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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

Schlagworte auf dieser Seite: Altar-Thor; Alte; Alte Adam; Alte Leute; Der Alte

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Altar-Thor - Alte Leute.

nungsfest, etwas von dem Opferblut darauf gesprengt. Der größere sollte das Leiden Christi, der kleinere aber die Fürbitte des Heilandes bedeuten.

§. 4. Die Altäre der Abgötter waren theils schlecht und aus gehauenen schönen Steinen verfertigt; theils mit grünen Hainen, d. i. mit schonen gepflanzten Bäumen umgeben. Solche werden Tische voll Speiens und Unflaths, Esa. 28, 8. Schandaltäre, Jer. 11, 13. und Satansstuhl, Offb. 2, 13. genannt. Es werden deren in der Schrift erwähnt:

1) Die Altäre Aarons, welche dem goldenen Kalb geweiht waren, 2 Mos. 82, 1.

2) Der Altar des Antiochus, 1 Macc. 1. 62. welchen Mathathias niederreißen ließ, c. 2, 45.

3) Der Altar der Athenienser, dem unbekannten GOtt aufgerichtet, A.G. 17, 23.

4) Der Altar Baals, a) welchen Gideon niedergerissen. Richt. 6, 27-29. b) welchen Ahab der Isabel zu gefallen aufgerichtet, 1 Kön. 16, 31. 32.

5) Der Altar Bileams, 4 Mos. 23, 1.

6) Der Altar zu Damascus, 2 Kön. 16, 10. 14.

7) Der Altar Die heidnischen, welche die Israeliten umkehren sollten, 2 Mos. 34, 13. 5 Mos. 7, 5. c. 12, 3.

8) Der Altar Jerobeams, 1 Kön. 12, 32. c. 13, 1-5.

9) Der Altar Zu Tophet, dem Moloch zu Ehren aufgerichtet, Jer. 7, 31.

§. 5. Die Ursache, warum der Altar A-G. 17. 23 f. aufgerichtet, und von welchem Paulus Gelegenheit genommen, bei den Athenienscrn den wahren und ihnen unbekannten GOtt zu verkündigen, wird verschieden angegeben. Einige meinen, die große Sonnenfinsternis Matth. 27, 45. Marc. 15, 33. hätte die Gelegenheit gegeben; denn als wegen der Ursache dieser Verfinsterung Dionysius Areopaglita gefragt worden, soll er geantwortet haben. Es leidet der unbekannte GOtt. Andere geben den Krieg, womit die Perser Griechenland überziehen wollen; Andere Pestilenz; noch Andere eine große Theurung, welches das Wahrscheinlichste, an. Denn da die Athenienscr ihre Götter nicht zur Abwendung dieser Plage durch Opfer bewegen können, hätten sie gemuthmaßt, es müsse noch ein unbekannter GOtt sein, und diesem einen Altar gebaut. Es war überhaupt Sitte, auch fremden Göttern einen Cultus zu erweisen, und so gab es in mehreren Gegenden der Stadt Athen und des Gebietes von Attica Altäre, die namenlosen oder unbekannten Göttern geweiht waren; und nach Hieronimus benutzte dies Paulus durch Umwandlung in den Singular. - Es gab aber auch wirklich Einen mit der A.G. l. c. erwähnten Inschrift. Den Atheniensern thun es hierin die Papisten noch nach an ihrem Fest Allerheiligen. Ja unter den Rechtgläubigen muß man noch mit Paulus klagen: Etliche wissen nichts von GDtt, das sag ich euch zur Schande, 1 Cor. 15, 34. Etliche verleugnen solchen mit ihren Werken, Tit. 1, 16.

§ 6. Solche Schandaltäre will GOtt abgebrochen haben. 2 Mos. 34 13. 5 Mos. 7, 5. c. 12, 3. Richt. 2, 2. Es haben auch solches gethan:

Assa, 2 Chr. 14, 3.

Gideon, Richt. 6, 28.

Hiskias, 2 Chr. 32, 12.

Josias, 2 Kön. 23, 15. 2 Chr. 34, 4.

Judas Maccabäus, 2 Macc. 10, 2.

Das jüdische Volk, 2 Kön. 11, 19. 2 Chr. 23, 16. 17. c. 30, 14. c. 31, 1. Mathathias, 1 Macc. 2, 25. 45.

