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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

Schlagworte auf dieser Seite: Allesammt; Allewege; Allezeit; Allgegenwart; Allhie; Allmacht; Allmächtig; Allmosen

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Allesammt - Allmosen.

Allesammt

Aber sie sind Alle abgewichen, und allesammt untüchtig; da ist Keiner, der Gutes thue, auch nicht Einer, Ps. 14, 3. Röm. 3, 12.

Die Rechte des HErrn sind wahrhaftig, allesammt gerecht, Ps. 19, 10.

Aber nun sind wir allesammt wie die Unreinen, und unsere Gerechtigkeit ist wie ein unflätiges Kleid, Esa. 64, 6.

Allewege

An allen Orten, allezeit, beständig.

Aaron trug das Amtschildlein, wenn er vor den HErrn ging, allewege, 2 Mos. 28, 30.

GOtt will im Tempel zu Jerusalem sein allewege, 1 Kön. 9, 3. HGrr, laß deine Güte und Treue allewege mich behüten, Ps. 40,12.

Fragt nach dem HErrn, und nach seiner Macht; sucht sein Antlitz allewege, Ps. 105, 4.

Freuet euch in dem HErrn allewege, und abermal sage ich: Freut euch, Phil. 4, 4.

Allezeit

Dieses bedeutet in der heiligen Schrift mehrentheils so viel als oft, sehr oft, viel und zu verschiedenen Malen. 2 Mos. 27, 20. c. 28, 29. Joh. 18, 20 etc.

Allgegenwart

§. 1. Dieses ist eine Eigenschaft GOttes, vermöge welcher er seinem Wesen nach an allen Orten zugegen ist, und, wie die Schrift sagt, Alles in Allen erfüllt. Die Allgegenwart fließt aus GOttes Unermeßlichkeit. Denn kann GOtt in gar keine Grenzen und in keinen Ort eingeschlossen werden, so folgt, daß er auch von keinem Ort in den andern kann bewegt werden, und also allewege gegenwärtig sei.

§. 2. Diese Eigenschaft wird in der Schrift a) dem Vater beigelegt, 1 Kön. 8, 27. Ps. 139, 7-12. Amos 9, 6. A.G. 17, 28. und vornämlich Jer. 23, 23.

Bin ich nicht ein GOtt, der nahe ist? spricht der HErr, und nicht ein GOtt, der ferne ist? Meinst du, daß sich Jemand so heimlich verbergen könne, daß ich ihn nicht sehe? spricht der HErr. Bin ichs nicht, der Himmel und Erde erfüllet? spricht der HErr.

b) Dem Sohn GOttes. Matth. 18, 20. Eph. 1,23. c. 4, 10.

Und siehe, ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende, Matth. 28, 20.

c) Dem heiligen Geist, Ps. 139, 7. Weish. 1, 7.

§. 3. Gleichwie der Himmel den Erdkreis umschließt, also ist GOtt aller Orten gegenwärtig; denn der Himmel ist sein Stuhl, und die Erde seine Fußbank. Esa. 66, 1.

Wie die Seele des Menschen in dem ganzen Körper ist, und dennoch nicht ausgedehnt wird, also ist auch GOtt allenthalben ganz und unzertheilt.

§. 4. Da nun GOtt mit seiner Gegenwart, Hülfe und Gnade allezeit um und bei uns ist, ob wir es gleich so empfindlich nicht fühlen: ach! so lasset uns doch seine Allgegenwart gebührend scheuen, und alle Sünden, welche ihn betrüben, fleißig und mit aller Sorgfalt vermeiden! Wer bedenkt dieses? Menschenfurcht ist noch eher bei uns anzutreffen, als Gottesfurcht; da haben wir immer nöthig, daß Einer dem Andern zurufe: And du fürchtest dich auch nicht vor GOtt! Luc. 23, 40.

Allhie

1 Mos. 40, 15. 6 Mos. 3, 11. c. 12, 8. 1 Sam. 14, 84. 2 Sam. 15, 14. Esa. 52, 5. Ezech. 8, 9. Marc. 6, 3. A.G. 4, 10.

c. 9, 14.

