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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

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Isokrymen - Isolieren
anstalteten Brenn (Gotha und Erfurt 1831), Vaiter
(Par. 1846), Benseler (2. Aufl. von Blaß, 2 Bde.,
Lpz. 1878), Schulausgaben ausgewählter Reden
0. Schneider (2 Bde., 3. Aufl., besorgt von M. Schnei-
der, ebd. 1886-88) und Nauchenstein (5. Aufl., be-
sorgt von Reinhardt, Verl. 1882). Deutsche Über-
tragungen sämtlicher Reden lieferten Benseler
(4 Bde., Prenzl. 1829-31) und Christian (8 Bde.,
3. Aufl., Stuttg. 1869). Den Namen des I. tragen
auch 10 Briefe, deren Echtheit bestritten wird. -
Vgl. Blaß, Die attische Beredsamkeit, 2. Abteil.:
I.und Isaios <2. Aufl., Lpz. 1892); Girardi, 06nno
Ltorico-ci'itico delia vit". sä opere ä'lLoclate (Neap.
1875); Reinhardt, vs iZocratig aeumIiZ (Bonn1873).
Isokrymen (grch.) nennt I. D. Dana die Verbin-
dungslinien der Orte, an denen die Temperatur
der Meeresoberfläche während der 30 aufeinander
folgenden kältesten Tage gleich niedrig ist.
Isöla. (ital.), Insel.
Isöla, Stadt im Gerichtsbezirk Pirano der österr.
Bezirkshauptmannschaft Capo d'Istria in Istrien,
an einer kleinen Bucht des Golfs von Trieft, hat
(1890) 4896, als Gemeinde 6583 meist ital. E., eine
Fachschule für Spitzenklöppelei und eine warme
Schwefelquelle, die seit 1823 zu Bädern benutzt
wird. Der hier gebaute süße schwarze Wein ^ro-
"ecco ä' Isola) ist berühmt.
Isöla Bella, s. Borromeische Inseln.
Isöla della Scala, Hauptstadt des Distrikts
1. d. S. (37 862 E.) in der ital. Provinz Verona,
zwischen dem Tartaro und dessen Nebenflusse Pi-
ganzo, an der Linie Verona-Legnago des Adriati-
fchen Netzes, hat (1881) 4585, als Gemeinde 6005 E.
und Seilerei.
Isöla del Liri, Stadt im Kreis Sora der ital.
Provinz Caserta, an der Linie Roccasecca-Arce-
Sora des Mittelmeernetzes, auf einer Infel des
Liri gelegen, der hier zwei schöne Wasserfälle bildet,
hat (1881) als Gemeinde 6489 E. und Papier-
fabrikation.
Iföla Lunga oderIsola Grossa, kroat.vußi
Otok, Insel im Adriatischen Meere, an der Küste
von Dalmatien, zur österr. Vezirkshauptmannschaft
und zum Gerichtsbezirk Zara gehörig, 91 ykm groß,
ist langgestreckt und zählt (1890) 3164 meist kath.
kroat. E. Die ganze Insel besteht aus Kalkfels;
Quellen fehlen, doch gewinnt man reichlich Wein,
Feigen, Oliven, auch Salz an den Küsten. Hauptort
ist Säle (s. d.).
Isöla Madre, s. Vorromeische Inseln.
Isvläni (Isolano), Joh. Ludw. Hektor, Graf
von, taiferl. Reitergeneral im Dreißigjährigen
Kriege, geb. 1586 zu Görz, stammte aus cypri-
schem Adelsgeschlecht und trat, wie sein Vater, in
kaiserl. Kriegsdienste, in denen er bis 1603 gegen
die Türken kämpfte. 1602 wurde er gefangen, ent-
kam aber und erhielt bald darauf das Kommando
eines Kroatenregiments. In den ersten Jahren des
Dreißigjährigen Krieges focht er gegen Mansfeld,
dann unter Savelli in Pommern. Anfang 1632
zum General über alle Kroaten ernannt, kämpfte
er rühmlich bei Lühen, wo er 28 Schwadronen des
linken Flügels führte, und lieferte 1633 zahlreiche
Scharmützel in Sachsen und Schlesien. Als Feld-
zeugmeister erhielt er 1634 von den Wallenstein-
ichen Gütern die Herrschaften Aicha und Frieden-
stein und zum Lohn für seinen Abfall von Wallen-
stein den Grafentitel. Später focht er bei Nörd-
lingen, mit Piccolomini in den Niederlanden, mit
Gallas in der Picardie und in Burgund, 1637
unter Werth in Hessen, 1638 in Pommern, 1633
am Oberrhein gegen Bernhard von Weimar und
Gue^briant und starb im März 1640 zu Wien. I.
war einer der verwegensten Reitcrführer des kaiserl.
