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Brockhaus Konversationslexikon

Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896

Schlagworte auf dieser Seite: Werneck; Wesselowskij (Bd. 17); Wesserling; Westaustralien

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Werneck – Westaustralien

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Werkzeugmaschinen'

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Figur: 2

fabrik vormals W. von Pittler in Leipzig-Gohlis. Die in Fig. 2 abgebildete, für Fußbetrieb eingerichtete Type dieser Maschine leistet alle Arten von Dreh-, Fräs- und Bohrarbeiten, die sonst nur mit einer großern Anzahl von Specialmaschinen durchzuführen wären. Durch Verdrehen des Quersupportes gestattet die Maschine ohne weiteres die genaue Herstellung von Vollkugeln, Halbhohlkugeln, Wülsten, Hohlkehlen. Zum Gewindeschneiden sowie zum Fräsen von Zahnrädern und Fräsern werden der Maschine besondere Teile eingefügt. – Vgl. Zeitschrift für W. und Werkzeuge (Berl. 1896 fg.); Weiß, Die W. zur Bearbeitung der Metalle (Wien 1897).

Werneck, Dorf im Bezirksamt Schweinfurt des bayr. Reg.-Bez. Unterfranken, an der Wern, Sitz eines Amtsgerichts (Landgericht Schweinfurt) und Forstamtes, hat (1895) 1428 E., darunter 247 Evangelische und 70 Israeliten, Postexpedition, Telegraph, ehemals kurfürstl. Schloß (1774), jetzt Kreisirrenanstalt, und Oberförsterei.

Wesselówskij, Alexander Nikolajewitsch, russ. Literarhistoriker, geb. 1838 in Moskau, studierte an der Moskauer Universität und wurde 1860 von derselben zu weiterer Ausbildung ins Ausland geschickt und studierte in Spanien, Deutschland, Böhmen, besonders aber in Italien die Litteratur und die Kultur des Mittelalters. In Italien veröffentlichte er: «Novella della tiglia del re di Dacia. Testo inedito del boun secolo della lingua» (Pisa 1866) und «Il Paradiso degli Alberti e gli ultimi trecentisti. Saggio di storia letteraria italiana. Scelta di curiosità letteraria inedite o rare» (Bologna 1867–69). Nach Rußland ↔ zurückgekehrt, machte er 1870 sein Magisterexamen (Dissertation: «Villa Alberti. Neue Materialien zur Charakteristik des litterar. und gesellschaftlichen Umschwungs im ital. Leben des 14. und 15. Jahrh.», Mosk. 1870), 1872 sein Doktorexamen (Dissertation: «Aus der Geschichte der litterar. Wechselbeziehungen des Ostens und Westens. Die slaw. Erzählungen von Salomo und Kitowras und die westl. Legenden von Morolf und Merlin», Petersb. 1872), wurde in demselben Jahr Professor der roman. und german. Litteraturen an der Petersburger Universität und Ende der siebziger Jahre Mitglied der zweiten Abteilung der Akademie der Wissenschaften. Seine gelehrte Thätigkeit ist für das vergleichend-litterar-histor. Studium in Rußland epochemachend geworden. Ein Verzeichnis seiner Arbeiten bis 1885 erschien in Petersburg 1888 («Ukazatel' k naučnym trudam A. N. Veselovskago 1859–85»). Hier seien nur erwähnt seine wichtigen Forschungen über das russ. geistliche Volkslied (im «Sbornik» der zweiten Abteilung der Akademie 1879–91 unter dem Gesamttitel: «Untersuchungen auf dem Gebiet des russ. geistlichen Volksliedes»), über das russ. Volksepos (in «Sbornik» der Akademie 1881–84 u.d.T. «Südruss. Bylinen», und im Journal des Ministeriums der Volksaufklärung u.d.T. «Kleine Bemerkungen zu den Bylinen»), «Aus der Geschichte des Romans und der Novelle» (2 Tle., Petersb. 1886 u. 1888), «Boccaccio, seine Umgebung und seine Zeitgenossen» (2 Bde., ebd. 1893 u. 1894). Eine Übersetzung des «Decamerone» erschien in Moskau 1891. Mehrere seiner Abhandlungen erschienen auch in deutscher Sprache im «Archiv für slaw. Philologie» und in der «Russ. Revue». – Vgl. Pypin, Geschichte der russ. Ethnographie, II, Kap. 9 (Petersb. 1893).

Wesserling, Fabrikort im Kanton Et. Amarinm, Kreis Thaun des Bezirks Oberelsaß, 3 km nordwestlich von St. Amarin, an der Thur im St. Amarinthal, an der Linie Mülhausen-W. (33,1 km) der Elsaß-Lothr. Eisenbahnen, bildet mit dem Orte Hüsseren die Gemeinde Hüsseren-Wesserling und hat (1895) 1001 E., darunter 70 Evangelische und 14 Israeliten, Post, Telegraph, kath. Kirche; große Baumwollspinnereien und -Webereien sowie Kattundruckereien und Bleichereien.

*Westaustralien hat nach neuester Berechnung 2526543 qkm Areal. 1894 waren aber nur 783 qkm angebaut, davon mit Weizen 87, mit Gerste und Weinrebe je 8, mit Hafer 7 und als Wiesen 202 qkm. Mit den 1894 verkauften 575 qkm befinden sich jetzt 23 992 qkm in Privatbesitz. Längs der Flußläufe im Norden und Nordosten der Kolonie giebt es noch gegen 81000 qkm gut bewässerten, besonders als Weideland geeigneten Boden. Der Viehstand betrug 1895: 50000 Pferde, 187214 Rinder und 2132311 Schafe. Haupteinnahmequelle bilden die Goldfelder. Mit Ausnahme einiger an der Küste gelegenen Landstrecken gehört das ganze Goldgebiet dem inneraustral. Tafellande an; hier findet sich Gold fast von der Süd- bis zur Nordküste. 1896 war das Gebiet in 12 Goldfelder eingeteilt, nämlich von Süd nach Nord: Dundas (1892 entdeckt; 25744 qkm), Coolgardie (1892; 18986 qkm), Ostcoolgardie (1893; 34602 qkm), Nordcoolgardie (1894; 59855 qkm), Yilgarn (1887; 23041 qkm), Yalgoo (1890; 27997 qkm), Murchison (1888; 30571 qkm), Ostmurchison (1894; 96781 qkm), Ashburton (1890; 14481 qkm), Pilbarra (1888; 54706 qkm), Westpilbarra (1888;

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 1023.