
22. Aug. 1846 zu Neustadt a. d. Orla, studierte in Jena und Leipzig, promovierte mit einer Arbeit über »Die Darstellung des Keit in den wallisischen, altfranzösischen und mittelhochdeutschen Denkmälern der Artussage« und legte in Leipzig seine Oberlehrerprüfung ab. Nach Lösung einer Leipziger Preisaufgabe' über das »Verhältnis der Moral zur Religion« wirkte er als Lehrer, Erzieher und Bibliothekar, um seit 1883 in Berlin ganz seiner litterarischen Thätigkeit zu leben. Er veranstaltete textkritische Allsgaben von einzelnen Werken Kants (»Kritik der reinen Vernunft«, LeipZ.1877; »Kritik der Urteilskraft«, »Kritik der praktischen Vernunft«, »Religion innerhalb der Grenzen der reinen Vernunft«, »Träume eines Geistersehers«, »Zum ewigen Frieden«, das.
1880) ttnd Fichtes (>-Vestimmung des Menschen«, das. 1879) sowie von Herbarts »Sämtlichen Werken« (in 12 Bdn., Leipz. 1881 ff., dann Langensalza, bis jetzt7 Bände erschienen). Seit 1885 erschien unter seiner Leitung und nach seinem > Plan« (Verl. 1885) die bedeutende Sammlung: »Uomnnontk 66i'wauia6 pN6ä9^'0Aiol5« (bis jetzt 10 Bde.), deren weitere Herausgabe 1891 die Gesellschaft für deutsche Erziehungs- und Schulgeschichte (s. d., S. 177) übernahm. Als Schriftführer der letztern gibt K. die »Mitteilungen« dieser Gesellschaft (Berl.1391) heraus. Im Herbartischen »Jahrbuch des Vereins für wissenschaftliche Pädagogik« (1878) erschien von ihm: »Fedor Flinzers Zeichenmethode, eine kritische Studie«.
Keil. Statt der sonst zum Befestigen von Rädern, Rollen, Scheiben :c. auf Wellen oder Achsen gebräuchlichen Längskeile verwendet Woodruff in Hartford in Connecticut einen Scheiben keil. Derselbe besteht aus einem Scheibensegment a (Fig. 1 u. 2), welches
(12,7 mm) Durchmesser und Vis Zoll (1,6 mm) Dicke bis zu 1^/2 Zoll (38,i mm) Durchmesser und ^/i6 Zoll (7,9 mm) Dicke ausgeführt. Von einer englischen Firma wird ein ähnliches System des Aufkeilens angewendet, jedoch werden die Keile nicht auf der Drehbank, sondern aus genau gezogenen Halbrundstahlstangen hergestellt, indem man von den Stangen Stücke von der Keildicke abfräst. Bei dem Scheibenkeil ist man von den bisher üblichen Verhältnissen stark abgegangen, indem man die Breite und Dicke des Keiles bedeutend vermindert und den K. mir zwei Dritteln seiner Höhe in die Welle und nur mit einem Drittel in die Nabe des zu befestigenden Maschinenteils eingelassen hat. Der Hauptvorteil der Scheibenkeile liegt in der schnellen und genauen Herstellung der Keile und Keilgruben.
Eine einfache und zweckmäßige Verbesserung der im Maschinenbau vielfach verwendeten Vorsteck Fig. 4.
Fig. 3.
Gewöhnlicher Vorsteckkeil. Vorstecker mit Nasen.
Fi O. 5.
Smiths Vorstecker.
Woodruffs Scheibenkeil.
mit seinen: bogenförmigen Teil in eine Vertiefung der Achse d, auf welcher ein andrer Maschinenteil befestigt werden soll, eingelassen wird, so daß die gerade Fläche der Scheibe hervorsteht. Die Vertiefung in der Achse wird mittels eines Fräsers hergestellt, und die scheibenförmige, stählerne Keilplatte auf der Drehbank angefertigt. Beide Arbeiten lassen sich ebenso genau wie rasch ausführen. Bei der zum Einfräsen der Keilgruben dienenden Maschine wird die Welle in eine Art Schraubstock eingeklemmt und dann der Fräser so lange gegen die Achse vorbewegt, bis eine Anschlagvorrichtung anzeigt, daß die richtige Tiefe der Grube erreicht ist. Beim Aufschieben des zu befestigenden Maschinenteils stellt sich der Keil selbstthätig ein. Bei größern Nabenlängen der zu befestigenden Maschinenteile können zwei oder mehr solcher Scheibenkeile eingesetzt werden. Die letztern werden in 25 Nummern von V2 Zoll engl.
keile (Vorstecker) hat Oberlin Smith in Bridgetown angegeben. Diese Keile sollen sich leicht entfernen lassen, ohne jedoch sich von selbst zu lockern. Die gewöhnlichste Form der Vorsteckkeile wird aus einem nach Art einer Federzange zusammengebogenen Halbrunddraht gebildet (Fig. 3). Dieser K. liegt in seinem Loche gut an, wird aber darin nur durch die Federkraft gehalten, deshalb verzichtet man zu gunsten der Sicherheit vielfach auf die leichte Entfernbarkeit und biegt die hervorstehenden Enden etwas auseinander.
Ein andrer bekannter Vorsteckkeil (Fig.4) besteht aus Halbrunddraht von geringerm Durchmesser als das Keilloch und ist an den Enden seiner Schenkel mit Nasen 11 versehen, welche ein Zurückweichen aus dem Keilloch wirksam verhindern, dafür liegt aber der K. im Loch schlecht an. Der verbesserte K. (Fig. 5) hat verjüngte Schenkel mit Nasen n an den Enden, die, wenn die Schenkel aufeinander gedrückt werden, zusammen gerade das Keilloch ausfüllen. Wird nun der K. so weit durchgeschoben, daß die Nasen aus dem Loch hervorsehen, so federt er auseinander und legt fich nun mit seiner Schenkelfläche, die nach einem Cylinder von genau demselben Radius, als das Loch hat, geformt ist, ringsum an die Lochwand an. Die Herstellung geschieht in der Weise, daß der aus Halbrunddraht von dem Radius des Loches (wie bei Fig. 1) gebogene K. an den Enden so in ein Futter eingespannt wird, daß die Schenkel so weit auseinander klaffen, wie sie es nachher im Keilloch thun. Diese Stellung wird durch ein zwischen die Schenkel geschobenes Stück gesichert. Der K. wird darauf bis an die Nasen cylindrisch nach dem Radius des Keilloches abgedreht und ist nun für den Gebrauch fertig.
Krim, Franz, dramatischer Dichter, geb. 28. Dez.
1840 zu Alt-Lambach a. d. Traun in Oberösterreich, widmete sich nach den: Besuch des Stiftsgymnasiums in Kremsmünster philosophischen Studien in Wien, seine Armut verhinderte ihn indes lange daran, die Studien zu vollenden; 10 Jahre war er als Privatlehrer und kümmerlich besoldeter Vahnbeamter thätig, bis er endlich Professor der deutschen Sprache und Litteratur am Landesrealgymnasium in St. Polten wurde. Auf seinen litterarischen Bildungsgang hatten