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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

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Equitationsanstalt - Era of good feeling
wenn sie sich an benachbarte Bäume anlegen.
Alle Equisetum-Arten enthalten bedeutende Men-
gen von Kieselsäure in der Epidermis (15. niemals
l'7 Proz. der Llsche), wodurch sie eine gewisse Härte
und Rauhigkeit erhalten. Beim Verbrennen hinter-
lassen sie deshalb ein zartes Kieselskelctt, welches
die Formen der Halme noch ziemlich vollkommen
zeigt. Wegen dieses Gehalts an Kieselsäure werden
viele Arten, wie 15. äilvatieum, prateuze. arveuss,
palu5>ti'6 !>., als Scheuerkraut, Kannentraut, Zinn-
traut, oder andere, wie hauptsächlich ^. 1ii6m3.i6,
zum Policren verwendet.
Von den fossilen Formen, die man zur Gattung
15. rechnet, oder auch unter dem Namen I^uiLetites
zusammengefaßt hat (vgl. Equisetaceen, S. 2203.),
sind hauptsächlich zu erwähnen: das im Buntsand-
stein auftretende N. Nou^eotii Fc/i/m^>., dessen
Stamm gegen 20 cm dick war und jedenfalls eine
ganz bedeutende Höhe erreichte; ferner gehört hicrber
das im untern Keuper häusige 15. avkuaceum "/^s/.,
dessen Halme ebenfalls eine Dicke von 20 <^m und
eine Höhe von 8 bis 10 in erreichten. Bei einigen
Exemplaren der letztcrn Art ist die Scheide sehr gut
erhalten, sie ist gegen 3 cm lang und hat etwa 120
Zipfel. Auch die Rhizomc sind noch erhalten und
mit diesen zusammen eigentümlich knollenartig ent-
wickelte Rhizomteile, die etwa die Größe eines Hüh-
nereies haben. Solche knollenartig ausgebildete
Rhizompartien kennt man übrigens auch bei einigen
lebenden Equisetum-Arten, nur erreichen sie hier
laum die Größe einer Haselnuß. fteitschulen.
Gquitationsanftalt zu Müncken, s. Militär-
Equitationsschulen, frühere Bezeichnung für
die Reitschulen der österr. Kavallerie. Aus der ehe-
maligen Central-Equitations schule ist das
jetzige Reitlehrerinstitut zu Wien hervorgegangen'
an die Stelle der früher bei allen Regimentern be-
stehenden E< sind eine Anzahl Brigade-Offizierschu-
lcn zur Ausbildung von Subalternosfizicrcn in allen
Zweigen des kavalleristischen Dienstes getreten (s.
Militärreitschulen).
HqMtss, Mehrzahl von I5qu63 (s. d.). - llbcr
die 15. genannten Schmetterlinge s. Ritter.
Hyuivoyub (frz., spr. ekiwock), s. Äquivok.
Nyunieus, Sternbild, s. Füllen.
üHNus, Gattung der Einhufer, zu welcker das
Pferd, der Esel, derOnager oder Gurkur, der Dschig-
getai und die Zebras (s. die betreffenden Artikel)
gehören.
Er (davon das Zeitwort Eren, E r z en), Anrede,
die in Deutschland im 17. Jahrh, aufkam. Schon
im Mittelalter wurde der Vornehme nicht mit Du,
sondern mit einem Namen angeredet, der sich auf
feine Würde bezog. Von Frankreich und Italien kam
diese Sitte nach Deutschland, und zu Beginn des
17. Jahrh, gebrauchte man statt Dn die Anrede
"der Herr" und vorerst in Verbindung damit das
sich dem Begriffe nach auf die dritte Person richtende
Fürwort er; so Scriver 1640... "geliebter Herr!
ich zweifele zwar nicht, daß er seinem Gott bereits
wieder abgebeten habe". Als das Er sich eingebür-
gert hatte, gebrauchte man es bald allein statt der
zweiten Person. Aus einer vornehmen Anrede
ward es dann nach und nach zu einer vertraulichen.
