Schnellsuche:
Info: Zur Zeit wird der Volltextindex aktualisiert. Sie erhalten daher bei Suchen nicht die volle Anzahl an Treffern. Die Aktualisierung dauert typischerweise wenige Minuten.

Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

Schlagworte auf dieser Seite: Goodenough; Goodrich; Goods.; Goodsir; Goodwin-Sands; Goodwood-Park; Goojrat; Goole; Goonze; Goor; Goos; Gooty; Göpel

160

Goodenough – Göpel

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Goodeniaceen'

der in der Regel in seinem untern Teile mit dem Fruchtknoten verwachsen ist, aus einer fünflappigen Blumenkrone, fünf Staubgefäßen und einem ein- bis zweifächerigen Fruchtknoten, auf dem ein einfacher Griffel aufsitzt. Die Frucht ist entweder eine Steinfrucht oder eine Kapsel.

Goodenough (spr.gúddenöff), eine der D’Entrecasteaux-Inseln (s. d.).

Goodrich (spr. guddritsch), Samuel Griswold, amerik. Schriftsteller, bekannter unter dem Pseudonym Peter Parley, geb. 19. Aug. 1793 in Ridgefield (Connecticut), war Verlagsbuchhändler, zuerst in Hartford, dann in Boston. Er gab eine Reihe von Jugendschriften u. d. T. «Peter Parley Series» (177 Bde.) heraus, die sich einer großen Beliebtheit erfreuten. 1828–42 gab er das Jahrbuch «The Token» heraus und von 1841–54 veröffentlichte G. «Merry’s Museum and Parley’s Magazine», eine neue Zeitschrift für die Jugend, die gleichfalls weite Verbreitung fand. 1851 zum Konsul der Vereinigten Staaten in Paris ernannt, gab G. 1852 französisch «Les États-Unis d’Amerique. Aperçu statistique, historique, géographiqie, industriel et social» heraus. Später schrieb er noch: «Recollections of a lifetime» (2 Bde., 1857; neue Ausg. 1880) und «Illustrated natural history of the animal kingdom» (2 Bde., 1859). G. starb 9. Mai 1860 in Neuyork. G.s Selbstbiographie «Story of my own life» (1862) veröffentlichte Freeman.

Goods., hinter den wissenschaftlichen Benennungen niederer Tiere Abkürzung für Harry D. S. Goodsir (spr. guddsörr), einen engl. Forscher besonders auf dem Gebiete der Krebse.

Goodsir (spr. guddsörr), John, Anatom und Physiolog, geb. 1814 zu Anstruther in Schottland, studierte in Edinburgh, wurde 1846 Professor der Anatomie daselbst und starb 11. März 1867. G. ist nach Hunter der berühmteste Anatom Englands. Seine zahlreichen Arbeiten über Anatomie, Physiologie und Pathologie erschienen gesammelt u. d. T. «Anatomical and physiological observations» (Edinb. 1860).

Goodwin-Sands (spr. guddwĭnsännds), große bewegliche Sandbank im N. der Straße von Dover, 3 km vor der Ostküste der engl. Grafschaft Kent, zwischen Deal und Ramsgate. Halbkreisförmig zieht sie sich, bei 2 km Breite, 16 km weit hin und hat Wasser von 1 bis 7 m Tiefe; zur Ebbezeit liegt ein großer Teil trocken. Trotz der vier schwimmenden und mit Glocken versehenen Leuchtfeuer haben die G. in den Zeiten der Nebel zahllosen zur Themsemündung fahrenden Schiffen Verderben gebracht.

Goodwood-Park (spr. guddwudd), s. Chichester.

Goojrat, s. Gudschrat.

Goole (spr. guhl), Stadt im West-Riding der engl. Grafschaft York, 35 km im W. von Hull, am rechten Ufer der schiffbaren Ouse, 11 km oberhalb ihrer Mündung in den Humber, hat (1891) 15413 E. (1881: 10339), große Docks, Speicher und Schiffswerfte; ferner Eisengießerei und Getreidemühlen, Fabrikation von Segeltuchen und Ackerbaugeräten. Zur Ausfuhr (Wert: 5 Mill. Pfd. St.) kommen vornehmlich Maschinen, Kohlen, Woll- und Baumwollwaren aus den nördl. Industriebezirken; eingeführt wird Wolle, Flachs, Getreide und Zucker. Mit Antwerpen besteht regelmäßige Dampfschiffahrtsverbindung. G., 1850 noch ein Dorf, verdankt seinen Aufschwung der Aire- und Calder-Company, welche, im Besitz der Binnenschiffahrt ↔ auf Aire und Calder, es möglich gemacht hat, eine von Hull unabhängige Verbindung mit dem Meere zu erlangen.

