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Meyers Konversationslexikon

Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

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Romanczuk - Rostpilze
Zwei Kreuzherren - Julius Gundling l-'-Lucian Herbert) Zwei litterarische Märtyrer und deren Frauen - Johann
Timotheus Hermes.
Zweimal vermählt ^-^- Bertha Frederich ("Golo Raimund).
Zwei Schwestern - Ida, Gräfin Hahn-Hahn.
Zwei Seelen - Rudolf Lindau.
Zwei Sünder an einem Herzen - Otto Müller.
Zweite Frau, die ^^ Eugenie John ("(5. Marlitt).
Zweiter Frühling - Eduard Schmidt-Weißenfels.
Zwei Welten - Otto Ruppius.
Zwei Wiegen - Wilhelm Jordan.
Zwillingsschwestern, die - Johanna Herbert ("Egon Fels), Zwischen Fürst und Volk - Alfred Mcinncr.
Zwischen Himmel und Erde ^^ Otto Ludwig.
Zwischen Krieg und Frieden. Nach Custozza und König grätz -^ Julius Gundling ("Lucian Herbert).
Zwischen Ruinen ^^ Leopold Kompert.
Zwischen Vater und Sohn - Klara Bauer s"Karl Detlef).
Zwölf Apostel, die - Eugenie John ("E. Marlitt).
Zwölf Nächte - Wilhelm Häring ("Wilibald Alexis).
Zwölf schlafenden Jungfrauen, die ^^ Christian Heinrich
Spieß. ________
Romamzut, Julian, österreich. Politiker, geb.
24. Febr. 1842 zu Krylos in Galizien, studierte in Lemberg Philologie und wurde 1864 Supplent am deutschen Gymnasium daselbst; seit 1873 ist er Professor am Lemberger akademischen Obergymnasium.
Er ist der anerkannte Führer der Iungruthenen in Galizien, welche zwar wie die Altruthenen nationale Unabhängigkeit und Gleichberechtigung mit den Polen sowie Festhalten am griechisch-katholischen Ritus, zugleich aber Versöhnung mit den Polen als ihr Programm aufstellen. Seit 1883 Mitglied des galizischen Landtags, wurde R. 1891 auch in das österreichische Abgeordnetenhaus gewählt.
Römer, 5) Ferdinand, Geolog, starb 14. Dez.
1891 in Breslau.
Romero Robledo, D. Francisco, span. Politiker, geboren zu Antequera in Andalusien, wo er große Besitzungen hat, studierte Jura, wurde aber sehr früh schon in "die großen politischen Bewegungen der 50er Jahre hineingezogen, an denen er den lebhaftesten Anteil nahm. Ehe er noch das gesetzmäßige Alter von 25 Jahren erreicht hatte, wurde er von seinen Freunden und Anhängern in seiner Vaterstadt in die Cortes der liberalen Union des Jahres 1856 gewählt. Es erhob sich infolgedessen in dem Parlament die Streitfrage, ob der junge Abgeordnete zulässig sei, nachdem er nach Erreichung des vorschriftsmäßigen Alters in die Cortes eingetreten war. Seine glänzende Selbstverteidigung entschied nicht nur zu seinen gunsten, sondern stellte ihn sofort in den Vordergrund des politischen Lebens. Er nahm thätigen Teil an der Septemberrevolution von 1868 und gehörte der Revolutionsjunta von Madrid an. Er wurde darauf zum Unterstaatssekretär für die Kolonien und bald darauf Zum Minister des Fomento (Wohlfahrt) ernannt. Gegner Amadeos, aber strenger Monarchist, wirkte er dann an der Seite Canovas del Castillos und der übrigen hervorragenden Alfonsinos mit Eifer für die Restauration'des Bourbonenthrones und wurde darauf 30. Dez. 1874 zum Minister des Innern ernannt, was er bis 5. März 1879 blieb.
Auch in den spätern Ministerien Canovas del Castillos bekleidete er stets die einflußreichsten Ämter, trennte sich aber von Canovas, als dieser nach dem Tode ^önig Alfons'XII. es für notwendig hielt, die Regierung niederzulegen. N. war hiermit nicht einverstanden und suchte nun mit Marios und Lopez Dominguez eine unabhängige Partei zu bilden, die ihn in der Verfolgung seiner ehrgeizigen Zwecke unterstützen sollte. Diese Gruppe der Reformisten konnte jedoch
nicht zu Ansehen gelangen, und R. hielt es schließlich für praktisch, sich wieder mit Canovas auszusöhnen, was im .verbst 1891 geschah. Infolgedessen trat R.
