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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

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Sandhurst (in Australien) - Sandpapiermaschinen
Sandhurst (spr. hünndhörst) oder Vendigo,
Etadt in der brit.-austral. Kolonie Victoria, 170 i^m
im NNW. von Melbourne, am Bcndigo-Creek, wich-
tiger Eisenbahnknotenpunkt, Sitz eines kath. Bischofs,
ist die drittgrößte Stadt der Kolonie mit (1891)
26 774 E., verdankt sein Emporkommen den bedeu-
tenden, in der Nähe liegenden Goldfeldern (Ertrag
1892: 198000 Unzen). S. hat ein schönes Stadt-
haus, neuen Gerichtspalast, Handwcrkerschule, zahl-
reicke Kirchen, einen Rosalindpark; Brauerei, Eisen-
gießerei und Steinbearbeitung.
Tan Diego, Hauptort des County S. D. im
nordamerik. Staate Kalifornien und Einfubrhafen,
24 km von der mexik. Grenze, in herrlicher Lage an
der San Diegobai, welche südlich von San Fran-
cisco den einzigen landumschlossenen kaliforn. Hafen
bildet, mit Bahnverbindung nach Los Angeles, zählte
1880: 2637, 1890:16159 E., hat Zollhaus, Stra-
ßenbahnen, Getreidemühlen, Eifengießcreien, zwei
National-, eine Staats- und eine Sparbank und be-
trächtlichen Handel. Südl. Vorstadt ist National-
City mit etwa 2000 E. Am Strand liegt das See-
bad Coronado Beach.
Sandimmortelle, Pflanzengattung, s. ^mo-
dium und Immortellen.
Sandkäfer ((^cinäkliäaL), eine besonders in
den warmen Zonen verbreitete Familie von räu-
berisch lebenden, sehr flüchtigen, meist prächtig ge-
färbten Küfern. Der Kopf ist breit mit seitlich
stark hervortretenden Augen und gebogenen, in
der Nuhe sich stark kreuzenden Kiefern. Von den
mehr als 600 bekannten Arten ist ^icinäela cam-
Z)63v-i8 ^. eine der häufigsten über ganz Europa
verbreiteten Arten, unten kupferrot, oben spangrün
metallglänzend, auf der Flügeldecke mit fünf Nand-
punkten und einem schwarz umsäumten Augenflcck
in der Mitte' Länge 11 -15 mm. Die Larven le-
ben in senkrecht gegrabenen Löchern, aus denen nur
der flache Kopf hervorschaut. Auch sie leben von
Raub. Eine sehr bekannte exotische Art ist (üicin-
äeia cliinenZjg ^ab. (s. Tafel: KäferI, Fig. 22).
Auch die afrik. ^riconäM apterg. Oiiv. (Taf. I,
Fig. 5) gehört in diese Familie.
Sandkapelle, s. Destillation. >^S. 267 d).
Sandkasten, bei der Lokomotive s. d. (Bd. 11,
Sandläufer, Vogelgattung, s. Sanderling.
Sandlieschgras, s. rdleum.
Sandluzerne, NoäicaFo insäia, ^ei-s. (s. Tafel:
Futterpflanzen I, Fig. 9), eine Art Luzerne (s.d.)
mit grünlichgelber Blüte, gedeiht noch auf sandigen
Bodenarten, auf denen die eigentliche Luzerne den
Ertrag versagt. Sie dauert höchstens 3 - 4 Iabre
aus, giebt auf armen Böden einen, auf bessern Bö-
den zwei Schnitte.
Sandmandelkleie (nach Prehn), ein Haut-
verschönerungsmittel, das nach den Angaben des
Kieler Polizeipräsidiums aus Infusorienerde, Mcbl,
Seife und Glycerin besteht. ftungen 3.
Tandmehersche Reaktion, s. Tiazoverbin-
SanDomingo,s.SantoDomingo. Imitän.
