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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

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Reserveschwimmkraft - Reuß
tionalkonvention, die im Imn 1896 in St. Louis statt-
fand, wnrde MacKinley (s. d.) als Kandidat für die
bevorstehende Prüsidentschaftswahl ausgestellt nnd
ein neues Parteiprogramm festgesetzt, dessen Haupt-
forderungen im Festhalten an der Goldwährung,
wirksamen Schutzzoll, Betonung der Monroe-Dok-
trin und Begünstigung der Unabhängigkeitsbestre-
bungen Cubas bestehen. Bei der 3. Nov. stattfinden-
den Elektorenwahl wurden 281 Wahlmänner für
MacKinley gewählt, wodurch dessen Sieg über
Bryan (s. d.), da das ki^tora! O0II636 (f. d., Bd. 5)
zur Zeit 447 Mitglieder zählt, gesichert war.
Reserveschwimmkraft, s. Schiffbaukunst.
* Rettungsbojen. Alle deutschen Handels-
schiffe und Passagierdampfer sind verpflichtet, eine
genügende Zahl von R. bereit zu halten. Sehr
sinnreiche R. sind 1894 konstruiert worden für den
Nachtgebrauch; sie sind mit Renntierhaaren gefüllt
und tragen ein elektrisches Glühlicht nebst Accu-
mulator, so daß der ins Wasser gefallene Schwim-
mer sie bequem finden kann. A. von der Ropp
hat 1894 eine vorzügliche Art von R. erfunden, die
aus einem leeren Gummisack besteht, den man in
Form einer Weste oder eines Vauchgurts bequem
und unauffällig tragen kann; fällt man damit ins
Wasser, so braucht man nur durch einen einfachen
Handgriff ein Glasfläfchchen zu zerbrechen, das am
Gummisack befestigt ist; das Fläschchen enthält
komprimiertes Chlormethylgas, das beim Frei-
werden den Gummisack aufbläht.
^Rettungsboote. Das neueste von Green in
London aus Stahl gebaute Dampfrettungsboot, die
City of Glasgow, ist 16,2 in lang, 4,9 ni breit, 1,7 in
hoch, hat bei voller Ausrüstung 1 in Tiefgang. Es
läuft 7 Seemeilen Fahrt, verbraucht 120 ^F Kohlen
in der Stunde und hat 4 t Kohlenvorrat. Das
Boot, das sich als seetüchtig bewährt hat, ist in 18
wasserdichte Abteilungen geteilt; die beiden größten
Räume sind für Maschine und Kessel bestimmt, 2
als Kohlenbunker, die übrigen als Luftkästen und
Wasserballasttanks. Die Kompoundmaschine treibt
2 vertikale Centrifugalpumpen, die durch 2 Öff-
nungen mittschiffs im Boden gefpeist werden und
das Wasser durch 6 Ausflußröhren an den Boots-
seiten mit großer Kraft ansstoßen; je nach Be-
nutzung der Ausflußröhren kann das Rettungsboot
vorwärts oder rückwärts oder nach einer Seite
bewegt oder auch auf der Stelle gedreht werdeu,
ohne daß man das Nuder zu benutzen braucht. Der
Patentwasserrohrkessel hat in einer halben Stunde
den nötigen Dampfdruck. Die Besatzung besteht aus
dem Kapitän, 2 Maschinisten sowie 2 Heizern und
6 Matrosen.
Rettungsstationen der Deutschen Gesellschaft
zur Rettung Schiffbrüchiger (s. d., Bd. 4) waren
1896 vorhanden: 51 Doppelstationen (nnt Boot
und Raketenapparat ausgerüstet), und zwar 3 an
der Nordsee, 48 an der Ostsee, ferner 54 Boots-
stationen, davon 43 an der Nordsee und 11 an der
Ostsee, endlich 16 Naketenstationen, davon 4 an
der Nordsee und 12 an der Ostsee. Im folgenden
bezeichnet v --- Doppelstation (Boot und Raketen-
apparat), L ^- Bootsstation, k ^ Raketenstation.
