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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

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Fallbach - Fallen (zum Fangen)
als möglich an seiner Schneide und im Verein mit
oer Richtung und Elasticität des Stieles sichert
dies einen wirkungsvollen Hieb ohne Prellung der
Zände. Ihr Zuschärfungswinkel beträgt 15-30".
Die Seitenflächen sind bei ihr konvex gekrümmt, so-
daß sie sich nach jedem Hieb leicht aus dem Holze
herausziehen läßt.
Fallbach, einer derschönsten Wasserfälle Deutsch-
lands im bad. Echwarzwald, oberhalb der Stadt
Triberg. Die Gutach (s. d.) bildet hier 7 Kaskaden
von insgesamt 150 m Höhe.
Fallbeil oder Fallschwert, s. Guillotine.
Fattbö oder Fallwind, ein plötzlich aus den
Thalschluchten einer gebirgigen Küste hervorstoßen-
der Wind.
Fallbrücke (grch. Lg.mdvk6; lat. Lamducg.), eine
Velagerungsmaschine der Alten. Die F. war ent-
weder eine Zugklappe am Wandelturm (Angrisss-
turm), oder sie war, zwischen Masten hängend, aus
niedrigem Wagen fahrbar (die eigentliche Lamlmca).
Durch die F. versuchten die Belagerer die Wälle zu
überdecken, Zugang zu den Mauern zu erlangen und
somit den Angriff zu ermöglichen. Sie waren meist
so angeordnet, daß sie aufgezogen die Sturmkolon-
nen deckten, durch ihre Schwere den Gegner auf der
gegenüberliegenden Mauer bedrohten und, nieder-
gelassen, dem Sturm den Weg bahnten. F. ist auch
gleichbedeutend mit Zugbrücke (s. d.).
Fallchronometer, s. Chronometer (Bd. 4,
Falle, am Fallenschloß, s. Schloß. IS. 298 a).
Fallen, Vorrichtungen, welche zum Fangen von
Wild, namentlich Raubzeug, verwendet werden. Die
eisernen F. werden vom Jäger besonders Eisen
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enannr. Die wichtigsten F. sind: 1) das Berliner
kisen ss. d.) oder der Schwanenhals. 2) Das
Tellereisen (s. d.).
3) Die eiserne Hohl-
falle von von Han-
stein (Fig. 1), welche in
einen natürlichen oder
künstlichen Fuchsbau ein-
geschoben oder in ein
Rohr eingekeilt wird,
nachdem die übrigen Röh-
ren fest verstopft worden
sind. Das durch den
Hunger aus dem Bau ge-
triebene Tier gelangt
durch ein bewegliches
Thürchen in den Innen-
raum der vorn geschlos-
senen etwa 1 m langen
Falle, welche so eng ist,
daß sich das Tier nicht
umwenden kann. Da
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Fig. 2.
das zufallende Thürchcn nur von außen zu öffnen ist,
so wird das in die Falle eingeschlüpfte Tier lebendig
m derselben festgehalten. 4) Die Webersche
Raubtierfalle, wofür Fig. 2 die äußere Ansicht
in aufgestelltem Zustande, Fig. 3 dieselbe Ansicht in
abgezogenem Zustande und Fig. 4 die innere Ein-
richtung darstellt. Diese Falle ist im wesentlichen ein
Schwanenhals mit unterhalb der viereckigen Bügel
^....^../ -'^' Fig. 3.
liegender hufeisenförmiger Feder. Nachdem dieselbe
zum Fang fertig gestellt ist, liegen sämtliche Eisen-
teile in einem stachen Holzkasten eingebettet, aus dem
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nur der Fangbrocken zu sehen ist. Diese wenig ver-
räterische Falle ist sehr gebräuchlich zum Fange von
Mardern und Iltissen und auch für den Fuchsfang
verwendbar. 5) Die Klappfalle. Sie kann ein-,
und zweiklappig sein; die zweiklappige (Fig. 5) ist
Fig. 5.
zweckmäßiger. Sie wird namentlich in Zaun-
öffnungen, an Durchgängen bei Fasanengehegen
und in Gebäuden verwendet und besteht aus einem
Vrettkastcn, dessen Seitenteile beweglich und als
Fallschieber zu bezeichnen sind. Das durch die Klapp-
falle kriechende Wild tritt die Stellung nieder, wo-
durch ein Herabfallen der Schieber und ein Schließen