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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

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Koch - Kocheinrichtungen
Kreise
Ortsanwesende Vcvölterung
Zunahm? (-s-) Abncchme(-) uon 1890-95 in Proz.
1895
1890

Koblenz (Stadtkreis) . Noblenz (Landkreis) . Santt Goar..... itreuznach...... Simmern...... Zell......... Kochem....... Mayen....... Adeuau...... . Ahrwciler...... ^)teuwied ...... Altenkirchcn..... Weylar....... Meisenheim.....
39 639 56 476 39 403 74 556 35 172 31542 39 041 66 901 22 182 39 379 78412 62 078 52 146 13631
37 273 53 402 39 055 71916 35 773 30 795 37 981 63 938 21928 38 215 77 350 61 556 51 037 13 419
-^- 6,36 -i-5,79 -i-0,79 -j-3,67 - 1,68 -j-2,43 -s- 2,78 -i-4,69 -s-1,22 -j-3,05 -s-1,35 -j- 0,84 ^2,12 ^-1,58
Neg.-Vez. Koblenz > 650 558 j 633 638
-i- 2,67
Den Reichstagswahlkreis Mayen-Ahrwciler ver-
tritt Wallcnborn (Centrum).
Koch, Georg, Maler, geb. 27. Febr. 1857 in
Berlin, empfing den Unterricht in der Malerei bei
Steffeck, Meycrheim und einige Jahre an der Ber-
liner Akademie bei Gussow. Darauf verweilte er
längere Zeit in Paris, machte auch Reisen nack
Italien und Amerika. K. ist Mitglied der königl.
Akademie der Künste zu Berlin. Er malte verschie-
dene Panoramen (1885-88), sodann: Das 52.prcust.
Infanterieregiment bciVionvillc (1885), Die Fahne
der Brandenburger in der Schlacht bei Vionville
(1886), Versprengte franz. Kürassiere in der Schlacht
bei Sedan (1888; Mnseum in Leipzig), Letzte Heer-
schau Kaiser Friedrichs III. zu Charlotten bürg
29. Mai 1888 (1889; Berlin, königl. Schloß), Kaiscr-
manöver zu Müncheberg (1891). Ferner malte er
eine Reihe von Pferde- und Eportbildcrn, unter
andern: Ein kritischer Moment, Falscher
Start, Trakehner Herde beim Gewitter,
Parforcejagd der Reitschule in Hanno-
ver. 1896 schuf er für die Sportabteilung
der Berliner Gewcrbeausstellung einen
90 ni langen Fries (Sportbilder).
Koch, Max, Literarhistoriker, geb.
22. Dez. 1855 zu München, studierte in
München und Berlin und habilitierte sick
1880 zu Marburg für neuere deutsche
Litteraturgeschichte. 1890 wurde K. als
außerord. Professor uach Breslau be-
rufen, wo er 1895 zum Ordinarius be-
fördert wurde. K. schrieb: "H. P.Sturz,
nebst einer Abhandlung über die schlcsw.
Litteraturbriefe" (Münch. 1878), "Das
Quellenverhältnis von Wielands Obe-
ron" (Marb. 1879), "Über die Beziehun-
gen der deutschen Litteratur zur engli-
schen im 18.Jahrb." (Lpz. 1883), "Shake- ^,-^
speares Leben" (für Cottas "Bibliothek
der Weltliteratur"), "Gottsched und die
Reform der deutschen Litteratur" (Hamb. 1886),
"Was kann das deutsche Volk von Richard Wag-
ner lernen?" (Berl. 1888), "Nationalität und Na-
tionallitteratur" (ebd. 1891), "Grillparzer, eine
Charakteristik" (Franks. 1891), "Geschichte der
deutschen Litteratur" (Stuttg. 1893; 2. Aufl. 1895),
"Geschichte der deutschen Litteratur" (Lpz. 1896 fg.;
gemeinsam mit Fricdr. Vogt). Neu bearbeitet hat
K. die Shakespcarcübersetzungen von Schlegel,
Kaufmann, Voß für Cottas "Bibliothek der Wclt-
Utterawr" (12 Bde., Stuttg. 1883-85), Vilmars
"Lebensbilder deutscher Dichter und Germanisten"
Artikel, die man unter K vcr
lMarb. 1885), die Goethe- und Schillerlitteratur
in der 2. Aufl. von Goedctes "Grundriß zur Ge-
schichte der deutschen Dichtung" (Dresd. 1891 fg.),
herausgegeben die Werke von Chamisso (Stuttg.
1883) und von Lcssing (Auswahl nebst Biographie,
ebd. 1886), ferner von Lenau, Immermann, Hoff-
mann, E. Schulze, Arnim, Brentano, Eichendorfs,
Fonque', nebst Einleitungen in Kürschners "Deut-
scher Nationallitteratur". K. ist auch Begründer und
Herausgeber der "Zeitschrift für vergleichende Lit-
teraturgeschichte" (seit 1886).
*Kocheinrichtungcn. Die Nutzbarmachung
der durch elektrischen Strom erzeugten Wärme hat
sich nickt in demselben Maße ausgebreitet wie die elek-
trische Beleuchtung und Kraftübertragung, Elektro-
chemie u. s. w., weil der Wirkungsgrad bei der Um-
setzung elektrischer Energie in Wärme verhälwis-
Fig. 1.
mäßig gering ist; aber wegen der großen Vorzüge
(größte Reinlichkeit, Bequemlichkeit in der Vedie-
nuug, sofortige Vctriebsbereitschaft, Ungefährlich-
keit, das Fehlen von Verbrennungsprodukten) der
elcktnfchen Heizung haben die elektrischen K. trotz ihrer
Kostspieligkeit mannigfache Anwendung erfahren.
Soweit die durch elektrischen Strom erzeugte
Wärme zum Kochen benutzt werden soll, ist meistens
dünner Platin- oder Neusilbcrdraht der Träger der
Fig. 2.
sig. 3.
Wärme; der Draht wird in zweckmäßiger Form iso-
liert befestigt in einem Hohlraum, der zum Teil mit
Wafser gefüllt und in den ein anderes Gesäß mit
dem zu erwärmenden Nutzwasser eingehängt werden
kann, oder der Draht ist eingebettet in eine isolie-
rende Etcinmassc (Patent Schindler-Jenny, aus-
geführt von der Firma Paul Stotz in Stuttgart),
und diese Steinplatte bietet zugleich die Unterlage für
das Gefäß mit dem zu erwärmenden Wasser (s. oben-
stehende Fig. 1). In ähnlicher Weise sind auch die
elektrischen Theekessel (Fig. 2), Kaffeemaschinen
(Zig. 3) und Vratroste (Fig. 4) eingerichtet.
mißt, sind unter C aufzusuchen.