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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

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Taynos - Technik

quotienten von f'(x), ebenso f'''(x) denjenigen von f''(x) u. s. w. An besonderer Fall der Taylorschen Reihe ist die Maclaurinsche Reihe. Man erhält sie aus der Taylorschen, indem man erst x durch Null und dann h durch x ersetzt. Dadurch bekommt man f(x) unmittelbar in eine Reihe nach Potenzen von x entwickelt:

^[img] u. s. w.

Dabei bedeuten f(0), f'(0), f''(0) u. s. w. die Werte, die f(x), f'(x), f''(x) u. s. w. für x = 0 annehmen. Die Bezeichnung T. L. ist seit 1772 durch Lagrange üblich geworden, der auf denselben die Differentialrechnung gründen wollte.

Taynos, s. Pueblo-Indianer.

Tayport (spr. teh-) oder Ferryport-on-Craig, Seestadt in der schott. Grafschaft Fife, 13 km im NNW. von St. Andrews, auf einem Craig oder Felsen auf dem Südufer des Firth of Tay, mit 2630 E.; Weberei und Bootbau. Von T. führt eine Eisenbahnfähre über den 2 km breiten Firth bis Broughty Ferry.

Tayuyawurzel, die rundliche, etwas zusammengedrückte, etwa 5 cm dicke Wurzel von Trianosperma (Bryonia) ficifolia Mart., einer brasil. Cucurbitacee. Wirksamer Bestandteil ist ein Tayuyin oder Trianospermin genannter Körper. Die Wurzel wird in ihrer Heimat gegen Fieber angewandt und findet auch in Europa als Blutreinigungsmittel Verwendung.

Tazette, Pflanzenart, s. Narcissus.

Tazza Farnese, s. Steinschneidekunst.

Tb, chem. Zeichen für Terbium (s. d.).

T. C., in der internationalen Telegraphie Abkürzung für: Verglichenes Telegramm (frz. télégramme collationné).

Te, chem. Zeichen für Tellur (s. d.).

Teakholz, Tikholz oder Thekholz, das dunkelbraune, dichte, schwere Holz des in Ostindien wachsenden riesigen Tikbaums oder der indischen Eiche (Tectonia oder Tectona grandis L.), das als dauerhaftes, den Würmern widerstehendes Schiffbauholz sehr geschätzt, auf den Schiffswerften Englands und der Vereinigten Staaten massenhaft verbraucht, sogar dem Eichenholz vorgezogen wird. Das T. enthält ein harziges Öl, welches die Dauerhaftigkeit des Holzes im Wasser bedingt. Der schlanke Teakbaum gehört zur Familie der Verbenaceen (s. d.), hat ovale, 9 cm lange Blätter, trägt sehr große Rispen, fünf- bis sechsspaltige weiße Blüten und haselnußgroße vierfächerige Steinfrüchte. Er erreicht eine ungemeine Größe und ein Alter von mehrern hundert Jahren. Seine Blüten werden gegen Harnverhaltungen, seine Blätter von den Malaien gegen die Cholera und der mit Zucker daraus bereitete Sirup gegen Aphthen gebraucht. Überdies werden mit den Blättern Seiden- und Baumwollstoffe purpurrot gefärbt. Neuerdings hat die engl. Regierung im Gebiete von Madras große Pflanzungen dieses wichtigen Baums anlegen lassen und der Ausrottung des T. entgegengearbeitet. Das afrikanische T. oder afrikanische Eichenholz kommt aus Liberia, stammt von Fieldia africana Cunn. aus der Familie der Gesneraceen.

Tealia crassicoris Müll., dickarmige Seerose, s. Aktinien und Tafel: Meerwasser-Aquarium, Fig. 17 (Bd. 1, S. 774).

