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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

Schlagworte auf dieser Seite: Casmenae; Casorĭa; Casp.; Caspari; Caspary; Caspe; Casper; Caspĭae portae; Casquet; Cass; Cassa

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Casmenae - Cassa

kunst, geb. um 1692 zu Cradley in Shropshire, gest. 23. Jan. 1766 zu London. Seine hervorragenden Talente für die erwähnten Künste vererbten sich auch auf seine Nachkommen, sodaß die in London angesessene Firma noch heute hohen Ruf in England hat.

Casmenae, s. Camenae.

Casorĭa, Hauptstadt des Kreises C. (138179 E.) der ital. Provinz Neapel, an der Linie Foggia-Neapel des Adriatischen Netzes, hat (1881) 9791 E., Dampfstraßenbahn nach Neapel (7 km), schöne Straßen und Häuser, viele Kirchen, Seidenzucht und Weinbau. C. ist der Geburtsort Pergoleses.

Casp., bei botan. Namen Abkürzung für Robert Caspary (s. d.).

Caspari, Karl Paul, luth. Theolog und Orientalist, geb. 8. Febr. 1814 zu Dessau als Sohn jüd. Eltern, trat, nachdem er seit 1834 in Leipzig studiert, 1838 zum Christentum über, setzte seine Studien bis 1841 in Berlin fort, lebte dann längere Zeit in Leipzig und folgte 1847 einem Rufe als Lector und Fakultätsmitglied an die Universität zu Kristiania, wo er 1857 zum Professor der Theologie ernannt wurde und 11. April 1892 starb. C. veröffentlichte: «Grammatica arabica» (2 Bde., Lpz. 1844–48; neue Ausgabe als «Arab. Grammatik», bearbeitet von A. Müller, 5. Aufl., Halle 1887), einen Kommentar über den Propheten Obadja (Lpz. 1842), ferner «Beiträge zur Einleitung in das Buch Jesaia» (Berl. 1848) und die Schriften «Über den syrisch-ephraimitischen Krieg unter Jotham und Ahas» (Kristiania 1849), «Über Micha und seine prophetische Schrift» (2 Bde., ebd. 1851–52), «Zur Einführung in das Buch Daniel» (Lpz. 1869). Als Kirchenhistoriker ist C. namentlich durch seine Forschungen zur Geschichte des apostolischen Symbolums und der übrigen altkirchlichen Symbole bekannt; hierher gehören: «Quellen zur Geschichte des Taufsymbols» (3 Bde., Kristiania 1866–75); ferner veröffentlichte er: «Martin von Bracaras Schrift: De correctione rusticorum» (ebd. 1883), «Kirchenhistor. Anecdota.» (ebd. 1883), «Eine Augustin fälschlich beigelegte homilia de sacrilegiis» (ebd. 1886), «Briefe, Abhandlungen und Predigten aus den zwei letzten Jahrhunderten des kirchlichen Altertums und dem Anfang des Mittelalters» (ebd. 1891), sowie zahlreiche Abhandlungen in der von ihm mit Nissen und Johnson herausgegebenen «Theologisk Tidsskrift for den evangelisk-lutherske Kirke i Norge» (seit 1857).

Caspary, Robert, Botaniker, geb. 29. Jan. 1818 zu Königsberg, studierte daselbst Theologie und Philosophie, dann Naturgeschichte in Bonn, habilitierte sich 1848 in Bonn für Botanik und Zoologie, 1851 für Botanik allein in Berlin und 1856 wieder in Bonn. 1859 wurde er zum ord. Professor der Botanik und Direktor des königl. Botanischen Gartens in Königsberg ernannt, wo er 18. Sept. 1887 starb. Seine in verschiedenen Zeitschriften zerstreuten Arbeiten beziehen sich vorzugsweise auf Wasserpflanzen. Als Stifter des preuß. Botanischen Vereins (gegründet 1862) war C. bestrebt, die geogr. Verbreitung der Pflanzen in planmäßiger Weise festzustellen.

Caspe, Bezirksstadt der span. Provinz Saragossa, am linken Ufer des Guadalupe, nahe bei seiner Mündung in den Ebro, in 149 m Höhe, hat (1887) 8439 E., Post, Telegraph, Wein- und Ölbau, Brennereien und Gerbereien. C. wurde 1168 von Alfons von Aragonien den Mauren entrissen. ^[Spaltenwechsel] Auf dem Kongreß von C., 1412, wurde Ferdinand von Castilien durch Kompromiß Aragons, Cataloniens und Valencias zum König gewählt.

