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Handbuch der Drogisten-Praxis

Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893

Schlagworte auf dieser Seite: Knollen

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Theoretisches über die Hauptorgane der Phanerogamen-Pflanzen.

auf seiner Oberseite eine oder mehrere Keimknospen trägt, welche von meist fleischig gewordenen Schuppenblättern eingeschlossen sind. Die äusseren Schalen sterben allmälig ab und werden dann häutig, wie bei der gewöhnlichen Speisezwiebel. Zuweilen verschwindet beim Eintrocknen ein Theil der Zellen und die Schale erscheint netzförmig, wie bei Rad. victoriális, zuweilen schliessen die Schalen den Keim nicht völlig ein, sondern sind dachziegelförmig um denselben angeordnet.

Knollen (Tubera) sind schon dadurch als Stengelgebilde charakterisirt, dass sie eine oder mehrere Knospen tragen. Sie sind entweder unterirdische, fleischig verdickte Theile der eigentlichen Stengelaxe oder von Nebenzweigen derselben. Die Knospen sind oft nur in ihrer Jugend von

^[Fig. 15. Allermannsharnisch, netzförmige Zwiebel von Allium victorialis (bulbus victorialis longus). Halbe Grösse.]

^[Fig. 16. Längsschnitt einer schaligen Zwiebel. 1 Zwiebelscheibe, v Terminalknospe oder Keim, b Brutzwiebeln, t Häute r Wurzelfasern.]

^[Fig. 17. Knollen von Aconitum Napellus. A alte oder vorjährige Knolle, B deren Tochterknolle oder diesjährige Knolle, s r Stengelrest, a knollentragender Ast, k Terminalknospe.]

^[Fig. 18. Knollzwiebel von colchicum autumnale. Seitenständige Knollzwiebel (bulbodium laterale), a zum Theil von dem braunen Tegment befreit, b Querdurchschnitt, c die zur neuen Knollzwiebel anwachsende Axe.]

^[Fig. 19. Knollzwiebel des Safrans (Crocus sativus) im Höhendurchschnitt, über der Zwiebelscheibe die Brutzwiebeln. Halbe Grösse zeigend.]