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Handbuch der Drogisten-Praxis

Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893

Schlagworte auf dieser Seite: Chloroform; Chlorofórmium; Dichlormethan; Methylénchlorid

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Chemikalien organischen Ursprungs.

Chemikalien organischen Ursprungs.

Auch bei dieser Gruppe folgt der Verfasser in der Anordnung der einzelnen Präparate gänzlich der in der chemischen Einleitung benutzten Reihenfolge und muss daher betreffs der allgemeinen chemischen Betrachtungen stets auf diese verweisen. Diese Anordnung hat vom rein praktischen Standpunkt zuweilen ihre Bedenken, sie müsste aber, wenn die chemische Waarenkunde auf der allgemeinen Chemie aufgebaut werden sollte, zur Anwendung kommen. Es fehlen freilich auch bei dieser Methode die Schwierigkeiten nicht, alle Stoffe systematisch einzuordnen, um so mehr, als gar manche Zwischenglieder, die nur ein rein wissenschaftliches, aber kein praktisches Interesse haben, hier nicht mit behandelt werden können.

Verbindungen der Fettreihe.

Abkömmlinge der Kohlenwasserstoffe.

Methylénchlorid. **+

Dichlormethan.

CH2Cl2^[CH_{2}Cl_{2}].

Das reine Methylenchlorid bildet eine farblose, chloroformartig riechende Flüssigkeit von 1,354 spez. Gew. und siedet bei 41-42° C. Es ist an und für sich nicht brennbar, jedoch lassen sich seine Dämpfe entzünden und verbrennen mit grünlichem Saum. In Betreff der Löslichkeit verhält es sich gleich dem Chloroform.

Anwendung. Das Methylenchlorid wird an Stelle des Chloroforms zur Narkose empfohlen, weil es weniger gefährlich als dieses wirken soll.

Chlorofórmium. **

Chloroform, Trichlormethan, Formyltrichlorid.

CHCl3^[CHCl_{3}].

Klare, farblose, leicht bewegliche Flüssigkeit von eigenthümlichem, angenehm süsslichem Geruch und süsslichem, hinterher brennendem Geschmack; sehr wenig in Wasser (1:200), leicht in Alkohol, Aether und fetten Oelen löslich. Es siedet bei 60-62°, verdunstet aber leicht bei jeder Temperatur. Das spez. Gew. soll nach dem Deutschen Arzneibuch 1, 485 bis 1, 489 sein, was einem Gehalt von 1% Alkohol entspricht. Beim Verdunsten auf der Haut verursacht es starkes Kältegefühl, nachher Brennen, selbst Röthung derselben. Es ist schwer brennbar; der eingeathmete Dampf erzeugt Betäubung. Mit Wasser geschüttelt darf dasselbe keine sauere Reaktion zeigen. Genaue Prüfung siehe Deutsches Arzneibuch.

Bereitet wird es entweder durch Zersetzung von Chloralhydrat mittelst