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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

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Einkorn - Einlage
Bei Einkommen bis zu 3000 M. wird für jedes
Kind unter 14 Jahren 50 M. vom Einkommen ab-
gezogen. Bei Einkommen bis zu 9500 M. können
besondere, die Leistungsfähigkeit wesentlich beein-
trächtigende Verhältnisse berücksichtigt werden. Für
Einkommen von 3000 M. an ist allgemein, bei
niedrigerm Einkommen aus Aufforderung des Vor-
sitzenden der Verwaltungskonunission eine Steuer-
erklärung einzureichen, deren wissentlich unrichtige
Ausfüllung sowie deren Unterlassung trotz wieder-
holter Aufforderung mitStrafen oderZuschlägen zur
Steuer, und deren erstmalige Unterlassung mit dem
Verlust der gesetzlichen Rechtsmittel gegen die Ein-
schätzung für das laufende Steuerjahr geahndet wird.
Nach der Veranlagung zur E. für 1893/94 sind
von den (1890) 29957367 Einwohnern 21070481
steuerfrei. Das gesamte veranlagte Einkommen
der eingeschätzten Personen beläust sich auf
5725338364 M., die veranlagte E. auf 123190131
M.; davon entfallen auf die Städte 1444566 Per-
sonen mit veranlagten 3878910364 M., auf das
Land 1035212 Perfonen mit 1846428000 M.
Nach seinen Quellen verteilt sich das Einkommen
der mit einem Einkommen von über 3000 M. ver-
anlagten Perfonen im Betrage von 3 207 662101 M.
auf den Grundbesitz mit 745566201 M., auf Kapital-
vermögen mit 887 472474 M., auf.Handel, Gewerbe
und Bergbau mit 959653680 M., auf gewinn-
bringende Beschäftigung mit 614969 746 M. An
Schuldenzinfen, dauernden Lasten u. s. w. sind
451086087 M. in Abzug gebracht.
Die Einkommensstufen der Steuerzahler (Per-
sonen) stellen sich folgendermaßen dar:
Höhe des Einkommens
Zahl der eingeschätzten Persuneil
Stenerbetrag
M.

M. .
900-
3 000
2 160 461
33 498157
3 000-
4 200
130 189
9 346 038
4 200-
6 000
78 379
9 681 826
6 000-
8 500
45 043
8 483 4l)6
8 500-
10 500
17 715
4 945 428
10 500-
14 500
17 601
6 485 220
14 500-
21500
12 966
6 795 360
21 500-
28 500
5 825
4 299 990
28 500-
36 000
3 439
3 380 950
36 000-
48 000
2 850
3 915 200
48 000-
60 000
1562
2 910 720
60 000-
72 000
989
2 317 440
72 000-
84 000
638
1812 520
84 000-
96 000
431
1 484 700
96 000-
120 000
516
2 155 700
120 000-
205 000
718
4 338 200
205 000-
300 000
227
2 188 600
300 000-
600 000
166
2 693 800
600 000-
900 000
31
862 200
900 000-1
500 000
23
1 045 000
l 500 000-3 000 000
6
471 400
3 000 000-4 020 000
1
164 800
4 020 000-4 980 000
1
233 600
4 980 000-7 000 000
1
287 600
Im Königreich Sachsen stellten sich 1892 die
Einkommensverhältnisse folgendermaßen dar:
Das Gesamteinkommen betrug 1584950632 M.,
die gesamte E. 22425278 M. Das Gesamteinkom-
men (einschließlich 128052 382 M. abzuziehender
Schuldenzinsen u. s. w.) verteilte sich auf den Grund-
besitz mit 277028423 M. (16,2 Proz.), auf Renten
mit 205467109 M. (12,0 Proz.), auf Gehalt und
Löhne mit 714007309 M. (41,7 Proz.), auf Handel
und Gewerbe mit 516494353 M. (30,i Proz.)-. auf
die Städte entfielen 969 095 747 M. (61,i4 Proz.)
mit 699 979 (48,48 Proz.) eingefchätzten Perfonen
und einem Normalsteuersoll von 16 056 747 M.
(71,60 Proz.), auf das Land 615854885 M. (36,^
Proz.) mit 743 733 (51,52 Proz.) eingeschätzten Per-
sonell und einem Normalsteuersoll von 6368532 M.
(23,40 Proz.).
Die Einkommensstufen der Steuerzahler stellen
sich folgendermaßen dar:
Höhe
Zahl der eingeschätzten
Steuerbetrag