Teano (lat. Teānum Sidicīnum), Stadt in der ital. Provinz und im Kreis Caserta in Campanien, am Ostfuß des erloschenen Vulkans Rocca Monfina (Vescinus Saltus 1040 m) und am Westfuß des Monte-Maggiore (1027 m) sowie an der Eisenbahnlinie Rom-Neapel, ist Sitz eines Bischofs und hat (1881) 5752, als Gemeinde 12 722 E., eine weite, verfallene Burg (15. Jahrh.) der Herzöge von Sessa, eine Kathedrale von 1530 mit antiken Säulen, Gymnasium, technische Schule Sauerbrunnen; Öl- und Getreidehandel.

Teano, Fürst von, s. Dann.

Teapi, s. Osterinsel.

Tea-root (spr. tih rutt), Nahrungspflanze, s. Cordyline.

Teatotal-Verein (spr. tihtóhtĕl), unrichtige Schreibweise für Teetotal-Verein, s. Temperanzgesellschaften.

Tebbes, Stadt in der pers. Provinz Chorassan, unweit der Grenze von Irak-Adschmi, in einer gut angebauten Ebene, 561 m ü. d. M., Knotenpunkt mehrerer Karawanenstraßen (nach Jesd, Simnan, Birdschand), hat verfallene Mauern und eine Citadelle, Seidenspinnerei und Handel, der aber unter der Unsicherheit der Umgegend leidet.

Tebet, der vierte Monat im bürgerlichen, der zehnte im Festjahr der Juden, hat 29 Tage und entspricht ungefähr dem Dezember bis Januar. Der 10. T. zum Andenken an den Beginn der Belagerung Jerusalems (70 n. Chr.) Fasttag.

Tebris, Stadt in Persien, s. Täbris.

Tebu, soviel wie Tibbu (s. d. und Sahara).

Tebulos-Mta, einer der höchsten Gipfel (4505 m) in der perikitelischen Kette des Großen Kaukasus.

Tech (spr. teck), der südlichste Fluß Frankreichs, in Roussillon (Depart. Pyréneés-Orientales), entspringt am Col de la Pale auf der span. Grenze, am Nordwestabhang des Pic de Costabonne (2464 m) in den Ostpyrenäen, geht in Schluchten nach O. an den Bädern von Prats de Mollo und Sainte Amélie vorüber, fließt durch das enge Thal Vallespir nach Céret und mündet, 82 km lang, südöstlich von Perpignan ins Mittelmeer.

Techen, s. Obelisk.

Technical schools (engl., spr. técknikell skuhls), s. Englisches Schul- und Universitätswesen.

Technik (grch., "Kunstmäßigkeit"), die Gesamtheit der für irgend eine künstlerische Thätigkeit erforderlichen Hilfsmittel und Verfahren. Bei der engen Verbindung, in welcher im Altertum und noch im Mittelalter Künste und Gewerbe standen, ist es erklärlich, daß man den Ausdruck T. gleichmäßig für die künstlerische und für die handwerksmäßige Seite desselben Thätigkeitsgebietes anwendete. In der neuern Zeit trat der Unterschied zwischen schönen und nützlichen Werken deutlicher hervor und es schied der auf erstere gerichtete Teil menschlichen Thuns aus dem mit dem Wort T. verbundenen Sinn gänzlich aus. T. im engern Sinn ist hiernach überhaupt der Inbegriff der gewerblichen, auf nützliche Zwecke gerichteten menschlichen Thätigkeiten und der dabei angewendeten Hilfsmittel. In der modernen Kunst braucht man den Ausdruck T. (z. B. T. der Malerei, T. des Klavierspiels, T. des Dramas u. s. w.) lediglich für die Handfertigkeit, das Geschick in der Benutzung der Mittel zur Herstellung oder Ausführung der Kunstwerke. Techniker heißt im weitern Sinne jeder, der mit einem Zweige der T. vertraut ist und die Befugnis zur Ausübung der diesbezüglichen Thätigkeit besitzt (z. B. Bautechniker, Maschinentechniker, Kulturtechniker); im engern Sinne bezeichnet "Techniker" den Stand derjenigen Fachleute, die auf Technischen Mittelschulen (s. d.)