Goonze, Guhns, kleines Gold- und Silbergewicht in Britisch-Ostindien, namentlich in der Präsidentschaft Bombay und hier 1/100 des Tola oder des Gewichts der ältern (bis 1824 geprägten) Bombay-Rupie = 11,599 cg. Das G. wird hier in 6 Chows (s. d.) geteilt. In einigen Gegenden ist das G. 1/96 der etwas schwerern Sicca-Rupie = 2 engl. Troygrän oder 12,96 cg.

Goor (spr. chohr), Stadt in der niederländ. Provinz Overyssel, an der Regge, 28 km im ONO. Von Zütphen, Station der Staatsbahnlinie Arnheim-Salzbergen, hat (1891) 2898 E., Webereien, Bleichereien und Färbereien. G. wurde 1572 von den Spaniern, 1597 von Moritz von Oranien erobert.

Goos, Karl, dän. Jurist und Staatsmann, geb. 3. Jan. 1835 auf der Insel Bornholm, wurde 1861 Professor der Rechtsphilosophie, des Strafrechts und des internationalen Rechts in Kopenhagen, 1867 außerordentliches Mitglied des Höchsten Gerichtshofs und 1868 Mitglied einer Kommission zum Entwurf einer Civil- und einer Strafprozeßordnung wie eines Gerichtsverfassungsgesetzes, die ihre Arbeiten unter wesentlicher Unterstützung von G. 1878 abschloß. Er übernahm 1884 die Leitung des Gefängniswesens und im Aug. 1891 das Kultusministerium. Von seinen vielen gediegenen Schriften sind zu nennen: «Den danske Strafferet» (Bd. 1, Kopenh. 1875; Bd. 2, ebd. 1878), «Strafferetsplejens almindelige Grundsœtninger» (ebd. 1878), «Om Lœgdommere i Straffesager» (ebd. 1878), «Forelœsninger over den danske Strafferets specielle Del» (ebd. 1887), «Forelœsninger over den almindelige Retslœre» (ebd. 1885-92). Mit Hansen veröffentlichte er: «Das Staatsrecht Dänemarks» (in Marquardsens «Handbuch des öffentlichen Rechts», Bd. 4, Freib. i. Br. 1889). Für die «Nordisk Retsencyklopœdi" lieferte er (Heft 5, Kopenh. 1882) die Darstellung des allgemeinen Teils des nordischen Strafrechts, sowie in von Holtzendorffs und Jagemanns «Handbuch des Gefängniswesens» (Bd. 1, Hamb. 1888) die des Gefängniswesens von Großbritannien, der skandinav. Staaten und Rußland.

Gooty (Guti), Militärstation, s. Bellary.

Göpel, ein Bewegungsmechanismus, der im wesentlichen aus einer meist vertikalen, durch Menschen- oder Tierkräfte mittels langer Hebel in Drehung versetzten Hauptwelle bestehend, zur Aufnahme, Umsetzung und Nutzbarmachung jener Kräfte für den Betrieb von Arbeitsmaschinen, meist solcher zum Heben von Lasten, dient. Man unterscheidet zunächst die wenig gebräuchlichen Handgöpel für Menschenkräfte von solchen für tierische Kräfte, welch letztere, weil meist Pferde zum Betrieb dienen, Pferdegöpel genannt werden. Beide Arten von G. sind auch durch ihre Dimensionen verschieden. Da die Bewegungen der treibenden Kräfte langsam fortschreitende sind, meist auch eine Änderung der Bewegungsrichtung erforderlich wird, ist ein Mechanismus, aus Stirn- und Kegelrädern mit entsprechenden Umsetzungsverhältnissen bestehend, zwischen Hauptwelle und Transmission eingeschaltet, der als zweiter wesentlicher Teil des G. zu betrachten ist. Genügt derselbe nicht, um eine geforderte Umdrehungsgeschwindigkeit zu liefern, so werden in die Fortleitung der umgesetzten Bewegung vom G. zur Arbeitsmaschine, die entweder durch gekuppelte Eisen-

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 161.