Schnellsuche:
Info: Zur Zeit wird der Volltextindex aktualisiert. Sie erhalten daher bei Suchen nicht die volle Anzahl an Treffern. Die Aktualisierung dauert typischerweise wenige Minuten.

Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

Diese Seite ist noch nicht korrigiert worden und enthält Fehler.

979
Peele - Pegasos
äsliversä in tiis Ü0U86 ok ^ommonL" erschienen in
4 Bdn. (Lond. 1853). Die "N6inoir8 ok 8ir kodert
r." (2 Bde., ebd. 1856-57) gaben Lord Stanhope
und Viscount Cardwell heraus. Sein Leben und
seine Reden stellte Künzel (2 Tle., Braunschw. 1851)
zusammen. - Vgl. Doubleday, Ins political 1it6
0k 8ir Ilodßi-t ?. (2 Bde., Lond. 1856); Guizot, 8ir
lodert?. (Par. 1856; deutsch Verl. 1856); Sir
Lawrence Peel, I.ik6 okäir Uodei-t?. (Lond. 1860);
Bulwer, 8ir lodert ?., a. liiätolic^i L^etcii (ebd.
1874); Smith, 8ir ködert ?. (ebd. 1881); Pauli,
Aufsätze zur engl. Geschichte (Neue Folge, Lpz.
1883); Parker, 8ir ködert ?. in 6^7 Iit'6 1788
-1827 (Lond. 1891).
Sem jüngster Sohn, Arthur Wellesley P.,
geb. 6. Aug.'i829, vertrat seit 1865 als Mitglied der
liberalen Partei ununterbrochen Warwick Und Leam-
ington im Unterhaus und wurde, nachdem er ver-
schiedene Sekretariate verwaltet hatte, im Febr. 1884
zum Sprecher des Unterhauses gewählt, welchen
Posten er bis März 1895 bekleidete, worauf er als
Viscount ins Oberhaus berufen wurde.
Peele (spr.pihl), George, engl. Dramatiker, geb.
in Devon 1552 (oder 1553), studierte zu Oxford
klassische Sprachen, lebte dann in London als Dra-
menschreiber, vielleicht auch als Schauspieler, war
ein Freund Marlowes und starb nach einem leicht-
sinnigen Leben vor 1598, da er in diesem Jahre als
tot erwähnt wird. Seine Schauspiele sind: "Ilie
ai-i^iAninent ol I'ai'iL" (1584), "3ir Oivoinon llnä
8ir Olainväes" (um 1584), "Ins dattle ok^ica^r"
(um 1591), "Aänarä I." (1593), "1ii6 oiä ^iv68'
tale" (vor 1595), "Daviä lind LetiiLada" (um
1598). Die beste Ausgabe seiner Dramen ist von
A. Dyce (2. Aufl., 3 Bde., 1829-39; 3. Aufl. 1861).
- Vgl. Lümmerhirt, George P. (Rostock 1882).
Peeliten, f. Peel, Sir Robert.
Peelsche Bankakte (spr. pihl-), s. Vankakte.
Peene. 1) Westl. Mündungsarm der Oder,
fließt zwischen dem Festlande und der Insel Usedom
40 km weit nach N., bildet nach kurzer Verengung
das 16 km lange und bis 3 Kni breite, sehr fisch-
reiche Achterwasser und mündet bei dem Dorfe
Peenemünde (auf Nsedom), der kleinen Infel Rüden
gegenüber, in die Ostsee. - 2) Fluß, entsteht in
Mecklenburg nordöstlich von Waren, durchstießt den
Kummerower See, der vom Teterower See her die
Kleine P. aufnimmt, bildet die Grenze gegen Pom-
mern, tritt in dieses ein, nimmt bei Demmin rechts
die Tollense und links die Trebel auf, wird langsam
und schleichend und bildet die Grenze zwischen den
Regierungsbezirken Stettin und Stralsund. Nach
einem 110 kin langen Laufe mündet sie 7 Kin unter-
halb Anklam in den gleichnamigen westl. Mündungs-
arm der Oder. Ihr Flußgebiet umfaßt 5050 qkin.
Peene, Hippolyt Johan van, vläm. Dramatiker,
geb. 1. Jan. 1811 zu Caprijcke in Ostflandern, stu-
dierte in Löwen Medizin, lieh sich dann in Gent
nieder, wo er die dramat. Gesellschaft krosäLi-inin
on la^ver stiftete und sich um die Hebung der
vläm. Bühne wesentliche Verdienste erwarb. P.
starb 19. Febr. 1864 in Gent. Die zahlreichen
dramat. Erzeugnisse P.s bestehen größtenteils aus
einaktigen Lustspielen, die, im Volkston gehalten,
in vläm. Kreisen großen Beifall fanden. Zu den