Allmacht

§. 1. Diese ist ebenfalls eine Eigenschaft GOttes, Vermöge der er Alles wirken kann, was er will, wenn er will, wenn es keine Unvollkommenheit bei ihm, und keinen Widerspruch anzeigt. Dieses ist klar a) aus deu Sprüchen heiliger Schrift, 1 Mos. 17, 1. 2 Mos. 6, 3. Hiob 42, 2. Jer. 32, 19. Zach. 8, 6. Matth. 3, 9. c. 19, 26. Luc. 1, 37. c. 18, 27. Eph. 3, 20. (Dan. 4, 31. 32.) Sir. 1, 7. c. 16, 20. b) aus dem Werke der Schöpfung, Röm. 1, 20. Sir. 1, 7. c) aus dem Werke der Erhaltung, Ebr. 1, 3.

§. 2. Christi, unsers Heilandes Allmacht ist klar aus Ps. 8, 7. Matth. 11, 27. c. 28,18. Joh. 3, 35. c. 17, 2. 1 Cor. 15, 27. Eph. 1, 21. Phil. 2, 9. Ebr. 2, 8. Dieser GOttmensch hat seine Allmacht offenbart durch seine Wunder, Matth. 9, 8. Esa. 63, 4. Genugthuung, Ps. 49, 8. Erlösung, Joh. 1, 7. durch die Ueberwindung des Teufels, 1 Mos. 3, 15. durch die Lebendigmachung sowohl seiner selbst, als Anderer, Joh. 1, 4. c. 6, 53. c. 10, 18. durch Einsetzung der Sacramente, Matth. 28, 18, 19. durch Vergebung der Sünde, Matth. 9, 26. indem er herrscht als ein König, Joh. 18, 36. und endlich das jüngste Gericht hält, Joh. 5, 27. Matth. 25, 41. 46. v. 34.

§. 3. Des heiligen Geistes Allmacht lehrt uns, Esa. 11, 2. Weish. 7, 21. 1 Cor. 2, 10. c. 12, 4. 11.

§. 4. Die Sprüche von der Allmacht GOttes suche unter dem Wort

Allmächtig

Ich bin der allmächtige GOtt, 1 Mos. 17, 1. c. 83, 3. c. 43, 14. c. 48, 3. c. 49, 25.

Daß ich ihr allmächtiger GOtt sein wollte, 2 Mos. 6, 3. Der Allmächtige hat mich sehr betrübt, Ruth 1, 80.

Weigere dich der Züchtigung des Allmächtigen nicht, Hiob 5, 17. Denn die Pfeile des Allmächtigen stecken in mir etc. Hiob 6, 4.

Wer ist der Allmächtige, daß wir ihm dienen sollten? Hiob 21, 15.

Und die Heiden erkennen, daß kein allmächtiger GOtt sei, denn er allein. Tob. 13, 3.

Einer ists, der Allerhöchste, Schöpfer aller Dinge, allmächtig etc. Sir. 1, 7.

Ich bin das A und O, der Anfang und das Ende, spricht der HErr, der da ist, und der da war, und der da kommt, der Allmächtige, Offb. 1, 8.

§. 5. Der Gedanke an GOttes Allmacht soll uns abschrecken, seinem Willen uns zu widersetzen, was die thörichtste Vermessenheit wäre; soll uns guten Muth geben, da der Gute den Allmächtigen zum Verbündeten hat, und uns in Leiden und beim Anblick übermüthiger Frevler trösten.

Allmosen

§. 1. Allmosen haben im Griechischen den Namen von Erbarmen und sind freiwillige und liebreiche Gaben, welche man seinem Nächsten, um dessen Nothdurft zu Hülfe zu kommen, und zu erleichtern, willig reicht und giebt.

§. 2. Bei den Juden waren diese Liebeswerke sehr gebräuchlich. Denn ohne daß sie alle drei Jahr den Zehnten ihres Einkommens den Armen lassen sollten, 5 Mos. 14, 28. 29. wurden dergleichen gegeben 1) von Aeckern, indem sie dieselben an den Enden nicht so genau abschneiden, und die Weinberge nicht so genau ablesen durften, 3 Mos. 19, 9. 10. Und 2) gingen alle Tage drei mit einem Korbe durch die Stadt, und sammelten allerhand Eßwaaren, welche dann unter die Bettelarmen ausgetheilt wurden. 3) In einer jeden Synagoge war ein Armenkasten befindlich, und in diesen sammelten zwei Männer von den Zuhörern eine Gabe, und von diesen wurde an dem Rüsttag einem jeden Stadtarmen so viel mitgetheilt, als er die künftige Woche nöthig hatte. Maimonides de Jure pauperum, c. 9, 1. 2.