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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

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Santa Fé de Antioquia - Santander (in Spanien)
Santa Fé de Antioquia, Stadt in Columbia,
s. Antioquia.
Santa Fe de Bogota, früherer Name der
Stadt Bogota (s. d.). j^s. Guanajuato.
Santa Fe de Guanajuato, Stadt in Mexiko,
Santa Fnes, Insel im Feucrland-Archipel,
früher als mit Dcsolation-Land (s. d.) zusammen-
bangend betrachtet, wird im SO. durch den Sta.
Barbarakanal von der Clarence-Inscl getrennt und
gehört seit dem Grenzvertrag von 1881 zu Chile
(Territorio Magallanes). j)'. Cumana.
Santa Ines de Cumanä, Stadt in Venezuela,
Santa Isabel, Ort auf Fernando Po (s. d.).
Santal (von der Lokalität Saont, eigentlicher
Name Kor, "Männer"), Name eines Volks kolari-
scher Abstammung (s. Kolarier), das einen Landstrich
von Vengalen zwischen 80° 30' und 87" 8' östl. L. und
zwischen Ganga- und Vaitarnifluft, die Santal-Par-
gana, bewohnt: ein Teil ist im Norden von Tschutia
Nagpur angesiedelt. Noch im vorigen Jahrhundert
waren die S. durch ihre Näubereicn die Geißel ihrer
Nachbarn: in Schulden geraten, rebellierten sie 1855
und wurden erst nach hartem Kampf unterworfen.
Jetzt dienen sie als Polizeimannschaft und Soldaten.
Santalaceen, Pflanzenfamilie ans der Gruppe
der Dikotylcdonen mit gegen 200 in den Tropen-
gegenden sowie in den gemäßigten Zonen weit ver-
breiteten Arten, Bäume, Sträucher oder krautartige,
zum Teil auf Wurzeln fchmarotzenden Gewächse;
die Blüten sind gelblich oder grün, unansehnlich und
bestehen aus einem vier- bis fünflappigen Perian-
thium, vier bis fünf Staubgefäßen und einem ein-
fächerigen Fruchtknoten, dem ein cylindrischcr Griffel
aufsitzt. Die Frucht ist teils Nuß, teils Steinfrucht.
Santa Leopoldina, Kolonie im brasil. Staate
Cspirito-Santo, liegt 10 kni von der Küste, ist Sitz
eines deutschen Vicekonsuls, hat besonders Schweizer
Bevölkerung, etwa 800, und ist durch Eisenbahn mit
Caravcllas, dem Hafen und Sta. Clara im Innern
verbunden. Angebaut wird Kaffee, Zucker, Tabak;
ausgeführt außerdem Nutzholz.
Santalttt, O^II^O..., der in roten Prismen
krystallisierende, bei 104" schmelzende Farbstoff des
Sandelholzes (s. d.).
Santa 4tucia, eine der Kleinen Antillen, südlich
von Martinique, ein Teil des engl. Gouvernements
der Windward-Islands, zählt auf 614 ykin (1892)
43 310 E., meist Farbige; die Weißen sind zum Teil
franz. Abstammung. ^. L. wird von N. nach S.
von einem üppig bewaldeten Gebirge durchzogen,
welches an seinem südwestl. Ende in den beiden
Pitons de la Soufriere auf dem Graud Ma-
gazin bis zu 1200 in aufsteigt. Der durchaus vulka-
nische Boden ist fruchtbar und gut bewässert; die
jährliche Regenmenge bedeutend, Orkane häufig.
Zahlreiche heiße Quellen und Seen, wohl Krater-
seen, kommen vor. Angebaut werden namentlich
Zucker, Kakao und Baumwolle. Auch Num und
Blauholz kommen zur Ausfuhr. Hauptort der Insel
ist Castries (s. d.). S. L. wurde am Et. Lucicntage
(13. Dez.) 1498 durch Columbus entdeckt, von Eng-
ländern besiedelt, im 18. Jahrh, ost von Franzosen
erobert und seit 1814 endgültig britisch.
Santa Luciabai, buchtartige Mündung des
Flusses Umvo^osi an der Ostküste von Zululand auf
der Ostscite Südafrikas, durch einen flußartigen
Arm mit dem nördlicher gelegenen Strandsee
Santa Lucia verbunden, welcher bei einer Länge
von 70 km eine Breite bis zu 40 km erreicht.