San Domingo Comitan, mexik. Stadt, s. Co-
San Domingos, Minasde, berühmtes Berg-
werk im SO. des portug. Distrikts Beja in Alem-
tejo, rechts vom Chanza (linker Nebenfluß des Gua-
diana mld Grcnzftuß gegen Spanien), das westlichste
des Minendistrikts der Sierra Morena (s. Hueloa
und Minas de Rio Tinto), ist seit 1860 im Besitz
der Engländer Mason (Baron de Pomerao) & Varrv,
beschäftigt 3500 Arbeiter und liefert im Tagebau
jährlick 350000 t kupscrhaltigen Schwefelkies, der
durch eine Sekundürbahn nach dem 19 km südlich
gelegenen Pomerao an der Mündung des Chanza
und weiter durch Dampfschiffe den Guadiana hinab
und nach England befördert wird.
Sandbmir (fpr. ßan-). 1) Kreis im südöstl.
Teil des russ.-poln. Gouvernements Nadom, im
Südostcn durch die Weichsel von Galizien getrennt,
von der Sandomirschen Berggruppe (Ausläufer der
Lysa Gora) durchzogen, hat 1193,5 ykm, 89263 E.;
Ackerbau, Viehzucht, Sand- und Kalksteinbrüche,
einige Fabriken. - 2) S., poln. 8Hnä0ini6r2,
Kreisstadt im Kreis S., links an der Weichsel, Sitz
eines kath. Bischofs, hat (1891) 6162 E., Post,
Telegraph, 6 kath. Kirchen (1 Kathedrale), Syna-
goge, 1 kath. Priesterscminar, 1 Progymnasium für
Knaben, 1 für Mädchen, 1 Zuchthaus; Obstbau,
Brauerei, Gerberei. S. wurde 1236 gegründet und
war die Hauptstadt eines Teilfürstentums. Unter
den Iagellonen war es eine der blühendsten Städte
des Reichs. Hier schlössen 1570 die poln. Protestan-
ten aller Richtungen eine Union und einigten sich
auf ein gemeinsames Glaubensbekenntnis <s. (üon-
36N3U8). 1702 traten in S. die Anhänger Augusts
des Starken zu einer Konföderation zusammen.
Sandown (spr. ßänndaun), Stadt an der Südost-
küste der engl. Insel Wight, Station der Eisenbahn
Ryde-Vcntnor, hat (1891) 3592 E.; stark besuchtes
Seebad. ^Pferderennen bei Esher (s. d.).
Zg.nüo'svn-Ik.a.ovs (spr. ßänndaun rehßes),
Sandpapier, ein festes, zähes Papier, das
mit Leimlösung bcstrichen und darauf mit scharfem
Sand bestreut ist, zum Schleifen von Holz- oder
Hornarbeitcn u. s. w. dienend. Ahnlich ist das Glas-
papier (s. d.).
Sandpapiermaschinen, Sandschleif -
Maschinen, Maschinen zum Schleifen und Glätten
der auf den Holzbearbeitungsmaschinen fertig ge-
stellten Objekte. Das Werkzeug der S. ist eine rasch
rotierende Scheibe, Trommel oder endloses Band,
F'g. i.
mit Sand oder Glaspulver belegt. In vorstehender
Fig. 1 ist eine Sandpapiermaschine für HandMüh-
rung dargestellt. Diese Maschine besitzt eine Schleif-
trommel t, über welche ebene Holzflächen mit der Hand
weggeführt werden, und hat ferner einen Schleif-
konus k, an welchen gekrümmte Gegenstände an-
gehalten werden können. Die S. mit Echleifricmen
dienen zum Scblcifcn von uurvmden GegenNnden,
wie Speichen, Schuhleisten u. s. w. Das Arbeits-
stück wird hier einfach mit der Hand gegen den
Schleifricmcn gedrückt. Fig. 2 ist eine Sandpapier-
mafchine zum Glätten größerer gehobelter Flächen.