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Handbuch der Drogisten-Praxis

Gustav Adolf Buchheister, Verlag von Julius Springer, Berlin, 3. Auflage, 1893

Zweiter Theil

Die Herstellung der gebräuchlichen Handverkaufsartikel.

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Ungeziefermittel.

Zuerst wird der Tabak mit heissem Wasser ausgezogen, dann die Seife in dem Aufguss gelöst und nun das mit dem Spiritus gemischte Fuselöl hinzugefügt. Mit dieser Flüssigkeit werden die mit den Läusen befallenen Pflanzen mittelst Zerstäubers bespritzt.

2. Schmierseife 15,0

Fuselöl 20,0

Karbolsäure 1,0

Wasser 964,0

Anwendung wie bei No. 1.

Mittel gegen Erdflöhe.

Gegen diese lästigen Insekten, welche namentlich die jungen Pflanzen in den Treibbeeten oft ganz vernichten, wird empfohlen:

1. Einstreuen mit einer Mischung aus Gyps und einigen Prozenten Karbolsäure.

2. Bestäuben mit Schwefelblumen.

3. Bestäuben mit gepulvertem Wermuth.

4. Besprengen mit einer Auflösung von Glanzruss in Wasser.

Mittel gegen Raupen.

Man bespritzt die Pflanzen mittelst einer Blumenspritze mit Tabaksblätteraufguss oder mit Theerwasser, oder schwacher Karbolsäurelösung.

Mittel gegen Garten- und Kellerschnecken.

Im Keller streut man an den Orten, wo sich Schnecken finden, Eisenvitriol oder zerfallenen gebrannten Kalk oder Kochsalz.

Im Garten sprengt man mit einer Auflösung von Glanzruss oder streut, wo dies angängig, die oben genannten Pulver.

Mittel gegen Ameisen.

Die Vertilgung der Ameisen in Gärten oder äusseren Gebäudetheilen ist leicht zu erreichen, wenn man in die Ameisenhaufen resp. Ameisengänge oder auch in die Fugen, wo sich Ameisen aufhalten, Lösungen von Naphtalin in Benzin eingiesst oder einspritzt. Auch eine Mischung von Naphtalin und Insektenpulver in die Fugen gestäubt, ist sehr empfehlenswerth. Im Garten genügt allenfalls auch Begiessen mit Petroleum, doch ist dies nicht von so kräftiger Wirkung wie die oben genannte Benzinlösung.

Schwieriger gestaltet sich die Aufgabe, wenn die Ameisen in die Speisekammern und Speiseschränke eindringen. Hier verbietet sich