R.sindander Nordsee aufVorkum:WestlandV,
Ostland L; auf Iuist: Westland v, Ostland V; auf
Valtrum: Westland V, Ostland V; auf Langeoog
Westland L, Ostland V; auf Spiekeroog V, auf
Wangerooq L; in Nesserland-Emden L; Utlands-
hörn V; Norddcich V; Nenharlingersiel V; Fried-
richsschleuse N; Horumsiel L; Hooksiel L; Wil-
helmshaven V; Fedderwardersiel L; Bremerhaven
N; Wremertief 15; Dorumertief 2 V; Neuwerk V;
Duhnen L; 4 Elbleuchtschiffe 4 V; Helgoland v und
R; Curhaven 2 L; Neufeld (bei Brunsbüttel) V;
Friedrichskoog V; Büsum L, Eidergaliot (Feuer-
schiff) L; Süderhöft L; Ording V; Süderoog V;
auf Amrum: Südstation V, Kniephafen L, Nord-
station V; auf Sylt: Nantum N, Westerland v,
Kämpenk, Ellenbogen R, ListL; auf Röm: RomL,
Iuvre N.
R. sind an derOstsee: in Labö (bei Kiel) L; Tra-
vemünde v; bei Travemünde (Privatstation) li^;
auf Poel L; in Arendfee v; in Warnemünde v,
Z; Wustrow v,L; Darserort k; Preerow v;Zingst
I); Varhöft L; Stralsund L; auf Rügen: Kloster
sHiddensee) v, Dranske v, Putgarten v, Glowe R,
Lohme N, Saßnitz 1^, Binz v, Göhren v, Thiessow
O; Greifswalder Oie v; Wolgast V; Zinnowitz
v; Heringsdorf v; Swinemünde 2V, 2V; Ziegen-
ort (am Großen Haff) L; Neuendorf v; Dievenow
v; Hoff 15; Treptower Deep R; Colbergermünde
2 D; Funkenhagen v; Rügenwaldermünde v; Iers-
höft I); Stolpmünde 2 v; Scholpin v; Leba v;
Koppalin v; Karwenbruch I); Großendorf R; Heister-
nest 15; Hela v; Neufahrwasser v, L; Westerplatte
D; Neufähr L; Bohnfack v; Pafewark I); Steegen
N; Pröbbernau U; Neukrug N; Großbruch v;
Pillau 31); Krartepellen v; Neukuhren v; Cranz v;
Rositten v; Nidden D; Schwarzort v; Memel v,
L; Melneraggen v, V; Nimmersatt!).
^Reuleaux, Franz, trat 1896 von seinem Lehr-
amt zurück.
"Reuß. Fürstentümer. I. R. älterer Linie hat
(1895) 67 468 (32 836 münnl., 34632 weibl.) C.,
darunter 66132 Evangelische, 969 Katholiken,
310 andere Christen und 57 Israeliten, ferner
6568 bewohnte Wohnhäuser, 15 540 Haushal-
tungen und 35 Anstalten, d. i. eine Zunahme seit
1890 um 4714 Personen oder 7,5 Proz. über den
Beruf der Bevölkerung f. Tabelle unten. Die Zahl
Die Bevölkerung in Neuß älterer Linie nach Berufsabteilungen am 14. Juni 1895.
Berufsabteilungen
H.. Land- und Forstwirtschaft u. s. w.................
L. Bergbau und Industrie, Baugewerbe...............
c?. Handel und Verkehr.......................
0. Lohnarbeit, häusliche Dienste...................
L. Armee-, Staats-, Gemeinde-, Kirchendienst; freie Berufe......
Darunter: Armee und Marine.................
l'. Rentner, Pensionäre u. s. w., Personen ohne Beruf und Berufsangabe
Darunter: Berufslose Selbständige...............
Summe ^.-k'
Darunter männliche Personen
Darunter weibliche Personen
Erwerbs-
thätige
Dienende
An-
gehörige
Bevölkerung
überhaupt
4 879
19 701
2 627
249
817
79
1544
1291
151
476
274
130
5
88
29 817
20 501
9316
1119
11
1103
5187
24 944
3 563
217
1189
16
611
611
10 217
45121
6 464
466
2136
100
2 243
1990
35711 j 66647
11934 ! 32445
23 777 l 34 L9i
56*