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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

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Kronenrädchen – Kröner (Adolf)

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Kronenorden'

ein ovaler, mit Perlen besetzter, von einer Kaiserkrone überragter Reif, in dessen Mitte die Buchstaben V. R. und I. in Diamanten, Perlen und Türkisen. Der Orden wird an blaßblauem, weiß gerändertem Bande getragen.

3) Orden der Krone von Italien, vom König Victor Emanuel 20. Febr. 1868 gestiftet, hat fünf Klassen (Großkreuze, Großoffiziere, Komture, Offiziere und Ritter). Das Ordenszeichen ist ein goldenes, weiß emailliertes Kreuz, dessen abgerundete Flügel Liebesknoten verbinden. Im Avers des blauen Mittelschildes ist die Eiserne Krone, im Revers der schwarze Adler und das savoyische Kreuz. Das Band ist rot mit weißem Mittelstreifen. (S. Tafel: Die wichtigsten Orden II, Fig. 13.)

4) Preußischer K., von König Wilhelm I. bei seiner Krönung zu Königsberg 18. Okt. 1861 gestiftet, zerfällt in vier Klassen und wird an einem dunkelblau gewässerten Bande getragen. Das Zeichen ist bei den drei obern Klassen ein weiß emailliertes Kreuz mit breiten Enden, auf dem Avers im Mittelschild innerhalb eines blauen Randes mit der Umschrift «Gott mit Uns», auf goldenem Grunde eine Königskrone, auf dem Revers der gekrönte Namenszug mit Umschrift des Datums. Die Ritter der ersten Klasse tragen den Orden am breiten Bande von der linken Schulter zur rechten Hüfte und dazu einen achtstrahligen silbernen Stern, in dessen Mitte sich das oben beschriebene Mittelschild wiederholt. Ein vierstrahliger Stern wird auch zur ersten Abteilung der zweiten Klasse verliehen. Für Verdienste im Kriege treten die Schwerter zu dem Ordenszeichen hinzu. (S. Tafel: Die wichtigsten Orden II, Fig. 7.) – Vgl. Höftmann, Der preuß. Rote Adlerorden und der königliche K. (Berl. 1878).

5) Orden der Krone von Rumänien, von König Karl 10. (22.) Mai 1881 gestiftet, hat fünf Klassen (Großkreuze, Großoffiziere, Commandeure, Offiziere und Ritter). Das Ordenszeichen besteht in einem rot emaillierten, weiß geränderten Kreuze, auf dessen rotem Mittelschilde die rumän. silberne Krone und die Inschrift «Prin noi insine» («Durch uns selbst»), unten das Datum der Proklamation des Königtums (14 Martie 1881), der Revers zeigt das Datum 10. Maiu und auf dem Reif 1866, 1877, 1881. Das Ordensband ist blau mit silbernen Rändern. Die Großkreuze tragen dazu einen silbernen Stern von acht Strahlen, die Großoffiziere einen solchen von kleinerer Form.

6) K. in Siam (Maha Chakri), gestiftet 29. Dez. 1869, nur für Souveräne bestimmt, besteht in einer von rot und grün emaillierten Blättern sternartig umgebenen, blau emaillierten Medaille mit der Königskrone, auf einer Vase ruhend, umgeben von den hohen Insignien. Sie wird an einem blau gewässerten, grün geränderten und mit roten und gelben Streifen versehenen Bande getragen.

7) Orden der württembergischen Krone, gestiftet durch König Wilhelm I. 23. Sept. 1818, hatte ursprünglich drei, seit Abänderung der Statuten 11. Aug. 1892 fünf Klassen (Großkreuze, Komture mit Stern und ohne Stern, Ehrenkreuze und Ritter). Das Ordenszeichen ist ein achtspitziges, weiß emailliertes, goldenes Kreuz mit vier leopardierten Löwen in den Winkeln und von einer Krone überhöht. Im weißen Mittelfeld steht auf dem Avers der Namenszug des Königs Friedrich, umgeben von der Devise «Furchtlos und treu», im Revers die Königskrone. Der Orden wird am karmesinroten, ↔ schwarz geränderten Band getragen. Der Orden verleiht den persönlichen Adel. (S. Tafel: Die wichtigsten Orden I, Fig. 5.)

