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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

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Emploi - Empyra
kommende strauchartige Art, ll. ^^rlu^Uilin ,^,i.,
auch Bucko (s. d.) liefert.
üinpio! (frz., spr. angplöä), Gebrauch, Anwen-
dung ; Anlegung einerGeldsumme; Anstellung, Amt',
Nmpio^s (spr. angplöäjeh), Angestellter, Beamter,
Handlungsgehilfe: employieren, anwenden.
Gmpneumatöse (grch.), Luftauftreibung, die
Ansammlung von Luft in den Geweben und Höhlen
des menschlichen Körpers, wie bei dem Emphysem,
der Flatulenz, dem Meteorismus u. a.; sie ist immer
mit mehr oder minder erheblichen Funktionsstörun-
gen der betroffenen Organe verknüpft.
Gmpöli, Stadt im Kreis San Miniato der ital.
Provinz Florenz, in 27 iri Höhe links am Arno, an
den Linien Florenz-Pisa-Livorno und E.-Chiusi
(152 km) des Mittclmeernetzes,in fruchtbarer Ebene
("Kornkammer Toscanas"), ist Sitz eines Bischofs
und h^ ^881) 7310, als Gemeinde 17487 E., alte
Häuser und enge, aber reinliche Straßen, eine 1093
begonnene Kathedrale; Baumwollfabriken, Gerbe-
reien, Strohflcchtcreicn, Fayence-, Glas-, Leder -
und Maccaronifabritation. Etwa 800 m entfernt
die Cappella Madonna dell' Ulivo, von Benedctto
da 3)tajano drcischiffig 1480 erbaut und während de^
16. Jahrh, ini Innern zu einer einschiffigen Kirche
umgestaltet, nnt Altarwerk von Francesco di Gio-
vanni (1484), Sebastian-Statue von Nossellino und
fchöncm Weihbeckcn von 1447.
Gmpoli, Iacopo di Clementi da, genannt Chi-
menti, ital. Maler, geb. um 1554 zu Empoli, gest.
30. Sept. 1640 zu Florenz, kopierte anfangs die
Gemälde des Fra Vartolommeo und A. del Sarto.
In feinen eigenen Werken trat er durch eine gewisse
vornehme Kälte und rcalistifche Auffassung dein
Manierismus der Mchelangelo-Nachfolger ent-
gegen. Zu erwähnen sind: Die Jungfrau Maria mit
den Heiligen Lukas und Ivo (1579; Paris, Louvre),
Sufanna vor dem Bade (1600; Hofmuseum zu
Wien), Christus in Gethfemane (im Pradomufeuni
zu Madrid), Der heil. Ivo (1616) und Die Opferung
Ifaaks (beide in den Üffizien zu Florenz); ferner:
Der heil. Karl Vorromäus, mit den Bildnissen der
Familie Rofpigliosi (in San Domcnico zu Pistoja).
Sonstige Bilder von ihm befinden sich in San Stc-
fano zu Pifa, im Palazzo Buonarroti und in den
Kirchen von Florenz.
Empöre, f. Emporkirche.
Gmporla, Hauptstadt des County Lyon im
nordamerik. Staate Kanfas, füdwcstlich von Topeka
zwischen dem Cottonwood- und Nccosho-Niver, ist
Eisenbahnknotenpunkt, hat (1889) etwa 8000 E.
und beträchtlichen Handel. ^platz.
Gmporlum (grch.), Haupthandel-, Hauptstapel-
Emporkirche, Empore, Porkirche, die auf
Gewölben oder Balkenlagen über Säulen oder Pfei-
lern I'eqenden Galerien der Kirchen. Im Mittel-
alter entstand die E. fast ausschließlich aus bau-
technischcn Gründen und diente zur Absonderung
gewisser Klassen von Kirchgängern, namentlich in
Klosterkirchen der Nonnen oder Mönche von der
Laienwelt. Man nennt daher die dem Chor gegen-
überstehende E. an der Westfront vielfach Non-
nenempore (Nonnenchor). Eine Art E. bildet der
Lettner (s. d.) und der mit ihm oft verbundene
Sängerchor. Mit dem Wachfen der Volkszahl und
mit der steigenden Bedeutung der Predigt im Gottes-
dienst stieg die Wichtigkeit der E. Üm 1500 be-
gannen sie ein wichtiger Teil der Kirchengestaltung
Mverden, namentlich in den vollreichen Städten dcs
Seitdem lst die
E. zum charakteristischen Merkmal des pror. Kirchen-
baues geworden, da sie eine große Menge Hörer in
die Nähe der Kanzel bringt, somit den Gcmeinde-
und Predigtgottesdienst unterstützt. Eine der glän-
zendsten künstlerischen Lösnngen des Emporenbaues
bietet die Frauenkirche in Dresden (1722-44 von
G. Bahr) und die Michaeliskirche zu Hamburg (voll-
endet 1762 von Sonnin).
