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Handbuch der Drogisten-Praxis

Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893

Schlagworte auf dieser Seite: Eisenhutknollen; Laminaria; Radices; Radices rect. Túbera aconíti

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Radices. Wurzeln.

dieselbe auf freie Schwefelsäure in der Weise, dass man sie mit kaltem Wasser abwäscht und das Filtrat mit Baryt auf Schwefelsäure prüft.

In kaltem Wasser quillt das Caragheen zu seiner natürlichen Form wieder auf, in kochendem löst es sich fast gänzlich zu einem Schleim, der beim Erkalten selbst bei der 20-25 fachen Menge Wassers noch gallertartig fest wird.

Chemische Bestandtheile. Ca. 80% Pflanzenschleim, Bassorin, oder Chondrin genannt. Ferner Salze, namentlich Natron und Magnesia, verbunden mit Chlor und Spuren von Brom und Jod.

Anwendung. In der Medizin die besseren Sorten als schleimiges, einhüllendes Mittel gegen Reizung der Brustorgane. In der Technik als bindendes Mittel für Wasserfarben, als Schlichte für Gewebe, hier und da auch zum Klären von Bier und anderen Flüssigkeiten.

Neuerdings hat man von Japan eine ähnliche Alge in den Handel gebracht, dieselbe ist grau von Farbe, bedeutend schmaler handförmig und ziemlich unscheinbar. Für medizinische Zwecke ist sie total unbrauchbar, auch für die Technik durchaus nicht gleichwerthig, da sie bedeutend weniger Schleim giebt.

Laminaria. Stipites Lamináriae.

Lamináriae digitáta.

Familie: Algen.

Die unter diesem Namen in den Handel kommende Droge besteht aus dem getrockneten Strunk obiger Alge. Die Stücke sind bis zu 1 m lang, ca. 4 cm dick. Wird von den Aerzten zur Erweiterung von Wundkanälen benutzt, weil sie in der Feuchtigkeit bis zu ihrem fünffachen Umfänge aufquillt. Auch werden Sonden und Bougies von verschiedener Stärke daraus geschnitzt.

Die hierher gehörenden Lackmoos- und Orseilleflechten siehe unter Farbwaaren.

Gruppe II.

Radices. Wurzeln.

Radices rect. Túbera aconíti. ** +

Eisenhutknollen.

Aconitum Napéllus. Ranunculacéae.

Gebirge Mittel- und Südeuropas.

Knollen, häufig zwei aneinandergewachsen, rübenförmig, 4-8 cm lang, 2-4 cm dick, längsrunzelig, aussen graubraun, innen weissgrau, dicht und mehlig.

Bestandtheile. Neben Stärkemehl bis zu 25 % ca. 1 % Alkaloide, namentlich Aconitin. (Stark giftig!)