des Einkommens
Personen


M.
Absolut
Proz.
Absolut. M.
Proz.
Steuerfrei
84 053
5,82


300- 1100
1 080 524
74,84
2 968 913
13,24
1100- 2 200
135 685
12,36
3 174 219
14,15
2 200- 8 400
80 147
5,55
6 673 788
2'.",76
8 400- 26 000
10 562
0,73
4 030 368
17,97
26 000- 54 000
1 814
0,13
1 839 220
8,42
54 000- 100 000
563
0,04
1 165 020
5,20
100 000- 150 000
164

590 250
2,63
150 000- 200 000
75

383 850
1,71
200 000- 250 000
29

190 050
0,85
250 000- 300 000
40

326 850
1,46
300 000- 350 000
14
) '","3
135 900
0,61
350 000- 400 000
11
l
126 450
0,56
400 000- 500 000
11

147 600
0,66
500 000-1 000 000
14

289 050
1,30
1 000 000-3 400,000
6

333 750
148
Eine Abänderung des bestehenden Gesetzes wurde
vollzogen durch das am 1. Jan. 1895 in Kraft
tretende Gesetz vom 10. März 1894. Dasselbe ent-
lastet vorzugsweise die geringern Einkommen; die-
jenigen bis 400 M. sind steuerfrei; der Steuersatz von
3 Proz. beginnt bei der 27. Klaffe (8800-9400 M.),
bei allen Einkommen über 100 000 M. beträgt er
4 Proz. - Vgl. zum preuß. Einkommensteuergesetz
die Kommentare von Meitzen (Berl. 1892) und
Fuisting (3. Aufl., ebd. 1894), zum sächsischen von
Walter'(2. Aufl., Dresd. 1892).
Ginkorn, s. Dinkel.
Einkreisen, Kreisen, bei frifchem Schnee
einen Waldteil oder ein Gehölz umgehen, um zu
bestimmen, was für Wild darin steckt.
Ginlage, bei einer Erwerbsgesellschaft der ver-
tragsmäßige Beitrag, welchen ein Gesellschafter in
Geld, Wertpapieren, ausstehenden Forderungen,
Sachen oder Rechten einbringt. Besteht die E. in
Geld oder andern Vertretbaren Sachen (s. d.), oder
werden unvertretbare Sachen nach einer nicht bloß
zum Zweck der Gewinnteilung erfolgten Schätzung
beigetragen, so wird die E. durch das Einbringen
bei'der Gesellschaft (s. d.) des bürgerlichen Rechts
wie bei der Offenen Handelsgesellschaft (s. d.) und
bei der Kommanditgefellfchaft (s. d.) Eigentum der
Gesellschaft. Anders wenn die beizutragenden Ge-
genstände nur der Nutzung nach gemeinschaftlich
werden sollen. Über die E. bei der Aktiengesellschaft
f. Aktie und Aktiengesellschaft, bei der Gesellschaft
mit beschränkter Haftung f. d. Bei der Stillen Gefell-
fchaft (s. d.) wird der Inhaber des Handelsgeschäfts
Eigentümer der E. Zu einer Ergänzung der durch
Verlust verminderten E. ist der Gesellschafter der
Gefellfchaft, abgesehen von abweichenden Vertrags-
bestimmungen, gesetzlich nicht verpflichtet. Beson-
dere Bestimmungen im Preuh. Allg. Landr. 1,17,
8§. 190 - 197 und Österr. Gesetzb. z. 1189. Über