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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

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Craik (Georgiana Marion) - Crambe
Beiträge zu der seit 1839 von ihm herausgegebe-
nen "I'icturai nistor^ ol NnZIanä"; ferner "8^6n-
861' ÄNli 1ii8 ^)00ti'^n (3 Bde., 1845), "Vacon, UI8
-vvritin^Z and dig pnii080p1i^n (3 Bde., 1844), "No-
NI3>QC6 oltiis P661'^6" (4Bde., 1848-50), "Out-
ÜN63 ol tiis di8t01'^ ol tii6 ^NFÜ8il 1aNFN3.Z6')
(1851 u. ö.), "^Il6 Nn^iiLQ 0? 81ia1i68p6ai'6"
(1856), "Histor^ of Nn^1i8Q litsraturs Hllä tQ6
Nn^lisli IanZiiÄF6)' (2 Bde., 1861), "^ uiamial ol
Ln^8n 1it6rawi'6" (1862 u. ö.).
Eraik (spr. krehk),, Georgiana Marion, engl.
Schriftstellerin, Tochter des vorigen, geb. 1831 in
London, machte sich durch zahlreiche Novellen be-
kannt. Hervorzuheben sind: "RivLi^wns" (1857),
"1,03t anä ^on" (1859; deutsch 1863), "N7 üi'8t
^0u,rna.1" (1860), "I'i^'i'oOm 8wli68" (1862), tt^Vini-
tr6ä'8 ^00111^" (1862), "^ai^ IIuvin'8 orä6a1"
(2 Bde., 1865), "I.68ii6 ^i-rei" (2 Bde., 1867),
"cou8w Irix" (1867), "Niläi-Lä" (3 Bde., 1868),
"^8t1i6r Hi11'8 86ei'6t" (3 Bde., 1870), "lt6ro Ire-
vki^an" (2 Bde., 1871), "Onl^ ^ dutwrü)'" (1873),
"11i6r68H" (1874), "8^1viH'8 onoice" (2 Bde., 1874),
"^nn6 ^a^vicii" (2 Bde., 1877), "vorc^" (3 Bde.,
)879), "lliilll'^'8 i0V6-8t0l')'" (1880), "^^V0 ^0M6N')
(3 Bde., 1880), c^än^" (3 Bde., 1881), "^orwu^
mI.i-riaZ6" (3 Bde., 1882), "(^ocllre^ 1l6i8t0U6"
(3 Bde., 1884), "^3. Hoi^sr" (3 Bde., 1885), "^
äauFnt6r 0l t1i6 I)60pi6" (3 Bde., 1886), "80-?at
^nä N6N-U6N 5tt I10UI6" (1887), "Diana" (3 Bde.,
1889), "?Äti6iic6 Iioit" (3 Bde., 1891), "Ilis I101186
Of 8V^66t IN6N0I-i63)) (1892).
Crailsheim. 1) Oberamt im württemb. Iagst-
kreis, hat 337,93 ^m, (1890) 26445 (12886 mä'nnl.,
13559 weibl.) E., 1 Stadt und 25Landgemeinden.-
2)OberamtsstadtimOberamtC.,10Icnivonderbayr.
Grenze, in 412 in Höhe, an dcr
Jagst, über die zwei Brücken
führen, an den Linien Mer-
gentheim-C. (59 km), C.-Aalen
(37,i km, Obere Iagstbahn),
C.-Heilbronn-Karlsruhe (160
liin), Stuttgart-Backnang-C.
(100,5 km) der Württemb.
und Furth-Nürnberg-C. (251,2
km) der Bayr. Staatsbahnen,
Sitz des Oberamts, eines Amtsgerichts (Land-
gericht Hall), Kameralamts, einer Eisenbahnbetriebs-
inspektion mit Betriebsbauamt und zweier Nevier-
ämter, hat (1890) 4977 E., darunter etwa 440 Ka-
tholiken und 290 Israeliten, Post, Telegraph, eine
got. St.Johannistirche (15.Jahrh.) mit Flügelaltar
(vonWohlgemuth) und Sakramentshäuschen (1498),
frühgot. Liebfrauenkirche (15. Jahrh.), Spitalkirche,
jetzt Turnhalle, gotische kath. Kirche (1887), eine
Synagoge, ein Schloß, jetzt Amtsgebäude, im
15. Jahrh, von den Markgrafen von Ansbach er-
baut, ein Rathaus (16. Jahrh.) mit Turm (71 m
hoch, 1717 erbaut), Real- und Lateinschule, Frauen-
arbeitsschule; Gewerbebank, Vezirkskrankenhaus so-
wie Fabrikation von Cementwaren, Gips und Gips-
waren, Baumwoll- und Strumpfwaren; ferner be-
deutende Gerbereien, Vierbrauereien, Hopfenbau,
Kunstmühlen, Leder-, Vieh- und Getreidehandel. -
C. wurde 1338 zur ^>tadt erhoben, gehörte früher zu
Ansbach und kam 1810 an Württemberg.