üniportsinsnt (frz., fpr. angportmang), Auf-
wallung, Zorn; emportiert, hingerissen.
Hlupreints (frz., fpr. angprängt), Gepräge.
Gmpressieren (frz., spr. angpr-), (sich) um etwas
eifrig bemühen, beeifern, anstrengen; Empresse-
ment (spr. angpreßmäng), geschäftiger Eifer,
Dienstbeflissenheit.
Umprunt (frz., fpr. angpröng), Anleihe; N.
fm'ce (spr. forßch), Zwangsanlcihe; emprun-
tieren (spr. angpröngt-), eine Anleihe machen.
Gmpsychisch (grch.), beseelt; Empsychöse,
Eintreten der Seele in den Körper des Embryos.
üinpüsa. 6'a/i,l (^iiwmoiMlioi'a FVese^.), Pilz-
gattung aus der Familie der Entomophthoreen
(s. d.). Es sind eigentümliche Pilze, die aus Insek-
ten parasitisch leben und den Tod derselben herbei-
führen. Am bekanntsten ist dcr Fliegentöter. 15.
inuLOllo Oo/i)l, der auf den Stubenfliegen schmarotzt
und dessen Mycelium, durch hefcnartige Sprossung
ausgezeichnet, im Innern dcs Fliegenlcibcs veac-
tiert; bei der Sporenbildung wachsen zahlreiche My-
celfäden durch die Haut der Fliege hindurch und bil-
den an ihrer Spitze Sporen, die bei der Reife weg-
gcschleudert werden. In diesem Stadium, das im
Herbst eintritt, sehen die toten Fliegen aus, als
wären sie von einem Schimmelpilze umhüllt, und
in der nächsten Umgebung derselben findet sich ein
weißer Hof, der von den wcggefchleudertcn Sporen
gebildet wird. Diese Sporen tonnen nun auf gefun-
den Fliegen direkt wieder leimen und Mycelsäden
in das Innere derselben treiben, oder sie bilden erst
noch fekuudäre Sporen, und diese bewirken die In-
fettion der gefunden Fliegen. N. ruäicHng Al'e/.
findet sich auf den Raupen des Kohlweißlings und
unterscheidet sich von der vorigen hauptsächlich da-
durch, dah hier nicht hefenartige Sprossung im Kör-
per der Raupe eintritt, sondern ein vielfach geglieder-
tes Mycclium gebildet wird, das schließlich den gan-
zen Körper des Tieres ausfüllt. Nach neuern Unter-
suchungen bildet diese Art auch Daucrsporen, die
durch Kopulation zweier Myceläste entstehen sollen.
Gmpüsa, nach griech. Volksglauben ein Schreck-
gefpenst von unheimlicher, wcchfelnder Gestalt, das
von Hctate gefandt wurde oder in dessen Gestalt,
wie andere meinten, Hckate selbst erschien. Man
glaubte, daß der eine Fuß der E. aus Erz, der an-
dere aus Eselsmist bestehe, und daß sie von einer
blutgeschwollenen Vlase umgeben sei. In Rücksicht
auf letztere an den Vampyrglauden erinnernde Eigen-
tümlichkeit wird sie später zu den Lamien gerechnet.
Gmpyem (grch.), Eitercrguß, Eiteransammlung,
namentlich die Ansammlung eiteriger Flüssigkeit in
der Vrustfcllhöhle (s. Brustfellentzündung).
Gmpyra (grch.), Brandopfer und die propheti-
fchen Feuerzeichen, nach denen der feuerfchauende
Wahrfagcr aus dcn Flammen der Brandopfer, aus
dem Aufsteigen oder Niedersinken des Feuers, der
Bewegung und dem Geruch des Rauches (Kapno-
mantie), der Krümmung des verbrennenden
Schwanzes u. dgl. die Zukunft verkündete; Empy-