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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

Schlagworte auf dieser Seite: Crops; Cropsey; Croquants; Croquet; Croquettes; Croquis; Crore; Crosby; Croskill; Crosnes; Croß

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Crops - Croß

Wachdienst), erinnert die vom brandend. Kurfürsten Friedrich III. (späterm König Friedrich I.) der Stadt geschenkte wertvolle Reiterstandarte mit gestickter Widmung, die im Archiv bewahrt wird. Vielbesprochen ist das alte Institut der sog. Reithufen, welches 54 Croppenstedter Bürgern unentgeltlich je 15-20 Morgen Ackerland auf Lebenszeit darbietet.

Crops, s. Crop.

Cropsey (spr. kroppsi), Jasper Frank, amerik. Maler, geb. 18. Febr. 1823 in Roßville (Neuyork), widmete sich anfangs der Baukunst, dann der Landschaftsmalerei, in welcher er bald Bedeutendes leistete. 1847 ging (5. auf 3 Jahre nach Europa, die er hauptsächlich in Italien verbrachte. Die Pontinischen Sümpfe und Der See Nagi sind die künstlerische Ausbeute dieser Reise. Nach seiner Rückkehr malte er den Sibyllentempel, Amerik. Ernte, Frieden, Krieg und Die Niagarafälle. Sein Bild: Lake Greenwood in Neujersey, verschaffte ihm 1850 die ordentliche Mitgliedschaft der amerik. Zeichenakademie. 1857-63 lebte C. in London, wo er mehrere vortreffliche Gemälde schuf, wie: Die amerik. Hinterwälder, Pästum, Herbst am Hudsonfluß (1862), Richmond-Hill und Schloß Warwick. 1863-85 lebte C. in Neuyork; hier vollendete er: Berg Jefferson in New-Hampshire (1867), Engpässe von Staten-Island, Der Cedarsee in den Vereinigten Staaten und Der große Tempel von Pästum. Seit 1885 hat er sein Atelier in Hastings am Hudson.

Croquants (frz., spr. krokáng, d. h. Lumpenkerle), Schimpfname der aufständischen Bauern in Guyenne unter Heinrich IV. und Ludwig XIII.

Croquet (engl., spr. krócket), ein besonders in England, neuerdings aber auch in Deutschland sehr beliebt gewordenes Ballspiel, nicht zu verwechseln mit dem Spiel Cricket (s. d.). Man spielt dasselbe auf ebenen, glatt gemähten Rasenflächen, auf welchen nach einem bestimmten Plane, sei es die Form eines Quadrats oder eines Rechtecks oder einer Acht u. dgl., eine Anzahl niedriger eiserner Bogen in bestimmten Zwischenräumen in den Boden gesteckt werden. Am Spiele können zwei oder mehr Personen teilnehmen, die sich in zwei Parteien teilen. Die Aufgabe der Spieler besteht darin, hölzerne Bälle, die der Unterscheidung wegen verschieden gefärbt sind, mit hammerartigen Schlägern nach bestimmten Regeln durch sämtliche Bogen der Spielbahn hindurchzutreiben. Die Partei, der es mit ihren Bällen zuerst gelingt, ist Sieger. Man hat das C. auch ins Innere der Häuser übertragen, wo es mit besonders dazu eingerichteten Schlägern, Bällen und Reifen auf Tischen gespielt wird. In neuester Zeit ist das Spiel in England durch das Lawn Tennis fast ganz verdrängt worden. - Vgl. C. its implements and laws (Lond. 1869); Heath, The complete croquet-player (ebd. 1874); Clasen, Bewegungsspiele im Freien (Stuttg. 1882); Heineken, Die beliebtesten Rasenspiele (ebd. 1893).

Croquettes (frz., spr. krockétt), gebackene Klößchen aus gehacktem Fleisch oder aus Reis, Kartoffeln u. a., als Zwischengericht oder als Beilage zu andern Gerichten.

Croquis (frz.), s. Kroki.

Crore (spr. krohr) oder Kuron, in Britisch-Ostindien die Bezeichnung für eine Geldsumme von 100 Lacs oder 10 Mill. Rupien (s. d.); 100 C. heißen ein Mas. Das Viertel des C. (2 1/2 Mill. Rupien, also 25 Lacs) heißt Areb. In der sog. Compagnierupie (seit 1862 Regierungsrupie genannt) ist das C. eine Menge von 286458 1/3 engl. Troypfund oder 106918,266 kg feinen Silbers. In der deutschen Goldwährung läßt sich ein fester Betrag für das C. nicht bestimmen; rechnet man 1 kg Feinsilber zu 125 M. so ergeben sich 13364783,294 M.

Crosby (Great C.), Stadt in der engl. Grafschaft Lancaster, 10 km im NW. von Liverpool, hat (1891) 13085 E. In der Nähe der Badeort C.

Croskill, Schollenbrecher, s. Ackerwalze.

Crosnes (spr. krohn), Name (nach einem Ort in Frankreich) eines neuen Wurzelgemüses aus Japan. Die Pflanze, Stahcys affinis Bge. (Stachys tuberifera, Knollenziest), bildet etwa fußhohe krautartige Stengel und zahlreich-knollige Wurzeln (s. nachstehende Abbildung), welche ein angenehm schmeckendes Gemüse geben. Die C. können gekocht, gedämpft oder gebacken werden. Sehr gut schmecken sie in Salzwasser gekocht und mit Butterbeiguß wie Teltower Rübchen zubereitet oder nach ital. Weise in Öl gesotten oder mit Zusatz von etwas Salz un Pfeffer in Butter gebraten. Die Kultur ist sehr leicht. Man legt die Knöllchen Ende März oder Anfang April auf im Herbst vorher gedüngtes Land, je 2-3 Stück zusammen, 10 cm tief und 30-40 cm voneinander und hält lediglich das Land locker und von Unkraut rein. Nach dem völligen Absterben der Stengel im Herbste nimmt man die Knollen aus der Erde und bewahrt sie bis zum Gebrauche im Keller in Sand auf. An der Luft schrumpfen sie zusammen und verlieren ihren angenehmen Geschmack.

Croß, Sir Richard Assheton, Viscount, konservativer engl. Staatsmann, geb. 20. Mai 1823 in Red-Scar bei Preston, erhielt seine Bildung in Rugby und Cambridge, war seit 1849 mehrere Jahre als Anwalt thätig und trat 1857 ins Parlament; 1868 schlug er Gladstone im Wahlkampf um Südwest-Lancashire, das er seitdem dauernd vertrat. C.s scharfer Verstand, seine advokatorische Gewandtheit und Beharrlichkeit veranlaßten Disraeli,

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