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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

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Salona (Ort in Griechenland) - Saloniki
tino äi ^i'cI^ooloZiii o 8toi'ig. Daim^ta" von Glavini^l
und Alacevic' (1878-85) und von Fr. Vuli"! (1885
- 95). Das jetzige Ruinenfeld hat eine Oberfläche
von 2000 m Länge und 1000 m Breite. - Vgl.
Jackson, DalinNtiÄ (Orf. 1887); Führer von Epalato
und S. von IM, Vuli<^, Nutor (1894).
Salona, offiziell Amphissa (s. d.), wie S.
auch im Altertum hieß, aufblühender Hauptort der
griech. Eparchie Parnafsis des Nomos Pdtdioti^
und Photis, in der fruchtbaren Ebene am Westfuß
des Parnaß, etwa 10 km nördlich von dem End'
punkt der Bai von S. oder von Galaridi des Korin-
thischen Golfes, überragt von Ruinen eines mittel-
altcrlichen Kastells, ist Bischofssitz, hat (1889" 5180,
als Gemeinde 8371 E., ein Gymnasium; Anbau
von Ol, Tabak und Getreide. Eine Fahrstraße führt
zum Hafenplatz Itea.
Salonfeuerwerk, s. Tafelfeuerwerk.
Saloniki, türk. Selanik, das alte Tberma
(nach den heihen Schwefelquellen der Umgegend),
stammenden Kastell. S. hat 40 Synagogen, eben-
soviel Moscheen, 16 Kirchen, griech. und bulgar.
Gymnasium, eine Handelsschule und Volksschulen
aller Nationalitäten und mehrere Klöster. Von den
Hauptmoscheen waren einige früher griech. Kirchen,
so die vormalige Hagia Sophia, die des heil. Deme-
trios (jetzt Kassimije-Moschee) und die St. Georgios-
Rotunde mit byzant. Mosaiken. Zahlreich sind die
Reste des Altertums. Im Innern des Kastc/is ist
die Ruine eines Triumphbogens des Marc Aurel.
Das Propyläum des Hippodroms, von den dort
wohnenden span. Juden Incantadas genannt, ist
eine großartige korinth. Kolonnade von fünf Mastern
nebst Gebälk. Die Moschee Eski-Dschamu war eiu
Tempel der thermäischcn Venus, das Vardarthor
am West ende der Triumphbogen des Octavianus
Augustus zur Erinnerung an den Sieg bei Philippi.
Am entgegengesetzten Ende stand der aus Backsteinen
aufgcfübrte, mit Marmor bekleidete Triumphbogen
Konstantins d. Gr.
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Saloniki (Situationsplan).
Hauptort des Wilajets S., das einen Teil des alten
Macedouiens umfaßt (34450 qlim, 1200 000 E.),
Sitz eines griech. Erzbifchofs, liegt im ostl. Hinter-
gründe des Thermäifchen oder Meerbusens von S.
am AbHange des Berges Kortiasch, am Ostende der
Mündungsebene des Vardar. Die Stadt hat etwa
150000 E., darunter etwa die Hälfte Israeliten,
welche im 16. Jahrh, aus Spanien eingewandert
sind. Der Rest verteilt sich auf Griechen (25 Proz.),
Türken (15 Proz.), Bulgaren, Serben und Zinzaren
lje 5 Proz.). Vom Meere aus gewährt die Stadt
einen malerischen Anblick, dem das Innere nicht
entspricht. Sauber ist nur das Frankenviertel im
Westen und die Vorstadt Kalamaria. Die Stadt
(s. vorstehenden Situationsplan) hat die Gestall
eines Dreiecks, dessen eine Seite der mit Quais
geschmückte Strand bildet; von hier steigt sie am
Berge hinan, und die sie umgebenden Mauern
ichliehen mit der die dritte Spitze des Dreiecks
bildenden Akropolis, dem spätern Heptapyrgion
und jetzigen Iedi Kulle (Sieben Türme), ab,
einem in seinen heutigen Resten aus venet. Zeit
Vrockhaus' Konversations-Lt'xiton. 11. Aufl. XIV.
S. ist nächst Konstantinopel der wichtigste See-
handelsplatz der Türkei. Der Hafen ist geräumig
und sicher und der natürliche Stapelplatz der Waren
Macedoniens, die auf dein schiffbaren Vardar, durch
Karawanen und die Bahnlinie S.-Üsküp hierher
befördert werden. Die Bahn, die bis Mitrovica
fortgefetzt ist und über Nisch-Belgrad an das osterr.
Netz anschließt, bedarf aber noch des weitern Aus-
baues durch Zweiglinien. Im Bau ist die Linie
S.-Konstantinopel/i894 eröffnet die Linie S.-Mo-
nastir (210 km). Die wichtigsten Ausfuhrwaren
sind Getreide (nach England, Frankreich, Italien
u. s. w.) und Tabak auch aus den Distrikten vou
Kavala und Ienidsche (zur Hälfte nach Österreich),
daneben Baumwolle, Bau- und Brennholz, Opium,
Pflaumen, Felle, Rohfeide (nach Mailand und
Brusfa). Eingeführt wird: Zucker (über Trieft und
per Bahn), Kaffee, Reis, Salz, Petroleum und
Steinkohlen, und besonders Baumwollwaren und
Metallwaren aus England, Schafwoll- und Holz-
waren aus Osterreich, Leder aus Frankreich und
Griechenland, Öle, Alkohol, Seife u. s. w. 1893/94
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