In der ersten Hälfte des 18. Jahrh, sank der Wert
des Er beträchtlich infolge der Übertreibung, den
Plural des Er anzuwenden. Aber noch Schillers
Vater redet ihn in seinen Briefen mit Er an,
was damals noch für vornehmer galt als Du und
Ihr. Im 19. Jahrh, nannte man zuletzt nur Nie-
drigerstehende (Bediente, geringe Handwerker und
Bauern) Er, eine Anrede, die jetzt als Mißachtung
betrachtet wird. In der bayr. Armee wurden die
Soldaten von den Offizieren bis 1868 mit Er an-
gesprochen. "Er" wurde auch für Mann, für das
Männchen von Tieren gebraucht; der Plural hier-
von ist: die Ern. ((55. Duzen.)
Hr, chcm. Zeichen für Erbium.
15,'., bei naturwissenschaftlichen Namen Abkür-
zung für Wilh. Ferd. Erichfon (s. d.).
Gra, linker Nebenstuß des Arno im ital. Com-
partimento Toscana, Provinz Pisa, entspringt an
der Westseite des Monte-Miccioli, fließt nach W.
bis auf 0,5 km von Volterra, wendet sich dann
nach NW. und mündet von S. her in den Arno
bei Pontedera, wo über den Fluß eine schöne Mar-
morbrücke sührt.
Gradiation (neulat.), Lichtausstrahlung.
Gradizieren (lat.), auswurzeln, entwurzeln,
mit der Wurzel ausrotten; davon das Substanti-
vum Eraditation.
üra^rostis Feaill)., Liebesgras, Pflanzen-
gattung aus der Familie der Gramineen (s. d.) mit
gegen 100 in den gemäßigten und warmen Zonen
sehr weit verbreiteten Arten. Die wichtigste Art ist
das in Abessinien einheimische und dort allgemein
als Getreide kultivierte Tef- oder Tafgras, 15.
ad)83inicH^., dessen kleine, aber zahlreiche Früchte,
etwa von der Größe der Hirsekörner, ein wichtiges
Nahrungsmittel für die Bewohner ganz Abessiniens
bilden. Aus dem Mehl wird Brot mit angenehm
säuerlichem Geschmack gebacken.
Gran, Hochland in Westasien, f. Iran.
Erandique (spr. -dihke), Distrikt im SO. des
Depart. Gracias der Republik Honduras mit gleich-
namiger Hauptstadt (2000 E.), hat reiche Minen mit
herrlichen, oft roten Opalen.
Granos (grch.), im alten Griechenland eine
Mahlzeit, zu welcher jeder Gast seinen Beitrag an
Lebensmittcln oder Geld gab (Picknick); in Athen
insbesondere hießen 15ran0i organisierte Genossen-
schaften, ^"ie teils zu gemeinschaftlichen Vergnügun-
gen und ^chmausereien, teils zu gegenseitiger Unter-
stützung durch Geldvorschüsse sich verbunden hatten;
Eranisten, die Mitglieder eines E.
UrantkisFtt??Fk., Winterling, Pflanzengat-
tung aus der Familie der Ranunkulaceen (s. 0.).
^ie ist die früheste aller Gartenblumen und entwickelt
schonimFebruarund März noch vor den Blättern ihre
großen gelben, von einer vielblätterigen Hülle um-
gcbenenBlumen auf einem nur 10 cm hohenSchafte.
Schon im Mai ist sie spurlos verschwunden. Man
pflanzt sie in einer etwas schattigen Lage und dicht
beisammen zwischen Schneeglöckchen und Scillen,
von denen sie in der Blüte abgelöst wird. Vermeh-
rung durch Teilung der Stöcke oder durch tarnen,
welche sofort nach der Reife gesammelt werden
müssen, da sie sonst zur Erde fallen. Man kennt
nur zwei in den Gebirgsgegenden Asiens und Euro-
pas vorkommende Arten. In Deutschland findet
sich nur eine davon, 15. liismaiis ^., selten wild
wachsend; doch wird sie oft in Gärten angepflanzt.
Ilra. ok Fooä kesiinA (engl., spr. ihre öf gudd
fihling; "Zeit des guten Einvernehmens"), in
den Vereinigten Staaten von Amerika die Periode
von 1817 bis 1825 während der Präsidentschaft
Monroes, besonders seit 1820, wo die Reste der
! Föderalistenpartei verschwanden und alle Männer