§. 7. Etliche haben bei den Altären eine Freistadt a) gefunden; Etliche aber nicht b).

a) alle Unschuldige, 2 Mos. 21, 14.

Adonia, 1 Kön. 1, 50 f.

b) Athalia, 2 Kön. 11, 1 f.

Joab, 1 Kön. 2, 5. 28. 89.

$. 8. Im Neuen Testament und zwar in der apostolischen Kirche hatte man keine Altäre, weil die Christen bei steter Verfolgung ihren Gottesdienst in Höhlen und andern Orten verrichten mußten. Nach der Zeit, da die Kirche ein wenig Ruhe bekam, hat man nach und nach Gotteshäuser erbaut, und in diese Tische gesetzt, welche in bildlichem Verstande Altäre, weil wir bei denselben des Blutvergießens Christi gedenken, Ebr. 10, 22. genannt werden; bis man endlich auch steinerne Altäre errichtet und solche gegen Morgen gesetzt, anzuzeigen, daß Christus, die Sonne der Gerechtigkeit, der Aufgang aus der Höhe, sein Angesicht, da er gekreuzigt wurde, gegen Aufgang gewendet.

§ 9. Unter dem Altar, Offb. 6, 9. wird die Hand Christi verstanden, Weish. 3,1. Phil. 1, 23. vergl. Ebr. 13, 10.

Wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst, und wenn - so laß allda vor dem Altar etc. Matth. 5, 23. 24.

Wer da schwört bei dem Altar, das ist nichts; wer aber schwört bei dem Opfer, das droben ist, der ist schuldig, Matth. 23, 18.

Zacharias kam zwischen Altar und Tempel um, Luc. 11, 51. Matth. 23, 35.

Die des Altars pflegen, genießen des Altars, 1 Cor. 9, 13.

Altar-Thor

Ein Thor des Tempels zu Jerusalem gegen Mitternacht, wo der Prophet Ezechiel ein Gesicht hatte. Ezech. 8, 3. 5.

Alte (das)

Damit zielt Paulus auf das Alte Testament, das mit seinen irdischen Wohlthaten, Ceremonien und Gottesdienst aufgehört, und das neue theile nunmehr himmlische, geistliche, ewige Wohlthaten aus, indem durch das Mittleramt des Heilandes Jedermann zum völligen Scelenwohlstand wieder gelangen könne, (Esa. 43, 19. Offb. 21, 5.) oder: Paulus sagt, daß im Christenthum Alles auf gänzliche Ablegung des alten verderbten Sinnes und Heiligung des Herzens ankomme.

Das Alte ist vergangen, siehe es ist Alles neu geworden, 2 Cor. 5, 17.

Der Alte

Darunter wird GOtt, der ewige Vater, in seiner Majestät verstanden, Dan. 7, 9. 13. 22.

Alte Adam

Die sündhafte und verderbte Natur des Menschen, und die daher entspringenden bösen Lüste und Begierden, die uns durch den Fall Adams zugezogen und angeerbt wurden. S. Alter Mensch.

Alte Leute

§. 1. S. Alt §. 1. Dergleichen

Soll man allzeit ehren, 3 Mos. 19, 32. Sprw. 16, 31. Weish. 4, 6. Sir. 3, 14. c. 8, 7. 1 Tim. 5, 1.

Werden öfters schwach, Ps. 71, 9. 2 Sam. 19, 35. Pred. 12, 1 f.

Sind verständig und erfahren, Hiob 12, 12.

Soll man vorreden lassen, Sir. 32, 4.

Deren Rath soll man nicht verachten, 1 Kön. 12, 6. 2 Chr. 10, 6. Sir. 8, 11.

Sollen fromm, Weish. 4, 9, züchtig, gesund im Glauben, in der Liebe, in der Geduld sein, Tit. 2, 2.

Soll man nicht übel anfahren, 1 Tim. 5, 1.

Sollen nicht mit den Jungen hadern, Sir. 42, 5.

Will GOtt selbst tragen, und sich ihrer annehmen, Ps. 71, 18. Ps. 93, 15. Esa. 46, 4.

§. 2. Die heilige Schrift macht uns verschiedene alte und fromme Leute namhaft, in deren gesegnete Fußstapfen zu treten Jeder sich soll angelegen sein lassen. Da sind z.B.