bühnenfähigsten gehören: "Xei^ei- I^rel en äs
Lereneinäens dosr" (Gent 1841), "^di^i Dilen-
8pi6F6i" (ebd. 1842), "8i8ica van N0086INÄ6I" (ebd.
1845), "Non äoinine vent" (ebd. 1848), "Fortuna-
tU8' L6UI-26" (ebd. 1851), "^V66 N3.N6N 6N 66N
N6NN6" (ebd. 1854), "Ü6t portrst" (Antw. 1855),
"Viiäßr (^3.t8" (Gent 1855), "Ds viool v^n äen
Vuiv6i" (ebd. 1860), "v6 vuivki op 't äorp" (ebd.
1861). Von seinen größeren Dramen verdienen Er-
wähnung "^acoli van ^i-t6V6iä6" (Gent 1841),
"0i0ti1ä6" (ebd. 1843), ""lan äs Viöräe" (ebd.
1848), "^Vilisin van Danipieri-e" (ebd. 1850), "Xa-
tarinH" (ebd. 1851), "Vaa8 Xinip6" (ebd. 1855),
"Vonäei" (ebd. 1861). Eine vollständige Ausgabe
seiner Werke in 38 Bänden erschien in Gent 1880
-82. Msch), s. Pairs
Peer (engl., spr. pihr), Peerage (spr. pih-
Peerlkamp^ Hofman Peter, Holland. Philolog
und Kritiker, geb. 1786 zu Groningen, erhielt da-
selbst seine Bildung, wurde 1803 Präceptor am
Gymnasium zu Haarlem, 1804 Rektor des Gymna-
siums zu Dokkum in Friesland, 1816 Rektor des
Gymnasiums in Haarlem, 1822 Professor an der
Litterarischen Fakultät der Universität zu Leiden,
trat 1849 in den Ruhestand und starb 29. März
1865 zu Hilverzum bei Utrecht. P. hat mehrere vor-
treffliche litterarhistor. Arbeiten geliefert, wie die
"Vitas 6xc6ii6ntinin Latavoruin" (Leid. 1806) und
besonders "He vita, äoctrina 6t lacultate ^6ä6l-
lanäoruin, Hui earinina latina 00inp08N6runt"
(2. Aufl., Haarl. 1838). Noch größern Ruf erwarb
er sich durch die Ausgaben des "Fenophon von
Ephesus" (Zaarl. 1818) und des "Agricola" des
Tacitus (Leid. 1827; 2. Aufl. 1864), vor allem aber
durch seine lat. Bearbeitungen der "Oden" (Haarl.
1834; 2. Aufl., Amsterd. 1862) und des "Briefs an
die Pisonen" (Haarl. 1845) sowie der "Satiren" des
Horaz (Amsterd. 1863) und der "Aneioe" Virgils
(2 Bde., Leid. 1843). Doch verfuhr P. in seiner
Kritik mit großer Willkür, besonders in der Behand-
lung der Horazischen Oden. Seine "0pu8cu1a ora-
toria 6t p06tica" gab Bergmann (Leid. 1879)
heraus. Im Verein mit Bake u. a. begründete P.
die "IM1i0t1i6ca critiea nova".
?bFänuin ^., Pflanzengattung aus der Fa-
milie der Rutaceen (s. d.) mit vier Arten, einer in
den Mittelmeergegenden, dreien im mittlern Asien
und in Mexiko. Es sind krautartige Pflanzen mit
großen weißen Blüten. Die Frucht ist eine kugelige
Kapsel. Aus dem Samen der syrischen Raute,
Harmel- oder Steppenraute (I>. liarinala ^.)
wird ein Farbstoff, das Harmalin (s. d.) oder
Türkischrot, gewonnen, das im Orient vielfach zum
Färben von Geweben verwendet wird.
Pegasos, nach der griech. Sage das geflügelte
Roß, das aus dem Blute der Gorgo Medusa, als
Perseus dieser das Haupt abschlug, entsprang.
Nach der einen Sage stieg es sogleich zum Himmel
empor, wo es dem Zeus den Blitz und Donner
trägt; nach einer andern wurde es, während es
aus der Quelle Peirene auf Akrokorinth trank, von
Vellerophon mit Hilfe eines von Athena erhaltenen
Zügels eingefangen und zum Kampfe gegen die
Chimaira benutzt. Auf dem Gipfel des böot. Helikon
soll es durch seinen Hufschlag die den Musen ge-
weihte Quelle Hippokrene hervorgebracht haben,
eine Sage, welche neuern Dichtern (zuerst wohl dem
Italiener Vojardo, dem Verfasser des "Oi-Iando
innanioi'Hto") Veranlassung gab, den P. als Musen-
roß oder Dichterroß überhaupt darzustellen, woraus
die Redensart "den P. besteigen" entstanden ist.
Der P. ist das gewöhnliche Gepräge der Münzen
von Korinth. Die Bändigung und Tränkung des
62*