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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

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Gilbert (William Schwenck) - Gilboa
(Par. 1771; vermehrte Aufl. 1772), "1.6 earnaval
ä68 g>nt6ui'8'> (ebd. 1775)), "^6 XVIII" 8iöci6, 8atii6
H U. I^rEroiD) (ebd. 1775)), "1^6 Z6iii6 anx pri868
9.V66 I3. ^0ltui16, 011 16 ^)06t6 INil1Ii611I611X)> (ebd.
1772), mit dem er sich um eineu Preis der Akademie
bewarb, <Mon ÜP0I0AI6; 8a,tir6" (ebd. 1778). Daß
er nicht bloß Anlage zur Satire hatte, sondern ein
echt lyrisches Talent besaß, bewies er in seiner letz-
ten Ode "^äi6iix ^ la vi6". G.s sämtliche Werke
sind am besten von Mastrella (Par. 1823; neue
Ausg. 1859) herausgegeben. Eine Auswahl gab
Huot heraus (ebd. 1893). - Vgl. De Puymaigre,
I'()6t68 6t 1'01NÄI1(i61s (16 lg. 1^01Itlil16 (Metz 1848).
Gilbert, William Schweuck, cngl. Lustspiel- und
Possendichter, geb. 18. Nov. 1836 in London, gra-
duierte als Iiuc1i6ioi' ot' ^Vrt8 an der Universität
London und arbeitete dann 1857-62 als Beamter
in dem Bureau des Staatsrats. 1864 wurde er an
die Barre des Inner-Temple berufen, wandte sich
aber vornehmlich schriftstellerischer Thätigkeit zu.
Nachdem 1866 fein Lustspiel "1)ii1cain3.ili" mit Er-
folg zur Aufführung gekommen war, vollendete G.
in rascher Folge "^n old 8001-6", "'II16 princ658"
(Parodie auf Tennyfons gleichnamiges Gedicht),
"^63 HF0", "^1'63.tui'68 ok ilI1Mi86", "^V 86118llti0I1
1I0V61", "IIa.pi^ ^.rcHäia", und die Zauberstücke
"'II16 PH13.66 0t' ti-utnu (1870), "i'v^iliHlion HI1(1
(^1g,t6H" (1871) und "'II16 ^i('Iv6(I >V01-Iä" (1873).
Ernster gehalten waren die Schauspiele "(Havit^"
und "^V66tn6ln-t8" (1874). Doch kehrte G. bald
zur Komödie ("Onimil", 1877, und "^6'6i' d<>
^Q66i", 1878) und Posse zurück Nlit dem Zauber-
stücke "Zi-0k6n 1i6ln-t8" und den von A. Sullivan
komponierten komischen Opern "^iinl d^ ^ni)",
"^?1i6 801X'61'61'", "Il6I' N^68t>'8 "Ili^ 1^1113,^01'6"
(1879), "'11i6 I)irat68 0t'?6N/N,N(!6)) (1881), "10-
1tliit1i6)) (1882), "'1^6 NiI<Hä0" (1885), die anßer-
ordentlich volkstümlich wurden. Es folgten in dem-
felben Genre "I^nc16i^0i'6'> (1887), "I'Q6 ^60Miin <>t'
t1i6 ^Ulli-ä" (1888), "'1116 (^011(101161-8" (1889) und
"^011^8 ok 3. 8av0^in'c1" (189^>). G. war längere
Zeit Mitarbeiter an dem Witzblatt "1?nn"; eine
Sammlung seiner Beiträge daraus siud: "I^d iz^i-
1all8" (1869 u. ö.) und "Noi-6 Dad Z3Nii<i8 (1872).
G. leitet jetzt das Savoy-Theater in London.
Gilbert de Montreuil (spr.schilbähr de uiong-
tröj), s. Gerbert de Montreuil.
Gilbertlner, die Mitglieder einer in England
entstandenen geistlichen Verbrüderung, gegründet
1135 vomheil.Gilbert oderGuilbert, geb. W83,
gest. 1189, heilig gesprochen 1202, Pfarrer in Sem-
pringham. Da Papst Eugen lil. ihnen den A'n-
schluß an den Eistercienserorden nicht gestattete,
bildeten sie 1148 eine eigene Verbindung. Die
Nonnen lebten nach der Regel Beneditts, die Män-
ner als Chorherren des Auguftinus. Zur Zeit der
Reformation hatten die G. in England 21 Nieder-
lassungen; sie erloschen in der ersten Hälfte des
16. Jahrh.
Gilbertinfeln, auch Kingsmill-, Tarawa-
oder, weil der Äquator sie durchschneidet, Linien-
inseln, Archipel im Großen Ocean, im SSO. von
den Marfhallinseln, zwischen 172 und 177" östl. L.,
besteht aus 18 niedrigen Koralleninseln, von denen
nur 2 ohne Lagunen sind, mit zusammen 399 t^m
und 36800 E. Man teilt sie in vier Gruppen, von
N. nach S. die Scarborough-, Simpson-,
Bischof- und 5Nngsmillinfeln. Die wichtig/
sten sind: Taputeuea (25 likm, 6-7000 E.), Arorai
<30 q1<m, 600 E.), Nconouti (30 ^m, 4500 E.),
Apammna (17 likm, 4000 E.), Vutaritari (30(^km,
2500 E.), Maiana (30 ^m, 3000 E.), Nauru (5 hkin,
1324 E.) und Tarawa (40 ^m, 2000 E<). Die Be-
wohner sind von Farbe sehr dunkel, groß, kräftig-
sie gehen nackt und tättowieren sich. Bei ilmen
herrscht Polygamie; doch ist ein großer Teil dem
prot. Christentum gewonnen. Das Mma ist gefund,
die Fauna arm; wichtig sind die Kokosbaine. Zu-
erst entdeckt wurde die Insel Nukunau 1765 dnrcb
Kapitän Byron; die nächsten Entdeckungen machten
Marshall und Gilbert. Nach derübereinkunft zwifchen
Deutfchland und England vom 6. und 10. April 1886
follten die G. in die brit. Machtfphä're fallen, 1892
wurden sie unter engl. Protektorat gestellt. - Vgl.
Hager, Die Marshallinseln (Lpz. 1886); K. E. Jung,
Der Weltteil Australien (ebd. 1883); B. von Werner,
Ein deutsches Kriegsschiff in der Südfee (Lpz. 1889;
3. Aufl. 1890).
Gilbkraut, Gelbkraut, volkstümlicheBezeich-
nung für Färberginster (s. (i6iii8ta), Schollkraut (s.
01i6iiä0ninm) und Wau (s. Farbepflanzeir, Bd. 6,
S. 572:y. fton Lesage (s. d.).
Gil Blas (spr. schilt blaß), Titel eines Romans
Gilboa hieß 1) ein Ort in Palästina, bei dem
sich Sanl mit seinem .Heere zum letzten Kampf gegen
die Philister lagerte (1 Sam. 28,4), und danack
2) ein Gebirge, auf dem Saul und feine Söhne in
jenem Kampfe ihren Tod fanden (1 Sam. 31). Die-
fes heißt heute Dschebel Fukua (Fakua) und ist der
nordöstlichste, die große Ebene im Osten begrenzende
Ansläufer des Berglandes von Samari^n, ',!lgleich
die Wasserscheide Zwischen dem alten Kifon (s. d.)
ilnd dem Jordan, zu dem es im Osten stcil abfällt.
Der südl. Teil ist fruchtbarer als der nördliche, bis
zu 518 m ansteigende. Auf dem südlichen liegt das
Dorf Dschelbon, das alte G.