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Handbuch der Drogisten-Praxis

Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893

Schlagworte auf dieser Seite: Fólia hepáticae; Fólia jaborándi; Jaborandiblätter; Leberkraut

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Folia. Blätter.

Anwendung. Als schleimlösendes Mittel.

Verwechselung namentlich mit den Blättern von Tussilago petasites; Blätter fast 3 mal so gross, wenig filzig, schwächer ausgebuchtet.

Fólia hepáticae.

Leberkraut.

Hepática tríloba. Anemonéae.

Europa, Laubholzwälder.

Blätter langgestielt, fast lederartig, dreilappig, die einzelnen Lappen eirund, ganzrandig; oben schwach glänzend, bräunlich, unten seidenhaarig. Geruchlos, Geschmack schwach und herb. Diese lange Zeit ganz vergessene Droge ist neuerdings wieder in Aufnahme gekommen.

Fólia jaborándi.

Jaborandiblätter.

Pilocárpus pinnátus. Rutacéae.

Nordbrasilien.

Die von Argentinien eingeführten Jaborandiblätter stammen von Piper jaborandi, einer Piperacee, sind aber durch die sog. Pernambucosorte von der erstgenannten Pflanze gänzlich verdrängt. Die Blätter sind 7-15 cm lang, 3-5 cm breit, mit kurzen Stielchen; länglich eirund oder zugespitzt, ganzrandig, an der Basis ungleich; gegen das Licht gehalten zeigen sich eine Menge unregelmässig stehender Oelbehälter; glatt, fast lederartig, oben braungrün, Unterseite etwas heller. Geruch aromatisch, Geschmack brennend, den Speichelfluss ungemein befördernd.

Bestandtheile. Aetherisches Oel, Pilocarpin.

Anwendung. Als ungemein stark schweisstreibendes Mittel, vor Allem dienen sie zur Darstellung des Pilocarpins.

^[Abb:Fig. 97. Fol. jaborandi.]