Heers und wegen seiner verheerenden Züge unge-
mein gefürchtet.
Isolationsprüfer, Instrument zur Prüfung
einer Leitung (oder auch eines Instruments, einer
Maschine u. s. w.) auf ihre Isolation (s. Isolator)
bez. zur Messung ihres Isolationswiderstandes (s. d.).
Ifolationswiderstand, der Widerstand, den
die Isolation eines elektrischen Leiters dem Durch-
gang von elektrischem Strom durch sie hindurch
entgegensetzt. Dieser Widerstand ändert sich, wie
jeder andere elektrische Widerstand, im umgekehrten
Verhältnis Zum Durchgangsquerschnitt, hier also
zur Länge der mit Isolation bedeckten Leitung.
Isolator, Vorrichtung zum Isolieren (s.d.), be-
sonders gebraucht im Gegensatz zu Leiter (s. d.) für
elektrische Nichtleiter,Stosse, die einem Durch-
aange von elektrischem Strom (oder auch von stati-
scher Elektricität) durch sich hindurch einen so hohen
Widerstand entgegensetzen, daß man das trotz dieses
Widerstandes hindurchgehende Quantum für den be-
treffenden Zweck vernachlässigen kann. Der Wider-
stand ist bei guten I. zwar ein außerordentlich hoher,
stets aber ist er angebbar. Zu den besten I. gehören
tierische und pflanzliche Faserstoffe, Öle, Porzellan,
Kautschuk, Guttapercha, Glas und trockne Luft.
Drähte isoliert man durch Umspinnen oder Um-
klöppeln mit Baumwolle, Seide, Jute oder andern
Gespinsten, die vielfach noch mit Wachs, Asphalt
u. dgl. getränkt werden; für manche Zwecke auch
durch Umwickeln mit getränktem Band. Umhüllen
mit Kautschuk oder Guttapercha ist die vorzüglichste,
aber auch teuerste Art der Isolierung und wird nur
angewandt, wo sie durch nichts anderes zu ersetzen
ist, wie beispielsweise sür Leitungen unter Wasser..
<S. Kabel.) Für Leitungen im Freien, msde^on'de're
für Telegraphenleitungen, wendet man Drähte an,
die an den Stützpunkten durch Porzellanglocken
(s. Tafel: Elektrische Telegraphen II, Fig. 2,3
u. 4) isoliert sind, während für hochgespannte Ströme
der Olisolator (s. d.) an ihre Stelle tritt.
Ifolda, der 211. Planetoid.
Isolde, die Geliebte Tristans (s. d.).
Isoiepis ^. ^., Iartried, Pflanzengattung
aus der Familie der Cyperaceen (s. d.). Man kennt
zahlreiche Arten mit meist vielblütigen Ähren und
dachzieaeligen, gleichartigen Schuppen. Wegen
ihres eleganten Wuchses werden vorzugsweise zwei
Arten geschätzt und in Gewächshäusern und Stuben
unter dem Namen Grastöpfe kultiviert: I. Fracilis
^V. "b Z?6. aus Ostindien, mtt fadenförmigen, drei-
kantig zufammengedrückten Halmen und gehäuften
einfachen oder mehrfach zusammengesetzten Ährchen,
und I. p^in3.69. H^ntk., in Südeuropa, Chile, Peru
u. s. w. einheimisch, mit vasenbildenden, fadenför-
migen Halmen und einzelnen, elliptischen, stumpfen
Ahrchen. Beide Riedgräser sind als Einfassung von
Blumentischen und sonstigen Gruppierungen sowie
als Ampelpflanzen mit Vorteil zu benutzen. Sie
wachsen in jedem nahrhaften Boden, verlangen aber
viel Wasser und werden deshalb besser durch stets
mit Wasser gefüllte Untersetzer getränkt. Man kann
sie jederzeit durch Teilung der Stöcke vermehren.
Isolieren (frz.; vom ital. isola., Insel), abson-
dern, trennen, heißt in der Lehre von der Elek-