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Handbuch der Drogisten-Praxis

Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893

XIII

Vorwort zur dritten Auflage.

sind, habe ich diese Angaben unterlassen, um so mehr, als die diesbezüglichen Prüfungen gewöhnlich ziemlich schwieriger Natur sind.

Die Anordnung der ersten und dritten Abtheilung, Rohdrogen und Farbwaaren, habe ich ziemlich unverändert gelassen; hier ist die gruppenweise Anordnung entschieden von praktischem Nutzen, während eine streng durchgeführte Systematik oft zu den wunderlichsten Konsequenzen führt. Ebensowenig habe ich mich entschliessen können, die Farben und Farbwaaren in der chemischen Abtheilung und bei den Rohdrogen einzureihen, und zwar aus wichtigen und, wie ich bestimmt glaube, stichhaltigen Gründen. Einmal lässt sich hier eine Systematik gar nicht streng durchführen, da viele Farben eine unbestimmte oder sehr komplizirte Zusammensetzung haben. Wo sollten wir z. B. Ultramarin, grüne Erde, Rehbraun u. A. m. einordnen? und dann kommt es doch bei der ganzen Gruppe der Farben viel weniger auf ihre chemische Natur als auf ihre physikalischen Eigenschaften an. Letztere allein sind in den weitaus meisten Fällen maßgebend für ihre Werthbestimmung.

Ganz neu geschaffen ist die vierte Abtheilung "Geschäftspraxis", welche die zahlreichen Fragen der siebenten und achten Gruppe des Leitfadens behandelt. Ich habe versucht, diese sehr schwierige Abtheilung in ein gewisses System zu bringen. Nach Erledigung der rein praktischen Fragen ist zuerst die uns betreffende Gesetzeskunde und dann der handelswissenschaftliche Theil besprochen. Ich muss hier mit besonderem Dank die liebenswürdige Bereitwilligkeit unseres ersten Vorsitzenden, des Herrn Stadtrath Otto Meissner, Leipzig, hervorheben, mit welcher mir dieser gestattete, seine vorzügliche, in der achten Gruppe des Leitfadens niedergelegte Arbeit in ausgedehntem Maße zu benutzen, eine Erlaubniss, von der ich mit Freuden Gebrauch gemacht habe.

Ein weiterer Vorzug dieser dritten Auflage besteht darin, dass dieselbe, sowohl in der Drogenkunde, wie in der chemischen Abtheilung, über 200 Abbildungen enthält, die wesentlich zum Verständniss des Textes beitragen werden.

Hamburg-Eppendorf, Februar 1893.

G. A. Buchheister.