Crailsheim, Krasst, Freiherr von, bayr. Mi-
nister, geb. 15. März 1841 zu Ansbach, studierte
1858-62 in Erlangen, Leipzig und Zürich Rechts-
wissenschaften, wurde 1868 Bezirksamtsassessor in
Artikel, die man unter C uerm
Brückenau, 1870 Hilfsarbeiter im Handelsministe-
rium, 1874 Legationsrat, 1879 geheimer Legations-
rat. Am 4. März 1880 wurde er an von Pfretzsch-
ners Stelle Minister des Auswärtigen, llnter sei-
nem Ministerium wurde eine neue Organisation der
bayr. Staatseisenbahn- und Postverwaltung sowie
der Personalverhältnisse beider Anstalten durch-
geführt und das bayr. Lokalbahnwesen umfassend
erweitert. Ohne ausgeprägte polit. Parteistellung
wußte er in den Verhandlungen mit dem Landtage
durch gewandtes Auftreten Erfolge zu erringen. Im
Juni 1886 wurde er mit der Sendung nach Hohen-
schwangau betraut, um dem König Ludwig II. die
notwendig gewordene Einsetzung der Regentschaft
mitzuteilen. Nach dem Rücktritt des Ministerpräsi-
denten von Lutz wurde ihm vom Prinzregenten
31. Mai 1890 der Vorsitz im Ministerrate übertragen.
Crajova, Hauptort des rumän. Kreises Doljiu
in der Kleinen Walachei, unweit des Iiulu, an der
Linie Turn-Severin-Ungheni der Rumän. Staats-
bahnen, ist Sitz eines Appellationsgerichtshofs, des
Kommandos des 1. Armeekorps, der 1. Tcrritorial-
Militärdivision, eines belg. Konsuls und mehrerer
Konsularagenten, hat (1890) 30081 E., Lyceum,
^etundärmä'dchenschule, Lehrerseminar, Gewerbe-
schule, 29 Kirchen, 3 Synagogen und Getreidehandel.
Ott/n., hinter lat. Schmetterlingsnamen Ab-
kürzung von Pieter Cramer, einem Holland. En-
tomologen. Von ihm erschien ein Prachtwerk "vs
uitlHIiä80ii6 RHP6I16Q" ("?9.pi1ioll8 6X0tiHU68 u,
4 Bde. und Suppl. von Stoll, Amsterd. 1779-91).
Oranide (lat.), Kohl; d reMlta (wörtlich
"wiederholter Kohl", in Iuvenals "Satiren", 7,
154) oder 0. di8 coeta (wörtlich "zweimc^ gekochter
Kohl"), aufgewärmter Kohl, spöttische Bezeichnung
von etwas längst Bekanntem, das als etwas Neues
mitgeteilt wird.
vrainks !>., Pstanzengattung aus der Familie
der Kruciferen (s. d.) mit 16 Arten, die in Europa,
auf den Canarischen Inseln und im westl. Asien vor-
kommen, reich verzweigte kraut- oder strauchartige
Gewächse mit kleinen, m Trauben oder Rispen ge-
stellten weihen Blüten. Zu dieser Gattung gehört
der Meer-, See- oder Strandkohl (0. inaritima
^.), ein ausdauerndes, am Strande der Ostsee sowie
an den vom Atlantischen Meer bespülten Küsten
Europas wild wachsendes Kraut, welches bei ge-
höriger Pflege ein wohlschmeckendes, spargelartiges
Gemüse liefert und deshalb in England schon lange
kultiviert wird. Diese Pflanze hat einen vielköpfigen,
Ausläufer treibenden Wurzelstock, langgestielte,
rundliche, gelappte, grundständige Blätter von
blaugrüner Farbe und etwas fleischiger Beschaffen-
heit, einen bis 60 cm hohen, fast blattlosen, rispig
verzweigten Stengel und kleine, weiße, in kurze
Trauben gestellte Blüten, deren längere Staubfäden
an der Spitze gabelteilig sind. Als Gemüse benutzt
man nur die jungen, gebleichten Schossen, welche
geschält und wie Spargel zubereitet werden. Das
Bleichen, wodurch sie zart und hastig rönnen, be-
wirkt man dadurch, daß man die im März oder
April hervorbrechenden Schossen mit einer Stroh-
kappe umgiebt und sie so vergeilen läßt. Sind sie
16-20 em hoch geworden, so schneidet man sie ab.
Die Stöcke kann man in dieser Weise viele Jahre
hintereinander benutzen, doch nicht vor dem dritten
Jahre nach der Aussaat. Man vermehrt die Pflanze
am bequemsten durch Zerteilung der Stöcke oder
Verpflanzen von Wurzelschossen. Nur in Ermange-
int, sind unter K aufzusuchen.