23. Nov. 1891 in das umgestaltete Kabinett Canovas del Castillos als Minister der Kolonien ein.
Rönne, Ludwig Moritz Peter von, Publizist, starb 22. Dez. 1891 in Berlin.
Rönsch, Hermann, Sprachforscher, geb. 14. April 1821 zu >>irschberg a.d. Saale (Reuh), studierte 1840 bis 1843 in Leipzig Theologie, wurde 1844 Hauslehrer, 1847 Knabenlehrer in Lobenstein, 1851 Oberlehrer in Hirschberg a. d. Saale, 1856 Diakonus und 1877 Archidiakonus in Lobenstein, trat 1887 in den Ruhestand und lebte seitdem in Zwickau, wo er5.Nov.
1888 starb. R. hat die wissenschaftliche Behandlung des Bibellateins begründet. Seine Hauptwerke sind: -Itala und Vulgata« (Marburg 1869,2. Aufl. 1875); »Das neue Testament Tertullians« (Leipz. 1871); »Das Buch der Jubiläen« (das. 1874); Commodians ^alin6ll3.p0ioA6tiLniii« (in der »Zeitschrift für historische Theologie«, Bd. 42 u. 43, 1872 - 73); »Semasiologische Beiträge zum lateinischen Wörterbuch« (das, 1887-89, 3 Hefte).
Rosa, 3) Pietro, ital. Archäolog, starb 15. Aug.
1891 in Rom.
Nosen, 2) Georg, Orientalist, starb 26. Okt. 1891 in Tetmold.
3) Iulius (Nikolaus Duffek), Lustspieldichter, starb 4. Jan. 1892 in Görz.
Rössel, Virgile, schweizer. Literarhistoriker und Jurist, geb. 19. März 1858 zu Tromelin im Verner Jura aus einer französischen Emigrantenfamilie, studierte 1876-81 in Bern, Straßburg, Leipzig und Paris Rechtswissenschaft, widmete sich eine Zeitlang der Advokatur und ist seit 1883 Professor für französisches Recht an der Universität Bern. Ein Jahr später wurde er in den bernischen Verfassungsrat gewählt, in dem er das Amt des französischen Schriftführers bekleidete. Seine Muße widmete R. mit Vorliebe schönwissenschaftlicher Thätigkeit. Er gab zwei Bände Gedichte: »(Hants Z)6iäu8« (1881) und »Natui'6« (1885), auch einen Roman: »I^a Lkoonäs^eu-Q6886« (1888), heraus, der gegen den Pessimismus ankämpft und das Glück in der erlösenden That zeigt.
Seiner zweibändigen »Hi8toirs litterairO äs 1a 8ui886 i'ow Hnäk« (Genf 1889-91) zollte die französische Akademie, die nicht gern Auswärtiges zuläßt, die gebührende Anerkennung, indem sie der selbständigen und dabei anregend geschriebenen Arbeit 1892 den Marcelin Guerin-Preis zuerkannte. R. ist gelegentlicher Mitarbeiter der Parifer »^ouvsiie It6vu6 und ständiger Berichterstatter über französische Litteratur in der dreisprachigen »Schweizerischen Rundschau«. Als Jurist hat er veröffentlicht: »Nauußi än äroit civil äe 1a. 8ui886 i'oitiauäk« (Genf 1886) und »Hianuki äu, äroit tkä Li^i äst 0d1i^atiou8« (Lausanne 1892).
Roftpilze. Der Blasenrost aufden Nadeln unsrer Kiefer (I^iiius 8i1v63tii3), das ?6i'id6i'inium odion» Ai8p0i'iuiu ^ck/., steht mit dem Roste auf dem Kreuzkraut, dem ^0i608^0i'iuN 86U6(;i()ni8 ^6^6., in notwendigem Generationswechsel. Ein im Stamme von ?iiM8-Arten wachsendes I^i'iät^miuiti gehört zu Oou Hi'tium a8ei6pikä6uin, einem auf (^vuanolium wachsenden Rostpilz, und das auf der Weimutskiefer (?iiiU8 8ti'odu81^.) auftretende keriäeriniuni 8ti odi^ A7eb. entwickelt sich, wie Klebahn nachgewiesen hat, auf fast allen Iiili68-Arten zu dem Rostpilz ()iouai'> sium i'ibieola _ Ai^-. Dieser Rostpilz tritt in seinen beiden Generationen sehr verderblich bei uns auf.
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