Casper, Joh. Ludw., Mediziner, geb. 11. März 1796 in Berlin, studierte daselbst, in Göttingen und Halle Medizin und habilitierte sich 1820 in Berlin, wo er 1825 außerord. Professor und zugleich Mitglied des Medizinalkollegiums für die Provinz Brandenburg, 1834 Geh. Medizinalrat, Mitglied der wissenschaftlichen Deputation für das Medizinalwesen im Ministerium und 1839 ord. Professor wurde. Daneben war er auch als Direktor der praktischen Unterrichtsanstalt für Staatsarzneikunde an der Universität thätig. Später zum Obermedizinalrat ernannt, starb er 24. Febr. 1864. Er schrieb: «Charakteristik der franz. Medizin» (Lpz. 1822), «Über die Verletzungen des Rückenmarks in Hinsicht auf ihr Letalitätsverhältnis» (Berl. 1823) und «Beiträge zur mediz. Statistik und Staatsarzneikunde» (2 Bde., ebd. 1825–37), der erste Versuch einer Begründung der mediz. Statistik, für die er später namentlich durch seine «Denkwürdigkeiten zur mediz. Statistik und Staatsarzneikunde» (ebd. 1846) eine anerkannte Autorität geworden ist; ferner «Praktisches Handbuch der gerichtlichen Medizin» (2 Bde., ebd. 1856–58; 8. Aufl. 1889, bearbeitet von Liman, nebst «Atlas»), «Klinische Novellen zur gerichtlichen Medizin» (ebd. 1863), «Gerichtliche Leichenöffnungen» (erstes Hundert, ebd. 1851; 3. Aufl. 1853; zweites Hundert, ebd. 1853). An die Stelle des von C. und Rust herausgegebenen «Kritischen Repertoriums für die gesamte Heilkunde» trat 1833 die «Wochenschrift für die gesamte Heilkunde», welche bis 1851 erschien, auch redigierte er die «Vierteljahrsschrift für gerichtliche und öffentliche Medizin» (Berl. 1852 fg.).

Caspĭae portae, s. Kaspische Thore.

Casquet (frz., spr. kaßkeh), s. Kaskett.

Cass (spr. käß), Lewis, nordamerik. Staatsmann, geb. 9. Okt. 1782 zu Exeter in New-Hampshire, studierte die Rechte, war Advokat und Bundesmarschall in Ohio, wurde 1813 Gouverneur des Territoriums Michigan, 1831 Kriegsminister unter Jackson und 1836–43 Gesandter in Frankreich. C. machte sich namentlich bekannt durch seinen Protest gegen die Bestimmung des sog. Quintupelvertrags der europ. Großmächte von 1840, welche ein Durchsuchungsrecht gegenüber des Sklavenhandels verdächtigen Schiffen feststellte. 1848 war er demokratischer Präsidentschaftskandidat, wurde jedoch von Taylor geschlagen. 1857–61 war er Mitglied des Ministeriums Buchanan und starb 17. Juni 1866 zu Detroit in Michigan. Von seinen litterar. Arbeiten ist zu nennen: «Inquiries respecting the history, traditions, languages etc. of the Indians living within the United States» (Detroit 1823). – Vgl. W. L. G. Smith, Life and times of L. C. (Neuyork 1856); Mac Laughlin, L. C. (Boston 1891).

Cass., bei botan. Bezeichnungen Abkürzung für Alexandre Henri Gabriel, Vicomte von Cassini (geb. 9. Mai 1781, gest. 16. April 1832).

Cassa (ital.), die Kasse; dann gleichbedeutend mit Bar (s. d.); in cassa, bar vorrätig; per cassa zahlen, mit barem Gelde zahlen. Die Zahlungsbedingung per C. schließt im Warengeschäft nicht ohne weiteres die Gewährung eines Diskonts (s. d.) oder Scontos aus, daher z. B. per C. mit 2 Proz. Versteht sich in bestimmten Fällen der Preis ohne jeden Abzug, so bezeichnet man ihn häufig als netto C. In

^[Artikel, die man unter C vermißt, sind unter K aufzusuchen.]