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Handbuch der Drogisten-Praxis

Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893

Schlagworte auf dieser Seite: Arekanuss; Kakaobohnen; Sémina arécae; Sémina cacáo

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Semina. Samen.

Sémina arécae.

Arekanuss.

Areca Catechu. Palmae. Ostindien.

Die kugeligen oder bis 3 cm hoch kugelförmig gewölbten Samen der Areca Catechu mit kreisförmigem, ziemlich glattem, oft faserig beschopftem Grunde von 15-25 mm Durchmesser; Gewicht 3-10 g. Aeusserlich braun, hier und da mit gelber Gewebeschicht bedeckt. Innen weisslich braun geädert. Geruchlos und von schwach zusammenziehendem Geschmack.

Bestandtheile. Gerbsäure und ein dem Pelletierin ähnliches Alkaloid.

Anwendung als Bandwurmmittel.

Sémina cacáo.

Kakaobohnen.

Theobróma cacáo, (auch Th. bicolor, Th. glaucum, Th. angustifolium) Büttneriacéae.

Central- und Südamerika.

Der Kakaobaum ist heimisch zwischen dem 5. Grad südlicher und 15. Grad nördlicher Breite (etwa von Bahia bis Mexiko). Er wächst dort in den dichten, feuchten Urwäldern wild, wird aber zur Gewinnung des Kakao in Plantagen kultivirt. Die Kultur hat sich vom Festlande auch über die westindischen Inseln verbreitet, doch liefern dieselben nur geringere Qualitäten. Ebenso hat man auf Java und Bourbon Pflanzungen angelegt, jedoch ohne besonderen Erfolg. Der Baum wird im 5. oder 6. Jahre tragfähig und bleibt dann ca. 30 Jahre nutzbar, in der Mitte dieser Zeit die besten Ernten liefernd. Er blüht und trägt das ganze Jahr hindurch Früchte, welche etwa 5-6 Monate zu ihrer Reife bedürfen. Die reifen Früchte werden alle Tage abgelesen, doch giebt es zwei Perioden im Jahr, welche die Haupternte liefern.

^[Abb:Fig. 155. Zweig von Theobroma Cacao. 1/8 nat. Gr.]