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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

Schlagworte auf dieser Seite: Finmarken; Finne

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Finmarken - Finne

öffentlichte er 1836 "The Hellenic kingdom and the Greek nation". Hierauf folgten "Remarks on the topography of Oropia and Diacria" (Athen 1838; deutsch hg. von S. F. W. Hoffmann: "Histor.-topogr. Abhandlungen über Attika", Lpz.1842) und sein Hauptwerk: "Greece under the Romans" (Lond. 1843; 2. Aufl. 1887; deutsch, Lpz. 1861). Zum Zwecke weiterer Studien bereiste er die Levante, worauf zunächst "On the site of the Holy Sepulchre" (Lond. 1847) erschien. Als Fortsetzung seines Hauptwerkes erschien "The history of Greece from its conquest by the Crusaders to its conquest by the Turks, and of the Empire of Trebizond" (Lond. 1851), "History of the Byzantine and the Greek Empires from 713 to 1453" (2 Bde., ebd. 1853-54), History of Greece under the Ottoman and Venetian domination" (Edinb. 1856) und "History of the Greek revolution (2 Bde., ebd. 1861). Sein Hauptwerk, "The history of Greece from the Romans to the present time" (7 Bde., Oxf. 1877), wurde nach F.s Tode von Tozer herausgegeben.

Finmarken, das nördlichste Amt Norwegens und der nördlichste Teil Europas überhaupt, das norweg. Lappland, umfaßt 47 397, nach Strelbitskij 47 287 qkm. F. ist von schmalen, durchschnittlich nur 3-600 m hohen, aber mit ewigem Schnee und Eis bedeckten Gebirgen durchzogen; in die Küste des Eismeers greifen zahlreiche Fjorde tief ein, denen sich Inseln wie Sorö, Seiland und Stjernö vorlagern. Unter den Buchten sind die bedeutendsten der Alten-, Porsanger-, Laxe-, Tana- und Varangerfjord, unter den Flüssen der Alten- und die Tanaelv. Das Klima ist, wenn auch unter dem mildernden Einflusse des hier eisfreien Oceans, sehr kalt und rauh. Dies gilt namentlich auch von dem Nordkap (s. d.) auf der Insel Magerö. Die mittlere Temperatur des kurzen Sommers ist 4° C. Schlimmer als die Winterkälte (Mitteltemperatur 3,5°) sind die Winterstürme. Dem Mangel an Holz helfen im N. reiche Torflager ab. Nur an geschützten Stellen gewinnt man Sommerroggen, Gerste, Kartoffeln und Küchengewächse. Der Graswuchs ist während des kurzen Sommers in den Flußthälern außerordentlich üppig. Kühe und Schafe finden auch im Winter unter der Schneedecke Nahrung. Die Bevölkerung besteht im nördl. Teile des Landes vorzugsweise aus Lappen (s. d.) und beträgt (1891) nur 29 332 E., d. i. 0,6 auf 1 qkm, darunter etwa 8000 Lappen und 6000 Finnen. Haupterwerbszweig ist Fischfang; allein Dorsche werden jährlich an 15 Mill. Stück gefangen; neuerdings wird mit steigendem Erfolge Walfischjagd getrieben. Das Amt zerfällt in fünf Vogteien: Alten, Hammerfest, Tanen, Vardö und Varanger, von denen die zwei erstern West-, die übrigen Ost-Finmarken bilden. Es giebt drei Kaufstädte: Hammerfest (s. d.), die nördlichste Stadt der Erde; Vardö (s. d.), die östlichste Stadt Norwegens, und Vadsö, der Sitz des Amtmanns.

