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Handbuch der Drogisten-Praxis

Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893

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Chemikalien unorganischen Ursprungs.

gnügt natürlich vorkommende Mineralquellen nachzubilden, sondern hat ausser zahlreichen Luxuswässern, für besondere Heilzwecke eigene Zusammensetzungen konstruirt. Wir erinnern an pyrophosphorsaures Eisenwasser, Dr. Ewichs

Hämorrhoidalwasser, Dr. Erlenmeiers Bromwasser u. a. m. Es liegt nicht im Rahmen unseres Werkes eine genaue Beschreibung der Mineralwasser-Fabrikation zu liefern, wir wollen dieselbe nur in kurzen Umrissen skizziren. Sie zerfällt in drei verschiedene Operationen, erstens die Entwickelung der Kohlensäure, zweitens die Imprägnirung des Wassers mit Kohlensäure und drittens das Abfüllen auf Flaschen oder Siphons.

1. Entwickelung der Kohlensäure. Diese geschieht durch Zersetzung kohlensaurer Alkalien oder Erdalkalien mittelst Schwefel- oder Salzsäure. Man verwendet hierzu jetzt fast allgemein die natürlich vorkommende kohlensaure Magnesia (sog. Magnesit, der namentlich in Schlesien in der Gegend von Frankenstein gebrochen und von dort in

^[Abb:Fig. 183. Kohlensäure-Entwickler. R Kohlensäure-Entwicklungs-Gefäss. r Kurbel der Rührwelle. a Verschraubung für die Ausleerung des Entwicklers. e Verschraubung für die Beschickung des Entwicklers mit Magnesit und Wasser. S Schwefelsäuregefäss. c Rohr zur Ausgleichung des Drucks im Entwickler und Säuregefäss. w Erstes Waschgefäss. g und n Ableitungsrohre für die Kohlensäure.]