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Handbuch der Drogisten-Praxis

Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893

Schlagworte auf dieser Seite: Galgantwurzeln; Rádices rect. Rhizóma galángae

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Radices. Wurzeln.

Orte aufbewahrt. Geruch widerlich; Geschmack anfangs süss, dann bitter und herb.

Bestandtheile. Fettes, anfangs grünes, später braunes, die Farbe der Wurzel bedingendes Oel 6%, Spuren von ätherischem Oel, Zucker, Gerbsäure, Filixsäure.

Anwendung. Als Mittel gegen Eingeweidewürmer, namentlich den Bandwurm. Entweder als Pulver oder Extrakt, Extractum filicis aethereum.

Verwechselungen mit den Wurzelstöcken anderer Filixarten sind leicht zu erkennen, wenn man die markige Konsistenz und die zimmtbraunen Spreuschuppen, welche die Oberfläche bedecken, sowie den Querschnitt beachtet.

Rádices rect. Rhizóma galángae (minóris).

Galgantwurzeln.

Alpínia officinárum. Scitaminéae (Zingiberacéae).

China.

Diese Droge kommt hauptsächlich über Shanghai und Singapore in den europäischen Handel und zwar in Ballen von ca. 1 Ctr. Sie bildet ca. fingerdicke, etwa fingerlange, meist gekrümmte, einmal verästelte Stücke, aussen von rothbrauner Farbe mit ringförmigen Wülsten. Auf dem Querschnitt ist die Farbe heller, zimmtfarben, mit zwei, durch eine dunkle Kreislinie getrennten Schichten. Auf dem Bruch erscheint sie dicht, etwas faserig, holzig. Der Geruch ist angenehm aromatisch, der Geschmack gleichfalls, doch brennend scharf.

^[Abb: Fig. 66. Rhiz. filicis. Querschnitt. f Gefässbündel.]

^[Abb: Fig. 67. Rhiz. galangae.]

^[Abb: Fig. 68. Querschnitt. r Rinde, k Kernscheide, h Holz, hb Holzbündel.]