3a.nt3.1uni 7^., Pflanzengattung aus der Fa-
milie der Santalaceen (s. d.) mit 8 unter sich wenig
verschiedenen Arten, besonders in Ostindien und auf
den südostasiat. Inseln sowie in Australien, Bäume
oder Sträucher mit lederartigen, ganzrandigen Blät-
tern und ziemlich großen zwitterigen Blüten, die
ein vierlappiges Perianthinm, vier Staubfäden
und einen einfächerigen Fruchtknoten besitzen. Die
Frucht ist eine Steinfrucht. Von einigen Arten
kommt das Holz als weißes und gelbes Sandel-
holz (s. d.) in den Handel, hauptsächlich vom ost-
indischen 8. aldurü ^., und wird wegen seines
Wohlgeruchs sowohl zum Räuchern als in der Kunst-
tischlerei benutzt.
Santa Margherlta Ligüre, Stadt im Kreis
Chiavari der ital. Provinz Genua, Winterkurort und
Seebad in einer Bucht des Golfs von Napallo an
der Niviera di Levante, an der Linie Genna-Spezia
des Mittelmeernetzes, hat (1881) 3632, als Gemeinde
7262 E., Hafen, Spitzenklöppelei, Korallensifcherei;
ein Brunnenstandbild des Columbus, von Tabacchi,
und ein Standbild Garibaldis. Auf einer Landzunge
die Villa Pagani des Marchese Spinola.
Santa 3)taria, Puerto de, span. Stadt,
s. Puerto de Santa Maria.
Santa Maria Eapua Vetere, s. Capua.
Santa Maria de Albarracin, fpan Stadt,
s. Albarracin. ^Staates Para (s. d.).
Santa Maria de Belem, Hauptstadt des
Santa Marta, Hauptstadt des columbian. De-
partamento Magdalcna (f. d. und Sierra Nevada
de Santa Marta).
Santa Maura, ital. Name der Insel Leukas
(s. d.) und einer Festung auf ihr (f. Amariki).
Sant' Ambrogio di Tormo (spr. brodscho),
ital. Dorf, s. Susa.
Santana, s. Santa Anna, Antonio Lopez de.
Santandör. 1) Span. Provinz im N. von Alt-
castilien, am Cantabrischen Meer, von Viscaya im
O., Vurgos und Palencia im S., Leon und Oviedo
im W. begrenzt, hanptsächlich den Nordabhang des
mittlern Cantabrischen Gebirges bildend, im Bezirk
Neinosa (Quellgebiet des Ebro) auf dessen Südseite
reichend, durchaus gebirgig, im westlichsten Bezirk
Potes (La Liebana) besonders rauh, überall ziemlich
wald- und grasreich und von vielen Küstenflüssen
(Deva, Nansa, Saja mit Besaya, Pas, Miera, Ason)
reichlich bewässert, zeigt meist unzugängliche Küsten
mit den Rias (Buchten) von San Martin, E. und
Marron und den Häfen S. und Santona sowie den
Anlcgeplätzen Vicente de la Varquera, Comillas
und Castro Urdiales, hat auf 5459,96 ^m (1887)
244 274 (113 629 männl. und 130 645 wcibl.) E.,
8975 mehr als 1877, d. i. 44,7 E. auf 1 hwn. Von
Personen über 7 Jahre sind 13,i Proz. männliche
und 39,8 Proz. weibliche Analphabeten. Die Be-
wohner treiben Fischsang, Acker- und Obstbau, Vieh-
zucht und Bergbau auf Eisen, Zink, Steinkohlen (bei
Rcinosa). S. hat auch warme Mineralquellen (an
der Wcstgrcnze La Hermida), eine C'isfttl^'chnl/nje
von der Hanptstadt nach S., 11 Bezirke und 102
Gemeinden. - 2) S., lat. I^nuin ^Hiicti ^näreae,
Hauptstadt der Provinz S., auf der Südseite der
Halbinsel, die die grosie, versandete, nur mit Fahr-
rinnen durchzogene Nia bildet, am Fuß eines 70 n"
hohen, mit Villen bestandenen Hügelzuges und an
der Linie S.-Venta de Vanos (230kin) nach Madrid
(514 kiu) der Nordbahn sowie der Schmalspurbahn
S.-Bilbao (im Bau), ist sehr alt, doch modern in