Finne oder Akne, ein sehr gewöhnlicher Hautausschlag, der vorzugsweise im Gesicht, nächstdem am Rücken, an der Brust u. s. w. auftritt. Er beruht auf einer Entzündung und Verschwärung der Talgdrüsen der Haut, welche eine fette, dickflüssige Masse (den sog. Hauttalg) absondern. Verstopft sich die Drüsenmündung, so staut der Hauttalg in den Drüsensäckchen an, dickt ein und vertrocknet in der Nähe der Öffnung, wobei er durch den von außen beigemischten Staub u. dgl. sich schwärzlich färbt. Drückt man eine so verstopfte Talgdrüse aus, so dringt der dicke Hauttalg wurstförmig hervor und ähnelt einem Würmchen mit schwarzem Kopfe. Daher entstand der Name Mitesser (comedo). Übrigens kommen wirklich zuweilen kleine Tierchen in diesem Hauttalge vor, die Haarbalgmilben (s. d., Demodex folliculorum Sim.), welche jedoch mit bloßem Auge kaum aufzufinden sind und auf das Hautorgan keinen weitern schädlichen Einfluß üben. Entweder infolge der Anhäufung des Hauttalgs oder aus andern, tiefer liegenden Ursachen entzünden sich häufig die Talgdrüsen, schwellen an und verursachen kleine, rote Erhebungen der Haut, welche man, wenn sie den erwähnten schwarzen Punkt zeigen, punktierte Akne nennt. Diese Entzündung oder Schwellung kann sich wieder zerteilen oder zur Eiterung fortschreiten, oder endlich ohne Vereiterung sich vergrößern. Tritt Eiterung ein, so bildet sich eine kleine Pustel, welche bald vertrocknet, abfällt und eine allmählich verschwindende rote Erhebung, selten eine kleine Narbe zurückläßt. Zieht sich die Entzündung ohne Eiterung in die Länge, so entsteht eine chronische Schwellung um die Talgdrüse, ein sog. Akneknoten, welcher sich auf der Haut durch eine flache rote Erhebung verrät. Tritt gleichzeitig um die Knoten eine beträchtliche Gefäßerweiterung ein, so erhält man die Acne rosacea (Kupferrose, Burgundernase), welche häufig Trinker, namentlich Wein-und Branntweintrinker, heimsucht. Die Krankheit tritt gewöhnlich zuerst während der Pubertätsentwicklung auf und verschwindet nach derselben meist wieder. Reizungen der Haut, Unreinlichkeit, Diätfehler und Verstopfung begünstigen zwar die Entstehung der F., aber ihre eigentliche Ursache liegt in einer nicht weiter erklärlichen Disposition. Der Einfluß sexueller Excesse auf die Entwicklung der F. wird sicher in ganz ungerechtfertigter Weise überschätzt. Heilung ist nur in frischen Fällen möglich, in veralteten nur Besserung. Alle Reizungen der Haut durch Reiben, kaltes Waschen, Erhitzen und schroffe Temperaturwechsel sind zu meiden, die festen Pfröpfe aus den Talgdrüsen behutsam und vorsichtig auszudrücken. Zum Waschen ist reines Regenwasser, sehr verdünnte Tier- oder Mandelmilch zu benutzen oder dem Waschwasser etwas Borax, flüssige Glycerinseife oder Benzoetinktur zuzusetzen. Auch Schwefelpasten, das Kummerfeldsche Waschwasser, Schwefelsandseife und milde Fettsalben erweisen sich vielfach nützlich. Innere Mittel helfen nichts; sog. blutreinigende Mittel und starke Abführkuren schaden meist mehr als sie nützen, denn die Krankheit liegt nicht in einer "Schärfe des Blutes". Doch sind Verstopfung und Diätfehler streng zu meiden, und die habituell Verstopften können mit Vorteil eine gelinde Abführkur, z. B. eine Molken- und Traubenkur, benutzen.

Finne oder Blasenwurm, die Jugendform gewisser Bandwurmarten, s. Bandwürmer und Finnenkrankheit der Haustiere.

Finne, Höhenzug in Thüringen, im preuß. Reg.-Bez. Merseburg, im SO. von der Ilm, im NO. von der untern, im NW. von der obern Unstrut und im SW. von der Losse und der Fortsetzung des Lossathals bis Sulza begrenzt, zieht von SO. nach NW. und besteht aus Buntsandstein und Muschelkalk. Durch das Thal des Heldenbachs, der unterhalb Heldrungen rechts in die Unstrut mündet, wird der Höhenrücken in zwei Züge getrennt, von denen der nordöstliche die Hohe