Schnellsuche:
Info: Zur Zeit wird der Volltextindex aktualisiert. Sie erhalten daher bei Suchen nicht die volle Anzahl an Treffern. Die Aktualisierung dauert typischerweise wenige Minuten.

Handbuch der Drogisten-Praxis

Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893

Zweiter Theil

Die Herstellung der gebräuchlichen Handverkaufsartikel.

319

Flammenschutzmittel.

Flammenschutzmittel für leichte Gewebe.

Ammoniumsulfat 8000,0

Ammoniumcarbonat 2500,0

Borax 2000,0

Borsäure 3000,0

Dextrin oder Gelatine 400,0

Wasser 100 Liter.

Die Stoffe werden mit der auf 30° C. erwärmten Lösung getränkt und nach dem Antrocknen auf gewöhnliche Weise appretirt.

Flammenschutzstärke n. Vomácka.

Wolframsaures Natron 30,0

Borax 20,0

Stärke 60,0.

Zum Steifen von Vorhängen, Wäsche, Theater- und Ballgarderobe wird dieselbe wie gewöhnliche Stärke benutzt.

Cyanit.

Das unter diesem Namen in den Handel kommende Flammenschutzmittel ist nach Helbig nichts weiter, als ein sehr unreines, alkalireiches Wasserglas.

Phönix-Essenz.

Dieselbe besteht nach Hager aus

Wolframsaures Natron 15,0

Natronwasserglas 10,0

Natriumphosphat 3,0

Wasser 35,0

Gummi Arabicum nach Belieben.

Flammenschutz für Koulissen.

1. Chlorammonium 15 kg

Wasser 100 Liter.

In diese Lösung wird so viel Schlämmkreide eingetragen, dass sie dicklich wird. Dann wird die Masse auf 50-60° C. erwärmt und die Koulissen mittelst Pinsels zweimal damit bestrichen.

2. Thonerde 250,0

Aetzkalk 100,0

Kieselguhr 340,0

Asbest 110,0

Wasserglaslösung 160,0.

Wird mit so viel Wasser angemengt, dass eine streichfähige Masse entsteht.

Flammenschutz für Holz, Tauwerk, Strohdecken, Packleinwand etc.

Chlorammonium 15 kg

Borsäure 6 kg

Borax 3 kg

Wasser 100 kg

Die Gegenstände werden in die auf 100° erwärmte Lösung 15 bis 20 Minuten getaucht, dann ausgepresst und getrocknet.