8) Orden der wendischen Krone (s. Wendische Krone).

Kronenrädchen, s. Rädertiere.

Kronenrand, s. Kronengelenk.

Kronenrost, s. Puccinia.

Kronenstück, s. Formerei (Bd. 6, S. 979b).

Kronentafelöl, s. Erdnußöl.

Kronentaube (Megapelia), Fächertaube, eine Gattung großer, auf dem Boden lebender Tauben, mit 5, Neuguinea und die benachbarten nordöstl. Inseln bewohnenden Arten, von denen eine 75 cm lange (Megapelia coronata, L., s. Tafel Tauben, Fig. 8), mit hellem blaugrauem Gefieder mit braunrotem Rücken und Schultern die bekannteste ist; auf dem Kopfe steht ein fächerförmiger großer Federbusch. Jetzt nebst zwei nahe verwandten Arten (Goura Victoriae Fraser und Goura Alberti Salvadori) in den größeren Tiergärten anzutreffen. Der Preis für das Paar der ersten Art beträgt etwa 300 M.; die beiden andern sind seltener und kosten das Doppelte.

Kronenthaler, Krone, Brabanterthaler, Silberkrone (couronne oder écu de Flandres), eine größere Silbermünze, nach dem Vorbilde des franz. Laubthalers (s. d.) seit 1755 für die österr. Niederlande geprägt, benannt nach den in den obern drei Winkeln des auf dem Revers befindlichen burgund. Andreaskreuzes angebrachten Kronen (daher auch Kreuzthaler genannt). Der K. kam rasch in Umlauf und wurde von verschiedenen süddeutschen Staaten, so von Baden, Bayern (hier wegen des Gepräges: Schwert und Scepter mit Krone darüber, auch Schwertthaler genannt), Württemberg, Hessen u. s. w. nachgeprägt. Der österreichische K. war 13 Lot 16 Gran (=868,056 Tausendteile) fein, wog 29,477 g, 8 Stück auf die rauhe Mark und hatte einen Wert von 4,606 M. Es wurden auch halbe, viertel und achtel K. (letztere selten) geprägt.

Kronentritt, eine Verletzung bei Pferden, die durch Beschädigung der Weichteile oberhalb des Hufes des einen Fußes durch den Hufeisenstollen des andern entsteht. Der K. gehört zu den schweren Verletzungen, weil hierbei sehr leicht Sehnen und Gelenke verwundet werden, Eitersenkungen nach dem Hufe und Hufknorpelfisteln entstehen. Behandlung: desinfizierende Bäder und Einspritzungen (Carbol-, Sublimat-, Kreolinwasser).

Kronenwerk, s. Kronwerk.

Kronenwicke, s. Coronilla.

Kronenwulst, der obere, leicht gewölbte Rand des Hufes der Pferde, Esel u. s. w.

Kronenzehner, s. Geweih (Bd. 7, S. 973 a).

Kröner, Adolf, Verlagsbuchhändler, geb. 26. Mai 1836 in Stuttgart, besuchte das Gymnasium daselbst und erlernte den Buchhandel. 1859 erwarb er die Mäntlersche Buchdruckerei in Stuttgart und gründete 1860 ein Verlagsgeschäft, das sich anfangs mit dem Vertriebe populärwissenschaftlicher und belletristischer Litteratur, später mit der Herausgabe von Jugendschriften und illustrierten Prachtwerken, wie «Aus deutschen Bergen» u. a., befaßte. 1868 trat der Bruder K.s, Paul K., geb. 13. Nov. 1839, in die Buchdruckerei und 1877 in das Verlagsgeschäft mit ein. Beide Geschäfte (seit 1877 unter der Firma «Gebr. Kröner») gingen 1890 in der «Union, deutsche Verlagsgesellschaft» (s. d.) in Stuttgart auf, die

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 756.

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