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Handbuch der Drogisten-Praxis

Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893

Schlagworte auf dieser Seite: Sonstige Geschäftsutensilien

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Einleitung.

Die Eintheilungen und Vervielfältigungen des Längenmaßes werden, wie bei Hohlmaß und Gewicht, durch lateinische und griechische Bezeichnungen ausgedrückt:

1 Decimeter = 1/10 Meter

1 Centimeter = 1/100 "

1 Millimeter = 1/1000 "

1 Dekameter = 10 "

1 Hektometer = 100 "

1 Kilometer = 1000 "

abgekürzt: m, dm, cm, mm; Dm, hm, km.

Sonstige Geschäftsutensilien.

Löffel braucht man eine grosse Anzahl, da man gut thut, möglichst in allen Kasten mit gepulverten Substanzen einen eigenen Löffel zu halten. Diese können, da sie immer für denselben Stoff benutzt werden, aus Holz oder Blech angefertigt sein; letztere in Schaufelform mit kurzem Stil sind besonders praktisch. Für die feineren Sachen, speziell für den Ladentisch, benutzt man Löffel von polirtem Horn oder Hartgummi. Niemals darf der Verkäufer versäumen, diese nach dem Gebrauch sofort zu reinigen; zu vermeiden ist dabei das Abwaschen in heissem Wasser, da sie hierdurch die Form verlieren.

Spatel nennt man aus Eisen gefertigte, gewöhnlich an beiden Enden spatenförmig verbreiterte Instrumente zum Herausnehmen von Fetten etc. Zum Rühren von Flüssigkeiten, Auflösen von Gummi oder Salzen in Wasser etc. benutzt man am besten Spatel aus Porzellan oder fertigt sich selbst solche aus hartem Holz an.

Schaalen. Zum kalten oder warmen Auflösen von Salzen etc. benutzt man am besten diejenigen der Berliner Porzellan-Manufaktur, welche ein Erhitzen über freiem Feuer vertragen und mit gut gearbeiteter Ausflusstülle versehen sind. Neuerdings kommen auch gusseiserne, weissemaillirte Schaalen in den Handel, welche sich für viele Zwecke ausgezeichnet bewähren. Auch die ungemein hart gebrannten Nassauer Thongeschirre, aussen mit feiner brauner, innen mit rein weisser sehr glatter Glasur, sind sehr zu empfehlen, wo keine starke Hitze angewandt zu werden braucht. Zum Feststellen der halbkugeligen Schaalen ohne Fuss benutzt man am besten Strohkränze.

Mörser und Geräthe zum Pulvern. Gebräuchlich sind kleine

Porzellanmörser oder Reibschaalen, mit und ohne Ausguss, zum Mischen kleiner Mengen Pulver, oder zum Anreiben fester Körper mit Flüssigkeiten, Messingmörser zum Zerstossen oder Zerquetschen und endlich grosse eiserne Mörser zum Pulvern grösserer Mengen von Substanzen, die das Eisen nicht angreifen. Bei ganz grossen eisernen Mörsern mit sehr schwerem Pistill (Stössel) kann man sich die Arbeit des Stossens sehr erleichtern, wenn man das Pistill mittelst Stricken an einen gut federnden